Hinzufügen neuer Tabellen Sie können mit der Easy Enhancement Workbench (EEW) neue Tabellen zum Datenmodell des Geschäftspartners und der Geschäftspartnerbeziehungen hinzufügen.
Für den Geschäftpartner werden dabei die Felder
Mandant
und
Geschäftspartner
als Schlüsselfelder der neuen Tabelle verwendet. Für die GP-Beziehungen sind es entsprechend die Felder
Mandant, Beziehungstyp, Geschäftspartner
(für Partner 1 und Partner 2) und
Gültig bis
.
Folgende Funktionen werden unterstützt:
Integration der neuen Tabelle in das SAP GUI.
Erweiterung der externen Schnittstelle des Geschäftspartners BUS_EI_MAIN und der Geschäftspartnerbeziehung BURS_EI_MAIN
Aufnahme und Fortschreibung in DataSources zum Geschäftspartner für das SAP Business Information Warehouse (SAP BW)
Für diese Funktionen generiert das System, soweit systemtechnisch möglich, alle notwendigen Objekte und Tabelleneinträge.
Um neue Tabellen zum Geschäftspartner bzw. zu den GP-Beziehungen hinzuzufügen, verwenden Sie das Business Objekt Geschäftspartner (BUPA) bzw. Geschäftspartnerbeziehungen (BUPR) und legen eine Erweiterung vom Typ „Neue Attributtabelle hinzufügen“ an. Ein Wizard unterstützt Sie bei der Definition der neuen Tabelle und ihrer Felder und stellt für jeden Schritt die notwendige Information zur Verfügung.
Definieren Sie die
Kardinalität
und
Zeitabhängigkeit
für eine Erweiterung eines Geschäftspartners oder einer Geschäftspartnerbeziehung.
Bei einem Geschäftspartner kann die Kardinalität einer Erweiterung von folgendem Typ sein:
Einzelinstanz, d.h. sie hat einen Satz für einen Geschäftspartner. Diese Erweiterungen sind immer zeitabhängig. Sie können jedoch für die Zeitabhängigkeit
Mit Lücken
oder
Ohne Lücken
wählen.
Mehrere Instanzen
, d.h. sie hat mehr als einen Satz für einen Geschäftspartner. Diese Erweiterungen können zeitabhängig oder -unabhängig sein. Wenn Sie die Erweiterung als zeitabhängig definieren, müssen Sie von den folgenden Optionen auch die Zeitabhängigkeit wählen:
Mit Lücken
,
Ohne Lücken
oder
Gültigkeitszeitraum.
Bei einer Geschäftspartnerbeziehung kann die
Kardinalität
einer Erweiterung von folgendem Typ sein:
Einzelinstanz
, d.h. sie hat einen Satz für eine Geschäftspartnerbeziehung. Die Erweiterung erbt die Zeitabhängigkeit von der Elternbeziehung.
Mehrere Instanzen
, d.h. sie hat mehr als einen Satz für eine Geschäftspartnerbeziehung. Diese Erweiterungen sind immer zeitabhängig. Sie können jedoch für die Zeitabhängigkeit
Mit Lücken
oder
Ohne Lücken
wählen. Der Gültigkeitszeitraum der Erweiterung kann nur innerhalb des Elterngültigkeitszeitraumes liegen.
Geben Sie einen
Rahmentitel
für Ihre Erweiterung an.
Sie können das Feld im
Standard
- oder
Expertenmodus
definieren.
Definieren Sie im
Standardmodus
für jedes Feld der neuen Tabelle die Feldbeschreibung (im Bild sichtbar), den Datentyp und gegebenenfalls die Feld- und Dezimallänge für jedes Feld.
Hinweis
Für die Felder
Betrag
und
Menge
ist die Feld- und Dezimallänge vordefiniert. Das Feld
Menge
hat die
Länge
17 und die Dezimallänge 3, das Feld
Betrag
hat die Länge 17 und die Dezimallänge 2.
Für die Felder
Betrag
und
Menge
werden die Felder
Währung
und
Einheit
automatisch generiert.
Im
Expertenmodus
können Sie neben dem oben genannten auch einen
Feldnamen
(technischer Feldname in der Datenbanktabelle) angeben und ein vorhandenes Datenelement mit dem Feld verbinden. Das System ordnet die Merkmale des Datenelements dem Feld automatisch zu. Der mittlere Feldbezeichner des Datenelements wird als
Feldbezeichner
für das Feld zugeordnet.
Hinweis
Definieren Sie ein Feld im
Expertenmodus
nur, wenn Sie über Data-Dictionary- und ABAP-Kenntnisse verfügen.
Für die Erweiterung vom Typ mehrere Instanzen übernimmt das System automatisch das erste Feld, das Sie angeben, als Schlüsselfeld. Das Schlüsselfeld kann nicht vom Typ
Menge
,
Betrag
oder
Dezimal
sein.
Für jedes Feld legen Sie fest, ob eine Prüftabelle vorhanden sein soll.
Für jedes Feld für den Geschäftspartner legen Sie fest, ob es an ein SAP BW weitergegeben werden soll.
Am Ende des Wizards zeigt Ihnen das System eine Übersicht der von Ihnen definierten Tabelle mit den dazugehörigen Feldern und deren Attributen an.
Um die Generierung der notwendigen Repository-Objekte und Tabelleneinträge zu starten, wählen Sie
Fertigstellen
.
Eine detaillierte Übersicht aller erzeugten Objekte finden Sie in der Objektübersicht, die zu jedem Task in der EEW bereitgestellt wird. Dort finden Sie auch die technischen Namen der erzeugten Objekte, die Sie evtl. für Nachbereitungsaktivitäten benötigen.
Die Easy Enhancement Workbench erzeugt folgende Repository-Objekte und Tabelleneinträge:
Pro Feld ein Datenelement und eine Domäne
Die Felder
Mandant
und
Partner
der Tabelle BUT000 bzw. die oben genannten Felder der Tabelle BUT050 für die Beziehungen werden als Schlüsselfelder in die neue Tabelle übernommen.
Pro Erweiterung die benötigten API- und Dynpro-Strukturen
Gegebenenfalls Prüftabellen und die relevanten Pflegeviews. Mit den Pflegeviews können Sie die Prüftabellen während der Nachbereitung mit Werten füllen.
Pro Erweiterung eine Struktur
Pro Erweiterung ein Änderungsbelegobjekt
Pro Erweiterung Funktionsgruppen für Änderungsbelege, Massenaktualisierung, Archivierung, Data Dictionary, API, BDT und Datenaustausch
Pro Erweiterung je ein Funktionsbaustein für die Ablaufzeitpunkte des Dynpro PBO, PAI und PBC
Funktionsbausteine für die BDT-Zeitpunkte DLVE1, DLVE2, DCHK, CHGD1, CHGD4, DSAVC, DSAVE, DTAKE, FCODE, ISDAT, ISSTA und XCHNG. Außerdem werden für die Geschäftspartnerbeziehung Funktionsbausteine für BDT-Zeitpunkte CHGD3, RTAKE, RDELM und RPRDR auch angelegt.
Funktionsbausteine für die Datenbearbeitung (APIs für Lesen, Ändern, Anlegen und Löschen von Daten)
Das notwendige Dynpro (Table Control), um die Tabelle im Dialog der Benutzungsoberfläche SAP GUI anzuzeigen.
In Abhängigkeit von der Situation eine neue Registerkarte (BDT-Bild) in der Benutzungsoberfläche SAP GUI.
Pro Tabelle wird eine neue DataSource zum Geschäftspartner generiert.
Die Easy Enhancement Workbench erzeugt folgende Repository-Objekte und Tabelleneinträge:
Eine neue Struktur für die Erweiterung in der Struktur BUS_DI
Funktionsbausteine für den BDT-Zeitpunkt DINP2
Abhängig von den in der EEW definierten Erweiterungen müssen Sie ggf. folgende Nachbereitungsaktivitäten durchführen.
Wenn Prüftabellen für Felder generiert wurden, dann müssen Sie diese über die dazugehörigen Pflegeviews aus der EEW heraus mit Werten füllen.
Um kundeneigene Prüfungen für die neuen Felder im Dialog zu definieren, müssen Sie einen Funktionsbaustein manuell anlegen. Weitere Informationen finden Sie im BDT-Handbuch im Abschnitt 4.1 Weitere Prüfung für bestehende Sicht.
Sie können die generierten BDT-Sichten und BDT-Abschnitte in der Benutzungsoberfläche SAP GUI über das Visual Configuration Tool (VCT) an Ihre spezifischen Anforderungen anpassen. Diese Anpassung sollte erst nach Abschluss sämtlicher Erweiterungen durchgeführt werden.
Für die GP-Beziehungen muss die generierte BDT-Sicht den gewünschten Beziehungstypen zugeordnet werden.
Für den Datenaustausch mit einem SAP BW müssen Sie Datenziele (Metadaten) und Übertragungsregeln für die neu generierte DataSource zum Geschäftspartner manuell definieren.
Sie haben die neue Tabelle und Felder definiert und das System hat die erforderlichen Repository-Objekte und Tabelleneinträge generiert. Die Erweiterung ist nicht systemübergreifend, so dass ggf. eine Nachbearbeitung erforderlich ist.