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Vorgehensweisen Logischen Port anlegen  Dokument im Navigationsbaum lokalisieren

Verwendung

Runtime-Feature für Web-Service-Client-Proxies werden mit Hilfe von Logischen Ports konfiguriert.

Runtime-Features sind, im Gegensatz zu Designtime-Features, Eigenschaften, die zum Aktivierungszeitpunkt des Web-Service-Clients konfiguriert werden können. Ein Beispiel für ein solches Feature ist die Aufruf-URL des Web Service, die ggf. durch Anwender angepasst werden muss.

Designtime-Features sind Eigenschaften, die zum Entwicklungszeitpunkt durch den Anwendungsentwickler festgelegt werden. Diese Features werden gemeinsam mit dem Web-Service-Client-Proxy ausgeliefert und können später durch Anwender nicht mehr geändert werden. So kann ein Anwendungsentwickler z.B. festlegen, ob die Kommunikation zwischen Client und Server sitzungsorientiert sein soll.

Ein Client-Proxy kann mit oder ohne Angabe eines Logischen Ports instanziert werden. Wird kein Logischer Port angegeben, wird der Port verwendet, der in der Transaktion LPCONFIG als Default gekennzeichnet wird. Zu einem Web-Service-Client-Proxy kann es nur einen Default Port geben. Um sicherzustellen, dass Aufrufe ohne Angabe eines Logischen Ports durchgeführt werden können, sollte zu jedem Client-Proxy ein Default-Port existieren. Zu einem Client-Proxy kann es mehrere Logische Ports geben.

Voraussetzungen

Sie haben ein Proxy aus einem WSDL-Dokument generiert.

Vorgehensweise

...

       1.      Rufen Sie die Transaktion LPCONFIG auf.

Geben Sie den Namen der Proxy-Klasse und den Namen des Logischen Ports ein. Markieren Sie gegebenenfalls das Ankreuzfeld Default Logical Port. Ist bereits ein anderer Port zu dieser Proxyklasse als Default gekennzeichnet, wird dessen Kennzeichnung als Default-Port zurückgesetzt und der aktuell bearbeitete Port wird zum Default.

Mit der Wertehilfe für das Feld Logischer Port können Sie bereits existierende Ports zu einer Proxy-Klasse zur Anzeige bringen. In dem Fall wird im Feld Beschreibung die Verwendung des Logischen Ports dokumentiert. Beim Anlegen eines neuen Ports pflegen Sie die Beschreibung des Ports im nächsten Bild.

       2.      Wählen Sie Anlegen.

Auf dem folgenden Bild sind die konfigurierbaren Runtime-Feature mit Vorschlagswerten belegt, die aus Werten des Logischen Port Templates und Defaultwerten gebildet werden.

Der Bildbereich Allgemeine Einstellungen dient der Konfiguration der Runtime-Features, die von jeder SOAP-Client-Applikation, die die Logical-Port-Registry verwendet, unterstützt werden. Der Bereich Applikationsspezifische Einstellungen bezieht sich direkt auf die jeweilige SOAP-Client-Applikation. Durch diese Trennung kann gewährleistet werden, dass in Folgereleases weitere SOAP-Client-Applikationen integriert werden können.

Register unter Allgemeine Einstellungen und Applikationsspezifische Einstellungen:

Register:

Bedeutung:

Laufzeit

Wählen Sie die gewünschte Laufzeitumgebung für die Instanzierung der Proxyklasse. Wenn Sie die XI-Laufzeitumgebung auswählen, werden die Register Aufrufparameter und Fehleranalyse im Bereich Allgemeine Einstellungen ausgeblendet, da diese Laufzeitumgebung diese Features nicht unterstützt. Ebenso wird der Bildbereich Applikationsspezifische Einstellungen ausgeblendet, da von der XI-Laufzeitumgebung keine spezifischen Features angeboten werden.

Aufrufparameter

Es gibt drei Möglichkeiten die Aufrufadresse des Web Service zu konfigurieren:

      Als HTTP-Destination: Wählen Sie eine RFC-Destination des Typs G (HTTP-Verbindung zu externem Server) oder des Typs H (HTTP-Verbindung zum SAP-System) aus der Transaktion SM59. Die HTTP-Destination gestattet die Konfiguration des Anmeldeverfahrens, der Verschlüsselung und der Statushaltung. Hierbei handelt es sich um das bevorzugte Zugriffsverfahren.

      Als URL: Die URL des Web Service wird beim Anlegen des Logischen Ports in das entsprechende Eingabefeld geschrieben. Der Nachteil dieses Verfahrens besteht darin, dass neben der URL keine weiteren Parameter zur Anmeldung, Verschlüsselung oder Statushaltung konfiguriert werden können. Es kommt nur für Web Services in Frage, die keine Anmeldung, Verschlüsselung oder Statushaltung erfordern.

      Als Lokaler Pfadpräfix: Dieses Zugriffsverfahren ist lediglich für den Zugriff auf das eigene System gedacht. Hier wird die Default-RFC-Destination NONE aufgerufen, um den eigenen Server zu adressieren. Der angegebene lokale Pfadpräfix wird dabei zur Identifizierung des aufgerufenen Web Services verwendet.

Im Feld Art des Bindings wird die URI des verwendeten Transportmechanismus angezeigt. Zur Zeit wird lediglich SOAP über HTTP verwendet, so dass eine Eingabe nicht erforderlich ist.

Im Feld SOAP Action kann optional ein Wert für das Feld SOAP Action des HTTP-Headers spezifiziert werden. Dieser Wert kann von Servern und Firewalls zur Filterung von SOAP-Nachrichten verwendet werden.

Fehleranalyse

Setzen Sie die Einstellungen für Logging und Tracing. Beim Tracing werden die Meldungen im RFC-Developertrace des SAP-Systems abgelegt. Das Logging schreibt die Nachrichten in den Systemlog des SAP-Systems.

Für das Tracing können folgende Werte gewählt werden:

Option:

Bedeutung:

Kein Trace

Tracing ist ausgeschaltet

Nur Fehler

Fehler werden im Trace-File protokolliert

Nur Payload

Request/Response und Fehler werden im Trace-File protokolliert

Voller Trace

Protokoll aller Traceinformationen

Für das Logging können folgende Werte eingestellt werden:

Kein Log

Logging ist ausgeschaltet

Nur Fehler

Logging von Fehlern

Voller Log

Protokoll aller Loginformationen

XI-Empfänger

Dieses Register ist für Anwendungen vorgesehen, die einem XI Empfänger einen Logischen Port zuordnen wollen. Dabei kann einem XI-Empfänger nur ein Logischer Port zugeordnet werden.

Diese Zuordnung wird für Sender benötigt, die einen XI-Empfänger per Point-to-Point-Verbindung über Web Services erreichen wollen und den XI-Empfänger kennen und selbst setzen wollen, denen aber der Logische Port unbekannt ist.

Beispiel:

Eine Anwendung hat eine Reihe von XI-Empfängern im Customizing hinterlegt. Das Anwendungsprogramm beim Sender liest diesen Empfänger und schreibt ihn in die Message (siehe Routing).

Um die Message Point-to-Point über die Web-Service-Infrastruktur an den Empfänger zu schicken, benötigt sie den zugehörigen Logischen Port. Dieser ist dem XI-Empfänger dadurch zugeordnet, dass die Empfängerdaten auf der Registerkarte XI-Empfänger eingetragen sind.

Mit Hilfe der Methode GET_LOGICAL_PORT_FROM_RECEIVER der Vorab-Empfängerermittlung holt sich das Anwendungsprogramm den Logischen Port ausgehend vom XI-Empfänger und kann ihn beim Aufruf des Proxies angeben.

Globale Einstellungen

Sie können mit Hilfe des Ankreuzfeldes Message ID das MessageID-Protokoll aktivieren. Es veranlasst die Laufzeitumgebung mit jeder zu sendenden Nachricht eine eindeutige ID mitzusenden.

Das Ankreuzfeld Statushaltung gestattet das Aktivieren der Statushaltung über HTTP-Cookies.

Operationen

Die Operationen des Web Service werden angezeigt. Markieren Sie eine Operation und ordnen Sie Security-Profile zu. Mit Hilfe von WSS-Profilen kann die Sicherheit auf der Nachrichtenebene gewährleistet werden.

 

Siehe auch:

Programmierung mit Client- und Server-Proxies

 

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