SAP Enterprise Point-of-Sale 
SAP Enterprise Point-of-Sale (SAP Enterprise POS) unterstützt offene Systeme und bietet Ihnen ein Höchstmaß an Flexibilität. Um dies zu ermöglichen, haben wir für die Entwicklung des Frameworks und der Anwendungskomponenten die J2EE-Technologie (Java 2 Enterprise Edition) verwendet. Darüber hinaus wurden auch weitere offene Standards für die Entwicklung verwendet, wie z.B. XML und JavaPOS. Dadurch handelt es sich bei SAP Enterprise POS um eine plattformunabhängige Anwendung.
SAP Enterprise POS ist auf einige der wesentlichen Geschäftstreiber ausgerichtet, die für Einzelhändler heutzutage von Bedeutung sind. Zu diesen Geschäftstreibern gehören unter anderem Multichannel-Fähigkeit, Einzelbeziehungen zu Kunden, flexible, effiziente und konsistente POI-Lösungen sowie offene Standards und Technologien. SAP Enterprise POS bietet Ihnen eine Reihe geschäftlicher Vorteile. Hierzu zählen unter anderem:
Niedrigere Gesamtbetriebskosten
Effiziente unternehmensübergreifende Integration
Erhöhte Flexibilität und größere Auswahlmöglichkeiten
SAP Enterprise POS enthält folgende Komponenten:
POS Client
Der POS Client ist eine Java-Swing-Anwendung, die verantwortlich ist für die Präsentationslogik und die Integration von Peripheriegeräten. Der POS Client stellt die Benutzungsoberfläche für den Bediener zur Verfügung, enthält aber keine Geschäftslogik.
POS-Server
Der POS-Server ist die Komponente, die die Geschäftslogik für Verkaufs- und Retourentransaktionen enthält. Der POS-Server verfügt über keine Benutzungsoberfläche. Alle Interaktionen mit dem POS-Server werden über den POS Client durchgeführt.
OLC Controller
Der offline-fähige Client Controller enthält weitestgehend die gesamte POS-Server-Geschäftslogik, wird jedoch auf schlanken Middleware-Komponenten ausgeführt. Der OLC Controller stellt dem POS Client die Geschäftslogik für Verkauf und Retouren nur in einer Ausfallsituation zur Verfügung.
POS Manager
Der POS Manager ist eine Browser-basierte Anwendung und stellt die Filialverwaltungs-Funktionalitäten zur Verfügung. Dazu gehören unter anderem Filialreporting, lokale Stammdatenverwaltung, Mitarbeiterverwaltung sowie Bargeld- und Tresorverwaltung.
Centralized Transaction Services
Die Centralized-Transaction-Services-Komponente ist eine SOA-Anwendung, die filialübergreifende Retouren und Reservierungen ermöglicht.
Configurator
Der Configurator ist eine Browser-basierte Anwendung, mit der das Geschäftsverhalten der anderen Komponenten in der SAP-Enterprise-POS-Anwendung eingestellt wird.
Sie können diese Komponenten einrichten, indem Sie verschiedene Topologien verwenden:

Schlüsselattribute:
Kein Filialserver/Filialrechner
Geschäftslogik und operative Daten sind im Data Center in der Zentrale hinterlegt
Offline-fähiger Client auf POS-Geräten in der Filiale installiert (empfohlen)
Zielprofil:
Sehr kleine Filialen (1 oder 2 Kassen)
Zuverlässiges Wide Area Network (WAN) mit geringer Latenz
Backup-WAN empfohlen
Vorteile:
Transaktionsprotokolldaten (TLOG) nie in der Filiale bei normalem Betrieb
Zentraler POS-Server und POS Manager reduzieren Gesamtbetriebskosten (TCO)
POS-Server in der Zentrale steht verschiedenen Filialen zur Verfügung
POS Manager in der Zentrale steht verschiedenen Filialen zur Verfügung
Hinweise:
WAN-Latenz wirkt sich stärker auf den Betrieb aus
Generell höherer WAN-Bandbreitenverbrauch
OLC ist erforderlich für den Fall eines WAN-Ausfalls
Datenverteilung zu OLC verwendet WAN-Bandbreite für jede OLC-Kasse in der Filiale
Mobile POS steht in dieser Topologie nicht zur Verfügung

Schlüsselattribute:
Dezidierter Filialserver
Verarbeitung von POS-Transaktionen erfolgt in der Filiale
Verarbeitung von Backoffice-Prozessen erfolgt in der Zentrale
Zielprofil:
Diese Topologie ist für die meisten Einzelhandelsunternehmen geeignet
Vorteile:
Transaktionsprotokolldaten (TLOG) werden von der Filiale in die Zentrale beinahe in Echtzeit gebucht
Kein Datenbackup in der Filiale erforderlich
Backup-POS-Server in der Zentrale steht verschiedenen Filialen zur Verfügung
POS Manager in der Zentrale steht verschiedenen Filialen zur Verfügung
WAN-Latenz hat geringe Auswirkungen auf den Betrieb
Hinweise:
OLC ist nur erforderlich für den Fall eines LAN-Ausfalls
Backoffice-Funktionen sind während eines WAN-Ausfalls nicht verfügbar
Kritische Filialverwaltungsfunktionen sind am POS verfügbar