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Die Systemlandschaft beinhaltet alle installierten SAP-Systeme. Sie kann aus mehreren Systemverbunden bestehen, deren SAP-Systeme durch Transportwege miteinander verbunden sind.

Nach Festlegung der benötigten Mandanten und ihrer Rollen müssen Sie entscheiden, wie die Mandanten auf die unterschiedlichen SAP-Systeme verteilt werden. Aus Sicht der Anwendungsdaten können mehrere Mandanten unabhängig voneinander in einem SAP-System eingerichtet werden. Bei den Konfigurationsdaten müssen Sie jedoch berücksichtigen, daß mandantenübergreifende Customizing-Einstellungen und Repository-Objekte für alle Mandanten in einem SAP-System identisch sind. Änderungen, die in einem Mandanten durchgeführt werden, wirken sich sofort auf alle Mandanten des Systems aus.

3-Systemlandschaft

Wir empfehlen daher als Standard die 3-Systemlandschaft, in der jeder der zentralen Mandanten in einem eigenen SAP-System untergebracht ist.

Sie besteht aus einem Entwicklungssystem DEV, einem Qualitätssicherungssystem QAS und einem Produktivsystem PRD. Das Entwicklungssystem enthält den Customizing-Mandanten CUST, das Qualitätssicherungssystem den Qualitätssicherungsmandanten QTST und das Produktivsystem den Produktivmandanten PROD.

Führen Sie alle Änderungen an Customizing-Daten und Repository-Objekten im Customizing-Mandanten durch. Nach der Freigabe der zugehörigen Änderungsaufträge werden diese in den Qualitätssicherungsmandanten transportiert. Damit werden auch Änderungen an mandantenunabhängigen Daten erst nach dem Transport im Qualitätssicherungsmandanten sichtbar. Im Qualitätssicherungsmandanten kann daher auch getestet werden, ob die durchgeführten Transporte vollständig waren, oder ob abhängige Änderungen, die in noch nicht freigegebenen Änderungsaufträgen aufgezeichnet sind, hier noch fehlen. Nach erfolgreichem Test werden die Änderungsaufträge in den Produktivmandanten transportiert. Der Produktivmandant ist auch im Hinblick auf mandantenunabhängige Daten vollständig von den anderen Mandanten getrennt.

Falls Sie weitere Mandanten mit zusätzlichen Rollen benötigen, können Sie diese in einem der drei Systeme einrichten. Entwicklungstestmandanten (TEST) und Prototypmandanten (SAND) sollten Sie im Entwicklungssystem, Schulungsmandanten (TRNG) dagegen im Qualitätssicherungssystem einrichten.

Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt

2-Systemlandschaft

Für kleinere SAP-Implementierungen, in denen insbesondere nur geringfügige Workbench-Entwicklungen durchgeführt werden, stellt die 2-Systemlandschaft eine Alternative dar.

In der 2-Systemlandschaft wird auf das separate Qualitätssicherungssystem QAS verzichtet. Der Qualitätssicherungsmandant wird ebenfalls im Entwicklungssystem DEV untergebracht.

Der Produktivmandant ist wie in der 3-Systemlandschaft ebenfalls vollständig von den anderen Mandanten getrennt. Die Nachteile einer 2-Systemlandschaft liegen darin, daß mandantenunabhängige Daten im Customizing- und Qualitätssicherungsmandanten gemeinsam genutzt werden. Änderungen an mandantenunabhängigen Daten, die im Customizing-Mandanten durchgeführt werden, können die Tests im Qualitätssicherungsmandanten behindern. Außerdem kann die Vollständigkeit der Transporte aus dem Customizing-Mandanten nicht vollständig sichergestellt werden. Nach dem Transport in den Produktivmandanten können dort Fehler auftreten, obwohl alle Tests im Qualitätssicherungsmandanten erfolgreich waren. Dies wird durch noch nicht transportierte Änderungen an mandantenunabhängigen Daten verursacht.


Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt

1-Systemlandschaft

Eine 1-Systemlandschaft, in der alle zentralen Mandanten im selben SAP-System untergebracht sind, empfehlen wir nicht. Durch die gemeinsame Nutzung von Hardwareressourcen und mandantenunabhängigen Daten ergeben sich für den Betrieb eines einzelnen Systems eine Reihe gravierender Einschränkungen. Insbesondere können nach Produktivstart keine weiteren Entwicklungen mehr vorgenommen werden, es sei denn, der Produktivbetrieb wird für die Dauer einer Entwicklungs- und anschließender Testphase gestoppt.