ECM-Infrastruktur (ECMI) konfigurieren 
ECM – Enterprise Content Management – steht für Technologien zur Bereitstellung und Verwaltung unstrukturierter Inhalte (z. B. Dokumente) zwecks Unterstützung von Geschäftsprozessen in Unternehmen. Mit der ECM-Infrastruktur (ECMI) können Sie Inhalte aus ECM-Systemen für SAP-Anwendungen verfügbar machen.
Um die ECM-Infrastruktur nutzen zu können, müssen Sie im SAP-System die entsprechenden Funktionseinheiten aktivieren und die erforderlichen Repositories bereitstellen.
Die nachfolgende Grafik veranschaulicht den Aufbau der ECM-Infrastruktur und den Zugriff auf die im ECM-Backendsystem abgelegten Daten über die ECM-Integrationsschicht.

Zugriff auf Daten über die ECM-Integrationsschicht
Ablaufschritt |
Beschreibung |
|---|---|
(1) Erzeugung einer HTTP-Anfrage |
Wenn ein Benutzer ECM-Inhalte einer Anwendung (über den Internet-Browser oder über einen lokalen WebDAV-Client) aufruft, erzeugt das System eine HTTP-Anfrage. |
(2) API-Aufruf |
Die Anwendung ruft die Programmierschnittstelle (API) der ECM-Integrationsschicht auf. Der API-Aufruf kann durch eine HTTP-Anfrage oder durch die Anwendung selbst ausgelöst sein. |
(3) Herstellung der Verbindung zum ECM-Backendsystem |
Für die Anbindung an ein ECM-Backendsystem ist ein Konnektor erforderlich, der die Serviceprovider-Schnittstelle (SPI) der ECM-Integrationsschicht implementiert. Je Konnektor können mehrere Repositories als direkt ansprechbare logische Instanzen angelegt sein. Der Zugang zu den Daten im ECM-Backendsystem erfolgt über ein Repository. SAP liefert standardmäßig einen Konnektor für das SAP-ECM-Backendsystem und ein vorkonfiguriertes Repository aus. |
(4) Zugriff auf die Daten |
Der Benutzer erhält entsprechend seinen Repository-Berechtigungen Zugriff auf die zugehörigen Daten. |
Rufen Sie das Konfigurationstool für Funktionseinheiten auf.
Weitere Informationen: Functional Unit Configuration
Gehen Sie (in der Liste der Funktionseinheiten) wie folgt vor:
Wählen Sie .
Hinweis
Diese Funktionseinheit entspricht der installierten Softwarekomponente ECM CORE COMPONENTS 7.30. Die Softwarekomponente umfasst die Laufzeitkomponenten der ECM-Integrationsschicht sowie deren Programmierschnittstelle (API) und Serviceprovider-Schnittstelle (SPI).
Um die Funktionseinheit nutzen zu können, stellen Sie über die Programmierschnittstelle (API) die Verbindung von Ihrer Anwendung zur ECM-Integrationsschicht her.
Weitere Informationen: SDN (sdn.sap.com), Suchbegriff API documentation of the ECM integration layer
Wählen Sie .
Hinweis
Diese Funktionseinheit entspricht folgenden installierten Softwarekomponenten:
ECM APPLICATIONS 7.30 umfasst den WebDAV-Server. Damit können Sie Inhalte eines ECM-Repositories über einen WebDAV-Client vom Windows-Explorer aus verwalten. Für den WebDAV-Server ist keine Konfiguration erforderlich.
ECM STORE 7.30 umfasst den Konnektor für das SAP ECM-System und ein dafür vorkonfiguriertes Repository.
Verwalten Sie je nach Bedarf die verfügbaren ECM-Repositories und deren Daten mit Hilfe der folgenden Funktionen:
Optional: Legen Sie weitere Repositories als Kopie des von SAP gelieferten Repositories an.
Weitere Informationen: ECM-Repositories als Kopie der SAP-Vorlage bereitstellen
Stellen Sie mit dem von SAP unterstützten WebDAV-Client die Verbindung zu jeweils einem Repository her.
Weitere Informationen: WebDAV-Zugriff auf ein ECM-Repository einrichten
Optional: Legen Sie den Zugang Ihrer Anwendung zu Repositories abweichend von der Standardzuordnung fest.
Weitere Informationen: ECM-Repositoryzuordnung einer Anwendung ändern
Stellen Sie sicher, dass die Datenbestände in den Repositories konsistent sind.
Weitere Informationen: Datenbestand im SAP-ECM-Backendsystem bereinigen
Richten Sie die Verfügbarkeitsprüfung für die ECM-Integrationsschicht ein und überprüfen Sie den Verbindungsstatus der ECM-Integrationsschicht und der verfügbaren Konnektoren.
Weitere Informationen: Verfügbarkeit der ECM-Integrationsschicht (Java) überwachen