Customizing-Einstellungen für das QM in EWM
Im Folgenden werden die Customizing-Einstellungen in SAP Extended Warehouse Management (SAP EWM) beschrieben, die Sie für das Qualitätsmanagement (QM) vornehmen müssen.
Generieren Sie eine Version für die erforderlichen Prüfobjekttypen.
Wählen Sie hierfür im Customizing für Extended Warehouse Management
unter die Drucktaste Neue Version generieren
. Hinweis: Diese Version ist mandantenunabhängig.
Aktivieren Sie die Version und überprüfen Sie die zugeordneten Eigenschaften sowie die Sortierreihenfolge (Ebene) für die Prüfobjekttypen.
Mit der Generierung der Version im vorherigen Schritt ordnet das System der neuen Prüfobjekttyp-Version alle möglichen Eigenschaften zu. Überprüfen Sie die Eigenschaften und löschen Sie jene, die in Ihrem Prozess nicht verwendet werden. Die Eigenschaften Version
und Lagernummer
sind für die meistens Prüfobjekttypen obligatorisch. Die Eigenschaft Prüfprozess
ist für Eingangsprüfungen obligatorisch.
Markieren Sie das Ankreuzfeld Aktivierung Prüfobjekttyp
, bevor Sie mit dem nächsten Schritt fortfahren.
Wählen Sie hierfür im Customizing für Extended Warehouse Management
unter .
Definieren Sie Nummernkreise für Prüfbelege und Positionen oder Proben.
Definieren Sie Nummernkreise für Prüfbelege im Customizing für Extended Warehouse Management
unter .
Legen Sie einen Nummernkreis für jeden Prüfobjekttyp und für jede Positionsart im Customizing für Extended Warehouse Management
unter an.
Führen Sie beide Aktivitäten wie folgt aus:
Definieren Sie Nummernkreise, indem Sie die Drucktaste Gruppen pflegen
und dann die Drucktaste Anlegen
wählen. Geben Sie einen Gruppentext und ein Nummernkreisintervall ein, und sichern Sie.
Hinweis
Wenn Sie diese Einstellung zum ersten Mal in einem SAP-EWM-Mandanten vornehmen, kann es ggf. einfacher sein, wenn Sie zuerst die Nummernkreise anlegen und dann das Ankreuzfeld Ext
markieren. Sie können dann die Markierung für das Ankreuzfeld nach dem Sichern aufheben.
Ordnen Sie die Nummernkreise den Prüfbelegen zu, indem Sie einen neuen Eintrag anlegen, z.B. Nummernkreis SIOT1
mit dem Nummernkreisintervall 01
. Beim Sichern wird Ihnen die Erfolgsmeldung Es wird eine neue Gruppe 01 zum Nummernkreisobjekt angelegt
angezeigt.
Definieren Sie die Positionsarten.
Sie definieren die Positionsarten im Customizing für Extended Warehouse Management
unter . Sie legen einen neuen Eintrag an und geben den Namen der Positionsart (z.B. ITEM_01
), die Softwarekomponente, das Objekt und den Prozess ein. Sie müssen außerdem das Nummernkreisintervall für den Positionsnummernkreis eingeben.
Aktivieren Sie die benötigten Prüfobjekttypen für Ihre Lagernummern.
Sie aktivieren die Prüfobjekttypen im Customizing für Extended Warehouse Management
unter . Sie legen einen neuen Eintrag an und geben die Lagernummer sowie den Prüfobjekttyp an. Das System prüft, ob eine aktive Version vorhanden ist.
Um den Prüfobjekttyp auf Lagerebene zu aktivieren, markieren Sie das Ankreuzfeld Aktivierung Prüfobjekttyp
.
Geben Sie den Nummernkreis ein, den Sie in Schritt 4 angelegt haben.
Geben Sie die Positionsart ein, die Sie in Schritt 5 angelegt haben. Hinweis: Sie müssen ggf. die Transaktion SPRO erneut starten.
Geben Sie im Feld Folgeaktion Lieferung
den Zeitpunkt in Ihrem Eingangsprozess ein, an dem das System automatisch einen Prüfbeleg aus einer der folgenden Optionen anlegt:
Prüfplanung in Lieferung nicht relevant
Prüfplanung bei Aktivierung Lieferung
(Standardeinstellung)
Prüfplanung bei Status In Yard
leer - der Prüfbeleg wird bei der Wareneingangsbuchung angelegt
Hinweis: Dieses Feld ist nur für Prüfobjekttypen gültig, für die eine automatische Prüfbelegerstellung möglich ist.
Wenn Sie mit dem Prüfobjekttyp 4 (Qualitätsprüfung Produkt/Charge Anlieferung) arbeiten, müssen Sie festlegen, ob die Annahmeprobenprüfung (siehe Annahmeprobenprüfung, Wareneingangssteuerung (siehe Wareneingangssteuerung und die Vorabprüfung in der Produktion (siehe Vorabprüfung in der Produktion) aktiv sind.
Definieren Sie die Entscheidungscodes und Folgeaktionen im Customizing für Extended Warehouse Management
unter und .
Legen Sie für die Suche nach Prüfbelegen, Proben und Positionen Indizes fest.
Zu jedem Index legen Sie die Eigenschaften fest, die der Index enthalten soll. Sie nehmen diese Einstellungen im Customizing für Extended Warehouse Management
unter vor.
Ihr Index sollte in den Positionen 1 und 2 die Felder VERSION
und LGNUM
haben. Danach sollten die Felder, die zum Schlüssel des Prüfbelegs gehören, in der richtigen Reihenfolge erscheinen.
Wenn Sie Prüfbelege nach Produkt und Charge kumulieren, legen Sie einen Index wie folgt an:
VERSION
LGNUM
PRODUCT ID
BATCH
Wenn Sie einen Prüfbeleg für jede Anlieferung, also keine Kumulierung, haben, legen Sie einen Index wie folgt an:
VERSION
LGNUM
DOCNO
PRODUCT ID
BATCH
Definieren Sie die Drucksteuerung zum Drucken von Prüfbelegen im Customizing für Anwendungsübergreifende Komponenten
unter .
Definieren Sie Befundarten im Customizing für Extended Warehouse Management
unter .
Wenn Sie Proben verwenden, definieren Sie Proben im Customizing für Extended Warehouse Management
unter .
Diese Einstellungen sind relevant, wenn Sie das QM für die Prüfobjekttypen 4 und 5 verwenden.
Definieren Sie eine Codegruppe, die Verwendungsentscheidungscodes für die Annahme und Ablehnung von Verwendungsentscheiden enthält: Verwenden Sie Katalog „3“ (Verwendungsentscheidungen
).
In SAP ERP definieren Sie Codegruppen im Customizing für das Qualitätsmanagement
unter .
Richten Sie die Prüfarten ein.
Richten Sie eine Prüfart für jeden Prozess ein, z.B. Vorabprüfung in der Produktion oder Prüfung bei Wareneingang, für den Sie einen Entscheid in QM in SAP ERP treffen möchten. In SAP ERP richten Sie Prüfarten im Customizing für das Qualitätsmanagement
unter ein. Sie legen einen neuen Eintrag an und geben eine Beschreibung ein. Sie geben die Auswahlmenge für den Verwendungsentscheid
ein und markieren das Ankreuzfeld Auswahlmenge muss im Werk vorhanden sein
.
Hinweis
Wenn Sie bereits Prüfarten für den Prozess ohne Integration mit SAP EWM eingerichtet haben, können Sie diese Prüfart kopieren, z.B. 04 Prüfung beim WE aus der Produktion
nach 1704 Prüfung beim WE aus der Produktion mit EWM
.
Ordnen Sie die Prüfarten zu.
Für Prüfungen, die ein externes System anstößt, liefert QM in SAP ERP die Prüflosherkunft 17
aus. Wählen Sie diese Prüflosherkunft aus, und ordnen Sie Ihre neuen Prüfarten aus dem vorherigen Schritt zu.
In SAP ERP ordnen Sie Prüfarten im Customizing für das Qualitätsmanagement
unter zu.
In SAP ERP pflegen Sie die Standardwerte für die Prüfarten im Customizing für das Qualitätsmanagement
unter .
In SAP ERP aktivieren Sie die Ereignistypkopplung im Customizing für das Qualitätsmanagement
unter (Transaktion SWETYPV).
Wählen Sie die Einträge für den Objekttyp BUS2045
und die folgenden Ereignisse aus:
CREATED
CHANGED
CANCELLED
RESULTRECORDINGSTART
Markieren Sie in der Formularansicht das Ankreuzfeld Typkopplung aktiviert
.
Implementieren Sie in SAP ERP das BAdI für die Ermittlung der Kommunikationstechnologie
(QPLEXT_COMM_TEC
), um die queued-Remote-Function-Call-Technologie zu verwenden.
Das Coding für das BAdI finden Sie im Beratungshinweis 1278425
.
Aktivieren Sie Business Transaction Events.
Für den Prozess der Vorabprüfung in der Produktion in SAP ERP müssen Sie das Ankreuzfeld Applikation aktivieren
für die Anwendung QBEXTP
markieren. Sie nehmen diese Einstellung im Customizing für das Qualitätsmanagement
unter vor (Transaktion BF11).
Führen Sie das Standard-Customizing für QM in SAP ERP, z.B. Planverwendung, durch.
Weitere Informationen über das Qualitätsmanagement in SAP ERP finden Sie in der SAP-Bibliothek unter .
Die folgende Abbildung zeigt, gefolgt von einer Erläuterung, ein Beispiel eines mit dem QM-Modul von SAP ERP integrierten Prüfprozesses:

Der Prüfprozess in dieser Abbildung erfolgt nach dem Wareneingang. Bei der Aktivierung einer Anlieferung in SAP EWM legt das System einen Prüfbeleg an. Mit der Wareneingangsbuchung aktiviert das System den Prüfbeleg. In SAP ERP legt das System ein entsprechendes Prüflos (mit Prüflosherkunft 17) an. Basierend auf dem Prüflos erfassen die Prüfer in der Qualitätsabteilung das Ergebnis und treffen im QM-Modul von SAP ERP einen Verwendungsentscheid. Der Verwendungsentscheid wird an SAP EWM übertragen, und das System aktualisiert den Prüfbelg mit diesem Entscheid. Basierend auf dem Verwendungsentscheid wird in SAP EWM eine Folgeaktion, zum Beispiel eine Einlagerung, ausgelöst.