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Hintergrunddokumentation Umsetzung von WSDL in die Zielsprache  Dokument im Navigationsbaum lokalisieren

Wie die folgende Grafik zeigt, besteht ein WSDL-Dokument, das von der Proxy-Generierung umgesetzt wird, aus zwei Teilen, nämlich aus einer Beschreibung von Datentypen und einer Beschreibung von Interfaces, deren Parameter diese Datentypen verwenden:

Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt

Bei der Proxy-Generierung werden WSDL-Beschreibungen in Proxies umgesetzt:

      Die WSDL-Elemente der Interface-Beschreibung werden 1:1 in Objekte der jeweiligen Zielsprache umgesetzt (Klassen, Interfaces und Methoden)

      Die Umsetzung der Datentypen in XSD (XSD = XML Schema Definition Language) kann je nach Zielsprache Beschränkungen unterliegen.
Die ABAP-Proxy-Generierung unterstützt nicht den kompletten Sprachumfang von XSD. Im Anhang der jeweiligen Abschnitte zu den Zielsprachen sind diese Beschränkungen beschrieben (Siehe: Anhang: Abbildung von XSD auf ABAP beziehungsweise Anhang: Abbildung von XSD auf Java).

In der WSDL-Beschreibung wird unter anderem der Aufbau einer Message beschrieben. Die Message, die dann verschickt wird, entspricht einer Instanz dieser Beschreibung.

Der folgende Abschnitt gibt zusätzlich eine Kurzeinführung in XSD.

XSD-Kurzeinführung

Es sind folgende XSD-Datentypen zu unterscheiden:

      XSD stellt zahlreiche eingebaute Datentypen (zum Beispiel xsd:decimal) zur Verfügung und legt einen klar definierten Wertebereich fest. Sie sind global verwendbar. Viele dieser Datentypen können nur deshalb nicht exakt auf ABAP Datentypen abgebildet werden, weil der Wertebereich nicht übereinstimmt. In solchen Fällen müssen Sie selbst prüfen, ob ein empfangener Wert im Wertebereich des Datentyps in der jeweiligen Zielsprache ist.

      Aus eingebauten Datentypen lassen sich mit Hilfe des Tags <simpleType> neue konstruieren. Zum Beispiel können Sie für xsd:string ein Pattern für Telefonnummern definieren. Die Proxy-Laufzeit prüft solche Erweiterungen nicht, weil solche Dinge bei der Validierung eines XML-Dokuments geprüft werden.

      Mit Hilfe des Tags <complexType> lassen sich dann strukturierte Datentypen definieren. Elemente, die zwischen diesem und dem dazugehörigen schließenden Tag stehen, sind lokal und können nur über den übergeordneten Typ angesprochen werden. An Stelle dieser Schachtelung können Sie beim complexType-Tag auf andere strukturierte oder einfache Datentypen verweisen.

Mit dem Tag <element> definiert man schließlich die Elemente, die im XML Schema auftreten dürfen und mit <attribute> Attribute dieser Elemente. Zur Typisierung können Sie dann die XSD-Datentypen verwenden. Definitionen mit <element>, <attribute>, <simpleType> und <complexType> haben dabei globale Sichtbarkeit, wenn sie Unterknoten des Top-Level-Knotens <schema> sind. Geschachtelte Typen, Elemente oder Attribute sind nur lokal verwendbar.

Hinweis

Die offizielle W3C Recommendation vom 2.Mai 2001 besteht aus drei Teilen: XML Schema Part 0: Primer, XML Schema Part 1: Structures und XML Schema Part 2: Datatypes.

 

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