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 Terminliche Verknüpfung in Auftragsnetzen

Verwendung

Aufträge innerhalb eines Auftragsnetzes werden terminlich über den Bedarfstermin der entsprechenden Komponente im übergeordneten Auftrag verknüpft. Ausgehend von diesem Bedarfstermin erfolgt die Terminierung des untergeordneten Auftrags.

Sie können hierbei wählen, ob die Transportzeit berücksichtigt werden soll. Die Transportzeit ist die Zeit, die benötigt wird, um ein Material von einem Arbeitsplatz zum nächsten zu transportieren. Die Transportzeit wird im Vorgang bzw. der Transportzeitmatrix definiert (siehe Vorgangsabschnitte ). Im Falle eines Auftragsnetzes müssen Sie die Transportzeit im entsprechenden Vorgang des untergeordneten Auftrags pflegen, wenn diese bei der Terminierung berücksichtigt werden soll.

Sie können in der Komponente (Registerkarte Allgemeine Daten ) festlegen, welche Option für die terminliche Verknüpfung der Aufträge angewandt wird. Wenn Sie unter Anordnungsbeziehungen

  • eine Zeiteinheit angeben, terminiert das System ohne Transportzeit

Wenn Sie vor der Zeiteinheit zusätzlich eine Dauer angeben, wird der untergeordnete Auftrag zeitlich entsprechend verschoben. Der Bedarfstermin der Komponente wird in den Eckendtermin des untergeordneten Auftrages übernommen.

  • keine Zeiteinheit angeben, terminiert das System mit Transportzeit

Der Endtermin des letzten Vorganges des untergeordneten Auftrages wird auf den Bedarfstermin gesetzt, wobei die Transportzeit dieses Vorganges berücksichtigt wird. In diesem Fall kann sich der Eckendtermin des untergeordneten Auftrages vom Bedarfstermin der Komponente unterscheiden, sofern im untergeordneten Auftrag eine Sicherheitszeit gepflegt wurde.

Funktionsumfang

Terminierung ohne Berücksichtigung der Transportzeit

Ausgangszeitpunkt für die Terminierung ist der Bedarfstermin der Komponente im übergeordneten Auftrag. Die zeitlichen Elemente des untergeordneten Auftrags liegen alle vor diesem Zeitpunkt, angefangen mit der Sicherheitszeit.

Terminierung mit Berücksichtigung der Transportzeit

In diesem Beispiel ist in Vorgang 30 des untergeordneten Auftrags eine Transportzeit gepflegt.

Ausgangszeitpunkt für die Terminierung ist der Bedarfstermin der Komponente im übergeordneten Auftrag. Von diesem Termin wird die Transportzeit abgezogen, um das terminierte Ende des untergeordneten Auftrags zu ermitteln.

Die Sicherheitszeit wird anschließend zum terminierten Ende hinzugefügt, um den Eckendtermin des untergeordneten Auftrags festzulegen.

Hinweis Hinweis

Beachten Sie, daß bei dieser Terminierungsoption der übergeordnete Auftrag über den terminierten Endtermin (und nicht den Eckendtermin) mit dem untergeordneten Auftrag verbunden ist.

Ende des Hinweises

Bestimmung der Ecktermine

Wenn Sie im Materialstammsatz der zu fertigenden Komponente eine Eigenfertigungszeit > 0 Tage vorgegeben haben, wird der ermittelte Eckendtermin immer auf 0:00 Uhr des folgenden Arbeitstages verlegt.

Beispiel Beispiel

Sie wollen ein Druckventil direkt fertigen. In der Auftragsnetzterminierung ermittelt das System, daß der Eckendtermin auf 14:00 am 5. August fällt. Da im Materialstammsatz eine Eigenfertigungszeit von einem Tag vorgegeben ist, wird der Eckendtermin auf 0:00 Uhr am 6. August gesetzt.

Ende des Beispiels.