Konfigurieren der Stammdaten-Governance für Kunden 
Mit der SAP-Stammdaten-Governance für Kunden (MDGC) können Sie Kundenstammdaten in einem Hub-System verwalten und steuern und sie an verschiedene dezentrale Systeme replizieren. Diese Funktionen sowie unterstützende Funktionen wie die Massendatenübernahme sind in der Business Function Stammdaten-Governance für Kunden enthalten.
Zusätzliche Funktionen für eine dezentrale Kundenstammdaten-Governance werden mit der Business Function Stammdaten-Governance für Kunden im dezentralen System (ERP) ausgeliefert. Diese Business Function ermöglicht Ihnen, vor dem Anlegen oder Ändern von Kundenstammdaten in einem dezentralen System entsprechende Daten im Hub-System zu suchen.
Hinweis
Detaillierte Informationen über das Konfigurieren der Stammdaten-Governance für Kunden im dezentralen System finden Sie unter Konfigurieren der Stammdaten-Governance für Kunden im dezentralen System.
Um MDGC einsetzen zu können, müssen Sie die unten beschriebenen Schritte ausführen.
Business Functions
In der Customizing-Aktivität Business Functions aktivieren (Transaktion SFW5) haben Sie folgende Business Functions aktiviert:
MDGC im Hub-System
MDGC im dezentralen System
Hinweis
Wenn Sie die MDGC-Homepage oder den Business Context Viewer (BCV) verwenden möchten, empfehlen wir, dass Sie folgende Business Functions aktivieren:
/BCV/MAIN
/BCV/MAIN_1
Informationen über den Business Context Viewer finden Sie unter Business Context Viewer (BCV).
Customizing
Hinweis
Sie können alle MDG-spezifischen Customizing-Einstellungen mit der Transaktion MDGIMG aufrufen.
Sie haben folgende Customizing-Aktivitäten für den Geschäftspartner harmonisiert:
GP-Rollen definieren
Die ausgewählten GP-Rollen können in der Customizing-Aktivität GP-Rollentyp für Richtung GP nach Debitor einstellen verwendet werden.
Aktivierungsschalter für Funktionen
Branchensysteme und Branchen pflegen
Die Stammdaten-Governance unterstützt keine Zeitabhängigkeit.
Sie haben den Fehler- und Konfliktbehandler in der Customizing-Aktivität Fehler- und Konfliktbehandler aktivieren aktiviert.
Berechtigungsobjekte
Sie haben die erforderlichen Berechtigungsobjekte und Rollen zugeordnet. Weitere Informationen über Berechtigungsobjekte und Rollen finden Sie unter Kundenstammdaten-Governance (CA-MDG-APP-CUS)
Hinweis
Sie haben in der Transaktion SNRO einen Nummernkreis für das Objekt USMD_CREQ angegeben.
Einrichten des Workflows
Sie haben die allgemeinen Einstellungen zum SAP Business Workflow im Customizing für SAP NetWeaver unter vorgenommen.
Web-Dynpro-Anwendungen
Sie haben die Services für Web-Dynpro-Anwendungen aktiviert. Eine detaillierte Liste der relevanten Services finden Sie unter Zu aktivierende Services für Web-Dynpro-Anwendungen.
Einschränkungen
Die Stammdaten-Governance für Kunden unterstützt weder eine Zeitabhängigkeit von zentralen Daten und Adressverwendungen noch einen Gültigkeitszeitraum für Adressen und Bankverbindungen. Daher kann sie nicht in dezentralen Systemen eingesetzt werden, die für andere Zwecke den SAP-Geschäftspartner und den Kunden mit Zeitabhängigkeit und Gültigkeitszeiträumen einsetzen.
Die Stammdaten-Governance für Kunden ist nicht für Systemlandschaften aktivierbar, in denen ein CRM-One-Client-System als Hub-System verwendet wird.
Hinweis
Vergewissern Sie sich, dass unter kein Eintrag CRM_SERVER vorhanden ist.
Für die Verteilung von Geschäftspartner- und Kundendaten aus einem ERP-System in ein dezentrales CRM-System mit Release-Stand CRM 7.01 und höher sind Services erforderlich.
Die Stammdaten-Governance für Kunden unterstützt nur die Wiederverwendung ausgewählter vorhandener Feldmodifikationskriterien. Zusätzlich wird lediglich die Modifikation von Mussfeldern berücksichtigt. Es ist nicht möglich, Felder auf der Benutzungsoberfläche der Stammdaten-Governance für Kunden zu unterdrücken oder schreibgeschützt anzuzeigen.
Die Einstellungen für diesen Prozess nehmen Sie im Customizing für Anwendungsübergreifende Komponenten unter vor.
Aktivieren des Datenmodells BP (Geschäftspartner)
Hinweis
Wenn Sie die Business Function MDG_ERP_CUSTOMER_1 aktivieren, aktiviert das System das Datenmodell BP. Bevor Sie mit der Systemkonfiguration fortfahren, starten Sie die Transaktion SFW5, und prüfen Sie, ob die Aktivierung fertiggestellt wurde. Hierzu wählen Sie im Menü und markieren den entsprechenden Eintrag.
Prüfen Sie, ob Sie zur Verwaltung Ihrer Kundenstammdaten mit MDGC das von SAP ausgelieferte Datenmodell verwenden können.
Wenn Sie das ausgelieferte Datenmodell erweitern möchten, bearbeiten Sie es im Customizing für Stammdaten-Governance unter und aktivieren es anschließend erneut.
Ordnen Sie einen internen Schlüssel zu.
Um die interne Schlüsselvergabe zu unterstützen, führen Sie im Customizing für Stammdaten-Governance unter die Aktivität Präfixe für interne Schlüsselvergabe festlegen aus.
Beispiel: Wenn Sie neue Einträge mit den nachfolgenden Werte anlegen, erhalten alle temporären IDs das Präfix $ und eine interne fortlaufende Nummer.
Datenmodell = BP, Entitätstyp = ADDRNO => Präfix $ (wobei ADDRNO die Adressnummer ist)
Datenmodell = BP, Entitätstyp = BP_HEADER => Präfix $ (wobei BP_HEADER die Kundennummer ist)
Aktivieren des Business Configuration Sets
Um vordefinierte Änderungsantragstypen zu importieren, führen Sie im Customizing für Stammdaten-Governance unter Stammdaten-Governance für Kunden die Aktivität Vordefinierte Änderungsantragstypen importieren aus.
Hinweis
Wenn Sie die MDGC-Homepage oder den Business Context Viewer (BCV) verwenden möchten, müssen Sie unter das BC-Set MDGAF_BCC aktivieren.
Definieren von Nummernkreisen für Kundenkontengruppen pro Zielsystem
Wenn Sie die Standardeinstellungen so übersteuern möchten, dass bei der Verteilung von Kundenstammdaten in Zielsysteme die Kundennummern im Zielsystem von den entsprechenden Nummern im Hub-System abweichen können, führen Sie im Customizing für Stammdaten-Governance unter Stammdaten-Governance für Kunden die Aktivität Nummernkreise für Kundenkontengruppen pro Zielsystem definieren aus.
Konfigurieren der Änderungsantragseinstellungen
Möglicherweise möchten Sie die Vorschlagswerte für Änderungsanträge entsprechend den Anforderungen Ihres Unternehmens anpassen oder erweitern.
Nachfolgend sind Beispieleinstellungen für einen Standard-Governance-Prozess beschrieben. Weitere Informationen über die einzelnen Customizing-Aktivitäten finden Sie in der zugehörigen Dokumentation.
Prüfen Sie bzw. legen Sie fest, welche Status ein Änderungsantrag haben kann und welche Bearbeitungsoptionen für diese Status unterstützt werden. Bei Bedarf können Sie neue Status hinzufügen. Diese stehen Ihnen dann in den Änderungsantragstypen zur Verfügung, die im nachfolgenden Schritt definiert werden.
Weitere Informationen finden Sie im Customizing für Stammdaten-Governance unter .
Folgende Status werden für den SAP-Standardprozess benötigt:
Statusnummer |
Beschreibung |
Erlaubte Bearbeitung |
|---|---|---|
00 |
Zu evaluieren |
Ändern der Objektliste |
01 |
Inhaltlich zu genehmigen |
Ändern der Objektliste |
02 |
Änderungen durchzuführen |
Durchführen der Änderungen |
03 |
Zu überarbeiten |
Ändern der Objektliste |
04 |
Abschließend zu prüfen |
Keine Bearbeitung |
05 |
Abschließend genehmigt |
Keine Bearbeitung |
06 |
Abschließend abgelehnt |
Keine Bearbeitung |
07 |
Aktivierung fehlerhaft |
Keine Bearbeitung |
08 |
Genehmigt, zu verteilen |
Keine Bearbeitung |
09 |
Abhängige Daten zu bearbeiten/genehmigen |
Durchführen der Änderungen |
10 |
Zu überarbeiten: Änderungen durchzuführen |
Durchführen der Änderungen |
11 |
Fehler nach Aktivierung bearbeiten |
Durchführen der Änderungen |
12 |
Genehmigt, Ansprechpartner zu bearbeiten |
Keine Bearbeitung |
30 |
Mit Änderungen zu prüfen |
Durchführen der Änderungen |
99 |
Kein Status gesetzt |
Keine Bearbeitung |
Vergewissern Sie sich, dass folgende betriebswirtschaftliche Aktivitäten in Ihrem System vorhanden sind:
CUP1 (Kunde anlegen)
CUP2 (Kunde bearbeiten)
CUP3 (Kunde anzeigen)
CUP5 (Kunde sperren / entsperren)
CUP6 (Kunde zum Löschen vormerken)
BPPI (MDG Hub Inbound: Kunde anlegen)
BPPU (MDG Hub Inbound: Kunde bearbeiten)
BPPH (Geschäftspartnerhierarchien bearbeiten)
BPPL (Geschäftspartner-Erstdatenübernahme)
BPPM (Geschäftspartner-Massenpflege)
Vergewissern Sie sich außerdem, dass diese Aktivitäten dem Vorschlagsdatenmodell BP zugeordnet sind. Weitere Informationen finden Sie im Customizing für Stammdaten-Governance unter .
Legen Sie neue Änderungsantragstypen für das Datenmodell BP an, oder validieren Sie nach dem Import über das Business Configuration Set (BC-Set).
Weitere Informationen finden Sie im Customizing für Stammdaten-Governance unter .
Die folgende Tabelle enthält die Änderungsantragstypen für das Datenmodell BP des Kunden-UI. Nur die relevanten Spalten werden aufgeführt.
Typ des Änderungsantrags |
Datenmodell |
Beschreibung |
Einzelobjekt |
Hauptentitätstyp |
Workflow |
|---|---|---|---|---|---|
CUST1P1 |
BP |
Kunde anlegen |
ja |
BP_HEADER |
WS54300003 |
CUST2P1 |
BP |
Kunde bearbeiten |
ja |
BP_HEADER |
WS54300003 |
CUST5P1 |
BP |
Kunde sperren / entsperren |
ja |
BP_HEADER |
WS54300003 |
CUST6P1 |
BP |
Kunde zum Löschen vormerken |
ja |
BP_HEADER |
WS54300003 |
CUSTHI01 |
BP |
Lokale Pflege: Kunde anlegen |
ja |
BP_HEADER |
WS46000023 |
CUSTHI02 |
BP |
Lokale Pflege: Kunde bearbeiten |
ja |
BP_HEADER |
WS46000027 |
BPHP1 |
BP |
Geschäftspartnerhierarchien bearbeiten |
nein |
BP_HEADER |
WS60800095 |
BPLP1 |
BP |
Geschäftspartner-Erstdatenübernahme |
nein |
BP_HEADER |
WS60800095 |
BPMP1 |
BP |
Geschäftspartner-Massenpflege |
nein |
BP_HEADER |
WS60800095 |
Folgende Einstellungen müssen in den Unterstrukturen der Änderungsantragstypen vorhanden sein:
Unterstrukturen der Änderungsantragstypen:
CUST1P1:
Entitätstypen:
ADDRNO: Meldungsausgabe = Standard
BP_HEADER: Meldungsausgabe = Standard
betriebswirtschaftliche Aktivität: CUP1
CUST2P2:
dieselben Entitätstypen wie bei CUST1P1
betriebswirtschaftliche Aktivität: CUP2
CUST5P1:
Entitätstyp: BP_HEADER: Meldungsausgabe = Standard
betriebswirtschaftliche Aktivität: CUP5
CUST6P1:
Entitätstyp: BP_HEADER: Meldungsausgabe = Standard
betriebswirtschaftliche Aktivität: CUP6
CUSTHI01:
dieselben Entitätstypen wie bei CUST1P1
betriebswirtschaftliche Aktivität: BPPI
CUSTHI02
dieselben Entitätstypen wie bei CUST1P1
betriebswirtschaftliche Aktivität: BPPU
Richten Sie die GP-IDoc-Typen für die Verteilung an dezentrale Systeme ein.
Hierfür führen Sie im Customizing für Stammdaten-Governance unter Stammdaten-Governance für Geschäftspartner die Aktivität GP-IDoc-Typen für Verteilung an dezentrale Systeme einrichten aus.
Importieren Sie die vordefinierten Feldmodifikationskriterien für die Transaktion BP über MDGS und MDGC.
Hierfür führen Sie im Customizing für Stammdaten-Governance unter Stammdaten-Governance für Geschäftspartner die Aktivität Vordefinierte Feldmodifikationskriterien für Transaktion BP über MDGS und MDGC importieren aus.
Optional können Sie Prioritäten, Gründe und Ablehnungsgründe für Änderungsanträge definieren. Sie können Codes und eine Kurzbeschreibung eingeben, um Ihre Änderungsanträge zu kennzeichnen oder zu klassifizieren. Die Codes können später für die Änderungsantragsanalyse (Prozessqualitätsanalyse) sowie zur Beeinflussung Workflow-gesteuerter Prozesse eingesetzt werden. Beispielsweise können Sie einen Änderungsantrag je nach seiner Priorität für die Sonderbearbeitung vormerken.
Weitere Informationen finden Sie im Customizing für Stammdaten-Governance unter .
Einrichten des Workflows
Dieser Abschnitt beschreibt, welche Customizing-Einstellungen Sie vornehmen müssen, damit der Workflow für den Genehmigungsprozess in MDGC ablaufen kann.
Sie nehmen die Einstellungen zum Workflow im Customizing für Stammdaten-Governance unter vor.
Aktivieren der Typkopplung
Hierzu führen Sie im Customizing für Stammdaten-Governance unter die Aktivität Typkopplung aktivieren aus.
Vergewissern Sie sich, dass der Objekttyp BUS2250 folgende Einstellungen hat:
Ereignis: CREATED
Verbrauchertyp: (leer)
Typkopplung aktiv: ja
Ereignis-Queue ermöglichen: deaktiviert
Die Typkopplung darf für keine der anderen Verbrauchertypen von Objekttyp BUS2250 und Ereignis CREATED aktiv sein. Dieser Verbrauchertyp wird über den Verbrauchertyp-Funktionsbaustein USMD_WF_RECEIVER_TYPE definiert.
Hinweis
Um den Verbrauchertyp-Funktionsbaustein einzugeben oder die Einstellungen zu ändern, markieren Sie die entsprechende Tabellenzeile und wählen .
Konfigurieren der Workflow-Aufgaben
Hierfür führen Sie im Customizing für Stammdaten-Governance unter die Aktivität Workflow-Aufgaben konfigurieren aus.
Wählen Sie Bearbeiter zuordnen bei der Anwendungskomponente CA-MDG-AF.
Setzen Sie alle Aufgaben, die keine Hintergrundaufgaben sind (Hintergrundaufgaben sind erkennbar durch TS* in der ID), auf Generelle Aufgabe. Wählen Sie hierzu die Aufgabe aus, und klicken Sie auf Eigenschaften. Wählen Sie anschließend Generelle Aufgabe. Im Bereich von MDGC müssen Sie dies für die Aktivitäten Änderungsantrag genehmigen (TS75707980) und Änderungsantrag überarbeiten (TS75707981) vornehmen.
Wiederholen Sie diese Vorgehensweise für alle Nicht-Hintergrundaktivitäten innerhalb der Anwendungskomponente CA-MDG-APP-BP - zumindest für TS60808007 (Änderungsantrag bearbeiten), TS60808004 (Änderungsantrag genehmigen) und 60807991 (MDGS Ansprechpartner bearbeiten).
Prüfen der Workflow-Schrittnummern
Um die Workflow-Schrittnummern für die Workflows festzulegen, die Ihren Änderungsantragstypen zugeordnet sind (wobei Letzere wiederum einem Bearbeiter zugeordnet werden), führen Sie im Customizing für Stammdaten-Governance unter die Aktivität Workflow-Schrittnummern definieren aus.
Wenn Sie die Änderungsantragstypen verwenden, die für MDGC ausgeliefert werden, stehen Ihnen die folgenden Workflow-Schritte zur Verfügung:
WS54300003: Schritte 00–03
WS46000023: Schritte 00–05
WS46000027: Schritte 00–04
WS60800095: Schritte 00–05
Ordnen Sie den Workflow-Schritten Bearbeiter zu.
Legen Sie mit der Transaktion PPOCW eine Organisationseinheit an. Ordnen Sie dieser Organisationseinheit alle Bearbeiter der Workflow-Schritte zu.
Um die Workflow-Schrittnummern zu definieren, führen Sie im Customizing für Stammdaten-Governance unter die Aktivität Workflow-Schrittnummern definieren aus.
Um die Objekt-ID der Organisationseinheiten der Workflow-Schrittnummer zuzuordnen, führen Sie im Customizing für Stammdaten-Governance unter die Aktivität Bearbeiter zu Workflow-Schrittnummer zuordnen (einfacher Workflow) aus.
Einrichten des Geschäftspartners
Sie richten das Geschäftspartner-Customizing ein und prüfen Nummernkreise und Gruppierungen. Alle anderen Einstellungen werden entweder für die Stammdaten-Governance nicht benötigt oder mit Vorschlagswerten ausgeliefert.
Informationen zu den erforderlichen Einstellungen für den SAP-Geschäftspartner finden Sie im Customizing für Stammdaten-Governance unter .
Einrichten des Debitors
Sie richten das Customizing für den Debitorenstamm ein bzw. prüfen es. In der Regel wurde dies bereits im selben System (Mandant) oder in einem Referenzsystem (-mandant) vorgenommen.
Wenn Sie den Debitorenstamm einrichten müssen, führen Sie im Customizing für Stammdaten-Governance unter die Aktivität Debitorenstamm für Stammdaten-Governance für Kunden einrichten aus.
Einrichten der Integration von Debitoren und Kreditoren für MDGC
Sie nehmen die Einstellungen für die Integration von Debitoren und Kreditoren (CVI) im Customizing für Stammdaten-Governance unter vor.
Replizieren der Daten
Zum Replizieren der Stammdaten aus dem Stammdaten-Governance-Hub an die angeschlossenen Systeme und Mandanten können Sie die serviceorientierte Architektur (SOA) oder das Application Link Enabling (ALE) verwenden.
Datenreplikation über serviceorientierte Architektur (SOA)
Anstelle von ALE können Sie auch SOA für die Datenreplikation verwenden. Die zu konfigurierenden Service-Interfaces und Servicegruppen finden Sie in der Transaktion SOAMANAGER (SOA Manager).
Ausführliche Informationen über die Konfiguration des SOA-Managers (Transaktion SOAMANAGER) für MDG finden Sie unter SOA-Manager für Stammdaten-Governance konfigurieren.
Informationen darüber, welche Schritte Sie in der Transaktion SOAMANAGER ausführen müssen, um eine Web-Service-basierte Kommunikation zu konfigurieren, finden Sie unter Consumer-Proxy konfigurieren.
Konfigurieren Sie folgende Services:
Hinweis
Servicedefinitionen und Servicegruppen, die Sie zusätzlich konfigurieren müssen, wenn MDGC auf einem dezentralen System ausgeführt werden soll, werden in Klammern aufgeführt.
Für die Nachrichteneingangsverarbeitung in den dezentralen Stammdatensystemen konfigurieren Sie folgende Services:
BusinessPartnerSUITEBulkReplicateRequest_In
BusinessPartnerRelationshipSUITEBulkReplicateRequest_In
[BusinessPartnerSUITEBulkReplicateConfirmation_In]
[BusinessPartnerRelationshipSUITEBulkReplicateConfirmation_In]
Konfigurieren Sie folgende Servicegruppen:
MDG_BS_SUPPLIERREPLICATECONF
[MDG_BS_SUPPLIERREPLICATEREQ]
Für die Nachrichteneingangsverarbeitung im Stammdaten-Serversystem konfigurieren Sie folgende Services:
BusinessPartnerSUITEBulkReplicateConfirmation_In
BusinessPartnerRelationshipSUITEBulkReplicateConfirmation_In
[BusinessPartnerSUITEBulkReplicateRequest_In]
[BusinessPartnerRelationshipSUITEBulkReplicateRequest_In]
Konfigurieren Sie folgende Servicegruppen: .
MDG_BS_SUPPLIERREPLICATEREQ
[MDG_BS_SUPPLIERREPLICATECONF]
Definieren Sie in DRF ein Replikationsmodell für die Ausgangsimplementierung 986_3 wie oben beschrieben.
Datenreplikation für Kundenstamm über ALE
Einrichten der RFC-Verbindungen (in beiden Richtungen: Hub-System zu dezentralem System und dezentrales System zu Hub-System, jeweils für ADRMAS und DEBMAS)
Einrichten der RFC-Verbindung: Führen Sie die Transaktion SM59 (Konfiguration der RFC-Verbindungen) aus, und machen Sie die erforderlichen Angaben zu den Berechtigungen.
Definieren Sie im Customizing für SAP NetWeaver unter ein logisches System. Geben Sie alle Zielsysteme / dezentralen Systeme als logische Systeme ein.
Anlegen des globalen Buchungskreises für Application Link Enabling (ALE)
Hierzu führen Sie im Customizing für SAP NetWeaver unter die Aktivität Globale Buchungskreise einrichten aus. Legen Sie globale Buchungskreise an, und geben Sie alle Zielsysteme/Mandanten als logische Systeme ein.
Anlegen des Verteilungsmodells in SAP ERP (Outbound) für die Verteilung des Kundenstamms über ADRMAS und DEBMAS
Rufen Sie im Customizing für SAP NetWeaver unter die Aktivität Verteilungsmodell pflegen und Sichten verteilen aus. Alternativ können Sie die Transaktion BD64 (Verteilungsmodell anzeigen) verwenden.
Legen Sie ein neues Modell im Änderungsmodus an. Wählen Sie hierzu die Drucktaste Modellsicht anlegen. Geben Sie einen Kurztext und einen technischen Namen ein.
Wählen Sie für das neu angelegte Modell die Drucktaste Nachrichtentyp einfügen.
Geben Sie in den Feldern Sender und Empfänger die Namen des logischen Quellsystems und des logischen Zielsystems ein, und wählen Sie den Nachrichtentyp DEBMAS.
Wählen Sie für das neu angelegte Modell die Drucktaste BAPI einfügen.
Geben Sie erneut das logische Quellsystem und das logische Zielsystem ein. Geben Sie AddressOrg im Feld Objektname/Interface und SaveReplica im Feld Methode ein.
Hinweis
Alternativ zum Kundenstamm (über ADRMAS und CREMAS) können Sie auch den Geschäftspartner replizieren.
Zur Bearbeitung des Verteilungsmodells in einem ERP-System (Inbound) wiederholen Sie die Schritte 1 bis 4 in Ihrem SAP-CRM-System. Bei der Replikation von Geschäftspartnerdaten an ein SAP-CRM-System oder ein SAP-ERP-System über den SAP-Geschäftspartner (hauptsächlich Branchenlösungen wie Banking, Versicherungen oder Versorgungsindustrie) verwenden Sie die Geschäftspartner-Nachrichtentypen BUPA_INBOUND_MAIN_SAVE_M und BUPA_INBOUND_REL_SAVE_M für die ALE-Verteilung.
Anlegen des Partnerprofils
Führen Sie die Transaktion SALE aus, und wählen Sie . Alternativ können Sie die Transaktion BD82 (Partnervereinbarung generieren) ausführen.
Wählen Sie das neu angelegte Modell aus, und geben Sie im Feld Partnersystem das logische Zielsystem an.
Geben Sie den ALE-Benutzer und die folgenden Werte in den entsprechenden Feldern ein, und wählen Sie Ausführen.
Feld |
Wert |
|---|---|
Version |
3 |
Paketgröße |
100 |
Ausgabemodus |
IDoc sofort übergeben |
Eingangsparameter: Verarbeitung |
Anstoß sofort |
Um Ihre Einstellungen zu prüfen, rufen Sie die Transaktion WE20 auf und wählen dann im Menü Partnervereinbarungen die Option Partnerart LS. Vergewissern Sie sich, dass Partnerart LS das logische Zielsystem ist.
Im Detailbild erscheinen die ausgewählten Nachrichtentypen ADRMAS und DEBMAS als Ausgangsparameter.
Optionaler Schritt: Verwenden von Intermediate-Document-Nachrichten (IDoc-Nachrichten)
Bei der Replikation von Geschäftspartnerdaten an ein SAP-CRM- oder -ERP-System über den SAP-Geschäftspartner verwenden Sie die Geschäftspartner-Nachrichtentypen BUPA_INBOUND_MAIN_SAVE_M und BUPA_INBOUND_REL_SAVE_M für die ALE-Verteilung.
Verteilen der Modellsicht an das Empfängersystem
Führen Sie die Transaktion SALE aus, und wählen Sie . Alternativ können Sie die Transaktion BD64 verwenden.
Wählen Sie das neue Modell aus, und wählen Sie .
Vergewissern Sie sich, dass das korrekte Empfängersystem markiert ist, und wählen Sie Enter.
Vergewissern Sie sich im Empfängersystem, dass die Modellsicht angelegt wurde.
Führen Sie die Transaktion SALE aus, und wählen Sie . Alternativ können Sie die Transaktion BD82 verwenden.
Wählen Sie das verteilte Modell und das Partnersystem.
Geben Sie den ALE-Benutzer und die folgenden Werte in den entsprechenden Feldern ein, und wählen Sie Ausführen.
Feld |
Wert |
|---|---|
Version |
3 |
Paketgröße |
100 |
Ausgabemodus |
IDoc sofort übergeben |
Eingangs parameter: Verarbeitung |
Anstoß sofort |
Um Ihre Einstellungen zu prüfen, führen Sie die Transaktion WE20 aus und wählen im Menü Partnervereinbarungen die Option Partnerart LS. Vergewissern Sie sich, dass Partnerart LS das logische Zielsystem ist.
Im Detailbild erscheinen die ausgewählten Nachrichtentypen ADRMAS und DEBMAS als Eingangsparameter.
ALE-Replikation über das Data Replication Framework (DRF)
Voraussetzung: Die empfangenden Systeme / dezentralen System sind im System Landscape Directory (SLD) definiert. Weitere Informationen finden Sie im Customizing für Stammdaten-Governance unter .
Nehmen Sie die technischen Einstellungen für die Business-Systeme unter vor.
Legen Sie hierfür über Neue Einträge ein neues Business-System an, und geben Sie das logische System für die empfangenden Systeme an.
Markieren Sie das Business-System, wählen Sie Business-Systeme und Business-Objekte definieren, und geben Sie den Business-Objekttyp Business-Objekttyp (BO-Typ) 159 (Kunde) ein.
Markieren Sie den Business-Objekttyp 159 (Kunde), wählen Sie die Sicht Business-Systeme, BOs und KommKanäle definieren geben Sie den Kommunikationskanal Replikation über IDoc ein, und geben Sie einen Wert im Feld Schlüsselharm. ein.
Hinweis
Wenn Sie Harmonisierte IDs (kein Schlüssel-Mapping) für Schlüsselharm. eingeben, müssen Sie den ALE-Eingang verwenden. Es ist nicht möglich, Daten über MDG DIF zu importieren.
Vergewissern Sie sich, dass unter in der Zeile 986_5 (MDG-Debitor ALE) das Kennzeichen Unt.SchlHa (Schlüsselharmonisierung unterstützen) gesetzt ist.
Definieren Sie das Replikationsmodell (Kreditorenreplikation) unter .
Legen Sie über Neue Einträge ein neues Replikationsmodell an.
Markieren Sie die Zeile, und wählen Sie Outbound-Implementierung zuordnen. Legen Sie einen neuen Eintrag an, und geben Sie folgende Werte ein:
Outb.-Implementierung: 986_5 ( MDG-Debitor über ALE)
Kommunikationskanal: Replikation über IDoc
Filterzeitpunkt: 2 (nach Änderungsanalyse filtern)
Markieren Sie die Zeile, und wählen Sie Zielsysteme f. ReplModell/Outb.-Impl. zuordnen. Legen Sie einen neuen Eintrag an, und geben Sie den Namen des Business-Systems für das empfangende System ein, das Sie im vorigen Schritt angelegt haben.
Wählen Sie Ausgangsparameter zuordnen. Legen Sie einen neuen Eintrag an, geben Sie die nachfolgenden Werte ein, und sichern Sie:
Ausgangsparameter: PACK_SIZE_BULK
Ausgangsparameterwert: 100 (Beispielwert)
Kehren Sie zur View Replikationsmodell definieren zurück. Optional können Sie auch eine Verfallszeit für das Protokoll hinzufügen.
Markieren Sie das neu angelegte Replikationsmodell, und wählen Sie Aktivieren.
Weitere Informationen finden Sie im Customizing für Stammdaten-Governance unter .
Alternativ – falls Sie mit den Nachrichtentypen BUPA_INBOUND_MAIN_SAVE_M und BUPA_INBOUND_REL_SAVE_M – arbeiten, führen Sie folgende Schritte aus:
Verwenden Sie die Outbound-Implementierung 986_1.
Für die ALE-Verteilung mit Geschäftspartner-IDocs führen Sie die obige Vorgehensweise über die Outbound-Implementierung 986_1 aus.
Definieren Sie Filterkriterien.
Wenn verschiedene Geschäftspartner an Empfängersysteme gesendet werden, gehen Sie wie folgt vor:
Wählen Sie Ihr Replikationsmodell und dann Anlegen.
Geben Sie Filterwerte ein, um festzulegen, welche Geschäftspartner verteilt werden sollen und welche nicht – beispielsweise aufgrund von Nummernkreiseinstellungen für das Anlegen von Geschäftspartnern.
Wählen Sie im SAP NetWeaver Portal oder im SAP NetWeaver Business Client .
Aktivieren der Überwachung der IDoc-Rückmeldung (ALE-Audit)
Im Hub-System: Rufen Sie die Transaktion BD64 auf, um ein Verteilungsmodell anzulegen, und definieren Sie die Richtung vom dezentralen MDG-System zum MDG-Hub.
Weiteren Informationen über die Verteilungsmodelle finden Sie unter Verteilungsmodell.
Rufen Sie die Transaktion WE20 auf, und navigieren Sie zu der Partnervereinbarung für das dezentrale System.
Geben Sie folgende Eingangsparameter ein, und ändern Sie keine sonstigen Daten:
Nachrichtentyp: ALEAUD
Vorgangscode: AUD2
Replizieren Sie das Verteilungsmodell an das Zielsystem.
Im dezentralen System: Um eine Partnervereinbarung zu generieren, rufen Sie die Transaktion SALE auf, und wählen Sie . Wählen Sie anschließend .
Rufen Sie die Transaktion WE20 auf, navigieren Sie zu der Partnervereinbarung, und geben Sie den Ausgangsparameter ALEAUD ein.
Um die Replikation von Audit-Dokumenten zu konfigurieren, rufen Sie die Transaktion SALE auf, und wählen Sie .
Sie können einstellen, dass der Report RBDSTATE regelmäßig als Hintergrundjob ausgeführt wird.
Definieren des Werte-Mappings
Falls erforderlich, können Sie ein Werte-Mapping für Elemente wie den Geschäftspartnerbeziehungs-Rollencode im Customizing für Stammdaten-Governance unter definieren.
Über die Transaktion SM31 (Aufruf Viewpflege analog SM30) können Sie in Tabelle MDGV_ELEMENT die Felder des Kundenstammsatzes anzeigen, für die ein Werte-Mapping definiert werden kann.
Definieren des Schlüssel-Mappings
Wenn Sie mit mehreren verbundenen Systemen arbeiten und die Kundenschlüssel während der Erstdatenübernahme nicht konsolidiert haben, ist ggf. ein Schlüssel-Mapping erforderlich. Sie können die systemspezifischen Mappings für den Schlüsselwert des Kunden im Customizing für Stammdaten-Governance unter definieren.
Aktivieren des Fehler- und Konfliktbehandlers
Führen Sie die entsprechende Aktivität im Customizing für Anwendungsübergreifende Komponenten unter aus.
Einrichten der Integration von Debitoren und Kreditoren für MDGC
Hierfür führen Sie im Customizing für Stammdaten-Governance für Kunden unter Integration mit Debitorenstamm in ERP die Aktivität Debitorenstamm für Stammdaten-Governance für Kunden einrichten aus.
Datenqualitätsservices
Um die Suche und die Dublettenprüfung zu konfigurieren, führen Sie die Customizing-Aktivitäten unter aus.
Sie können die SAP-Stammdaten-Governance mit Datenqualitätssicherungslösungen (z.B. SAP BusinessObjects Data Quality Management) integrieren. Diese Lösungen umfassen Funktion wie Adressvalidierung, Dublettenprüfung und Datenanreicherung.
Beim Anlegen von neuen Stammdatensätzen (z.B. Geschäftspartner) können Sie mittels der Web-Dynpro-Anwendung MDG_ADDR_CHECK_TEST prüfen, ob die eingegebene Adresse gültig und vollständig ist. Diese Funktion unterstützt Sie beim Aufdecken etwaiger Inkonsistenzen. Außerdem hilft sie Ihnen durch standardisierte Adressdaten (Länder- und Regionalkennzeichen, Postleitzahlen, Straßennamen und Hausnummern), Ihre Stammdatensätze zu vervollständigen und deren Qualität zu steigern.
Alternativ können Sie externe Lösungen für z.B. Datenbankaktualisierung, Adressänderungsdienst, Adressanreicherung oder Datenbereinigung integrieren.
Weitere Informationen finden Sie unter Validierung und Anreicherung.
Weitere Informationen über die Datenqualität finden Sie in der SAP-Bibliothek für SAP BusinessObjects im SAP Help Portal unter http://help.sap.com .
Einrichten der Embedded Search
Voraussetzungen:
Vor der Aktivierung des Stammdatenobjekts für die Embedded Search haben Sie in Ihrem System TREX eingerichtet und für die Embedded Search konfiguriert.
Informationen über das Einrichten von TREX finden Sie unter Verbindung zwischen Embedded Search und TREX herstellen.
Sie sind berechtigt, auf das Connector Administration Cockpit (Transaktion ESH_COCKPIT) zuzugreifen.
Vorgehensweise:
Sobald TREX konfiguriert ist, führen Sie die unten aufgeführten Schritte auf, um das Stammdatenobjekt für die Embedded Search zu aktivieren.
Hinweis
Das Template für Suchobjekt-Konnektor Business Partner/Supplier (MDG_BUSINESS_PARTNER) enthält Informationen über Entitäten und Attribute und über die im Datenmodell definierten Beziehungen zwischen Entitäten.
Definieren Sie im Customizing für Stammdaten-Governance unter folgendem Pfad eine Beziehung zwischen dem Object Type Code (OTC) und dem Template für Suchobjekt-Konnektor: .
Konfigurieren Sie den Suchobjekt-Konnektor mit der Transaktion ESH_COCKPIT. Weitere Informationen finden Sie unter Administrations-Cockpit.
Legen Sie einen Suchobjekt-Konnektor für das entsprechende Embedded-Search-Template (MDG_BUSINESS_PARTNER) an.
Anschließend können Sie eine Datenerstextraktion für den Konnektor durchführen, indem Sie wählen. Hierdurch werden Daten aus allen Datenbanktabellen ausgewählt, die für das Stammdatenobjekt relevant sind.
Aufgrund von Datenänderungen nach der Erstextraktion muss der Embedded-Suchindex möglicherweise aktualisiert werden. Um diese Option einzustellen, wählen Sie und dann Indizierung in Echtzeit.
Weitere Informationen über das Konfigurieren der Embedded Search finden Sie im Konfigurationsleitfaden.
Wählen der UI-Umgebung für die SAP-Stammdaten-Governance
Sie können die SAP-Stammdaten-Governance in den folgenden Umgebungen betreiben:
SAP NetWeaver Portal
SAP NetWeaver Business Client
SAP NetWeaver Portal
Der SAP-NetWeaver-Portal-Content für MDGC ist Teil der Standardauslieferung der SAP Business Suite und wird mit dem SAP-Erweiterungspaket 6 für SAP ERP 6.0 und der Softwarekomponente BP ERP MDGC 1.61 ausgeliefert. Sie müssen folgende Business Packages mit dem Java Support Package Manager (JSPM) in Ihrem SAP NetWeaver Portal implementieren.
Business Package for Common Parts 1.61 (BPERP5COM)
Business Package Technical Information 1.61 (BPERP_TECINF)
Business Package for Financial MDM 1.61 (BPERPFINMDM)
Business Package Master Data Governance for Customer 1.61 (BPERPMDGC)
Der Portalalias SAP_FMDM ist erforderlich.
Single Sign-On zwischen dem SAP NetWeaver Portal und dem SAP_FMDM-System muss konfiguriert werden.
Nachdem diese Business Packages aktiviert sind, müssen Sie die Rolle Kundenstammdatenmanager folgendermaßen im Portal zuordnen und personalisieren:
Melden Sie sich am SAP NetWeaver Portal an.
Wählen Sie Delegierte Benutzeradministration.
Geben Sie Sie Ihre Benutzer-ID ein, und wählen Sie die Drucktaste Start.
Markieren Sie die Zeile Ihres Benutzers (der Detailbereich erscheint), und wählen Sie Ändern.
Wählen Sie die Registerkarte Zugeordnete Rollen.
Geben Sie kunde als Suchkriterium ein (wichtig).
Markieren Sie die Rolle Kundenstammdatenmanager.
Wählen Sie Hinzufügen (die Rolle erscheint jetzt auf der rechten Seite) und dann Sichern.
Für MDGC sind die folgenden Berechtigungsrollen verfügbar:
Hinweis
Nachdem Sie die Benutzerrolle zugeordnet haben, müssen Sie sich am Portal ab- und wieder anmelden.
Hinweis
Den Benutzern, die die Workitems in UWL-iViews sehen sollen, müssen Sie das Berechtigungsobjekt S_RFC mit der Aktivität 16 zuordnen.
SAP NetWeaver Business Client
Wenn Sie die SAP-Stammdaten-Governance auf dem SAP NetWeaver Business Client (d.h. nicht auf dem SAP NetWeaver Portal) ausführen, müssen Sie die Erstellung, Definition oder Konfiguration der Rolle für den Business Client im SAP-ERP-System vornehmen. Führen Sie hierzu folgende Schritte im SAP-ERP-System aus:
Wählen Sie vom Bild SAP Easy Access aus , und wählen Sie eine der oben aufgeführten Rollen. Alternativ können Sie die Transaktion PFCG (Pflege von Rollen) verwenden. Folgende Rollen werden ausgeliefert:
Durch die Zuordnung dieser Rollen stellen Sie sicher, dass die erforderlichen Schritte ohne das SAP NetWeaver Portal gestartet werden können.
Ordnen Sie Ihren Benutzern die gewünschten Rollen zu. In der Rolle bearbeiten Sie auf der Registerkarte Personalisierung den Personalisierungsschlüssel SAP Master Data Governance (R_FMDM_MODEL): Definieren Sie das Standardmodell (BP) und die zugehörige UI-Konfiguration.
Prüfen Sie die Einstellung der Berechtigungsobjekte innerhalb der Rollen, und schränken Sie sie gegebenenfalls ein.
Wählen Sie vom Bild SAP Easy Access aus .
Rufen Sie die Transaktion SU01 (Benutzerpflege) auf, und ordnen Sie die Rolle oder den Namen der für die Anwendung kopierten Rolle dem MDGC-Benutzer zu.
Datenübernahme von Kundenstammdaten
Per Datenübernahme können Sie Stammdaten zwischen verschiedenen Systemen transportieren. Bei diesen Systemen kann es sich um dezentrale Systeme oder um Ihr Hauptsystem für die Stammdaten-Governance handeln.
Wenn MDGC in einem produktiven ERP-System eingesetzt wird, ist keine Erstdatenübernahme erforderlich.
Wenn MDGC in einem eigenständigen ERP-System eingesetzt wird, müssen Kundendaten, die nicht im ERP-Hub-System vorhanden sind, aus einer der folgenden Quellen geladen werden:
aus einem anderen ERP-System
aus einem CRM-System
aus einem SRM-System
aus einem Fremdsystem
Datenexport aus einem Quellsystem
Um Kundenstammdaten zu exportieren, können Sie z.B. den Service Stammdaten exportieren (EHP6) verwenden. Alternativ können Sie XML-Dateien im IDoc-Format exportieren. In diesem Fall müssen Sie das logische System für IDoc-XML konfigurieren. Führen Sie hierfür folgende Schritte aus:
XML-Datei-Port anlegen
Zum Anlegen eines XML-Datei-Ports für die IDoc-Verarbeitung verwenden Sie die Transaktion WE21. Stellen Sie sicher, dass Sie von Ihrem lokalen System aus Netzwerkzugriff auf das Verzeichnis im XML-Datei-Port haben. Geben Sie den Portnamen, die Beschreibung und das physische Verzeichnis ein. Geben Sie den Funktionsbaustein EDI_PATH_CREATE_CLIENT_DOCNUM ein. Gebem Sie auf der Registerkarte Ausgang: Triggern die RFC-Verbindung LOCAL_EXEC ein.
Logisches System anlegen
Starten Sie die Transaktion SALE, und wählen Sie .
Verteilungsmodell pflegen
Starten Sie die Transaktion SALE, und wählen Sie . Alternativ können Sie die Transaktion BD64 verwenden.
Wechseln Sie in den Bearbeitungsmodus, und wählen Sie zum Anlegen eines neuen Eintrags Modellsicht anlegen. Geben Sie einen Kurztext und einen technischen Identifikator ein.
Wählen Sie für das neu angelegte Modell Nachrichtentyp einfügen. Geben Sie einen logischen Namen für das Quellsystem und das Zielsystem ein, und wählen Sie die Nachrichtentypen ADRMAS und DEBMAS.
Partnervereinbarung anlegen
Führen Sie die Transaktion SALE aus, und wählen Sie . Alternativ können Sie die Transaktion BD82 verwenden.
Wählen Sie das neu angelegte Modell unter Verwendung der Eingabehilfe und anschließend das logische Zielsystem.
Geben Sie den berechtigten Benutzer und folgende Werte ein:
Version: 3
Paketgröße: 100
Ausgabemodus: Sofort übergeben
Eingangsparameter Verarbeitung: Sofort
Wählen Sie Ausführen. Den hierbei auftretenden Portfehler können Sie ignorieren.
Einstellungen in Transaktion WE20 vornehmen:
Öffnen Sie die Mappe Partnerart LS, und wählen Sie die vorher von Ihnen angelegte Partnervereinbarung.
Aktualisieren Sie die Nachrichtentypen ADRMAS und DEBMAS im Abschnitt Ausgangsparameter. Der Empfängerport ist der XML-Dateiport aus dem oben beschriebenen Schritt. Geben Sie im Feld Basistyp ADRMAS02 für ADRMAS und DEBMAS06 für DEBMAS ein.
IDoc-XML testweise anlegen
Generieren Sie in der Transaktion BD10 das IDoc-XML für den Kunden.
Prüfen Sie die neu generierten IDocs mit der Transaktion WE02 oder BD87. Sie können den Empfängerport im Feld Partnerport als Filterkriterium verwenden.
Verwenden Sie die Transaktion AL11 zum Auffinden der XML-Dateien im Verzeichnis Ihres XML-Ports.
Wenn Sie die Datei in das lokale Verzeichnis zu Analysezwecken herunterladen wollen, verwenden Sie die Transaktion CG3Y.
Datenbereinigung in SAP NetWeaver MDM
Als optionalen Schritt können Sie eine Datenbereinigung (Vergleich, Zusammenführung, Prüfung und Anreicherung von Daten) mit SAP NetWeaver MDM durchführen. Die Dateien aus dem Datenextraktionsprozess müssen zunächst konvertiert werden und können dann nach SAP NetWeaver MDM importiert werden.
Nach den Datenbereinigungsschritten können die Kundendaten erneut extrahiert und dann in den MDG-Hub importiert werden. Zusammen mit den Kundendaten können Sie zusätzliche Schlüssel- und Werte-Mapping-Informationen anlegen und hochladen.
Um die Daten für die Verarbeitung in NetWeaver MDM zu konvertieren, können Sie die Web-Dynpro-Anwendung MDG_TRANSFORMER_FPM_CMP verwenden. Diese Anwendung können Sie im Portal unter aufrufen.
Legen Sie mit der Transaktion FILE das logische Verzeichnis MDG_TRANS_SOURCE an, um den Dateikonverter verwenden zu können.
Dateiimport ins Zielsystem (MDG-Hub)
Wenn Sie Parallelverarbeitung für den Datenimport verwenden möchten, empfehlen wir, dass Sie Ihre Präfixe für die Queue-Namen im QIN Scheduler registrieren, damit sie automatisch hinzugefügt werden und nicht jedesmal manuell aktiviert werden müssen. Zur Registrierung des Queue-Namens gehen Sie wie folgt vor:
Starten Sie die Transaktion SMQ2.
Wählen Sie die Drucktaste Ausführen. Die Liste der aktuellen Queues wird angezeigt.
Wählen Sie .
Wählen Sie die Drucktaste Registrierung.
Geben Sie im Feld Queue-Name das Präfix für Ihre Queues ein. Fügen Sie einen Asterisken nach dem Namen hinzu, damit Sie beim Einplanen des Exports oder Imports zusätzlich zum Präfix noch Text eingeben können. Geben Sie bei Bedarf weitere Details ein.
Wähen Sie OK.
Ihre neue Queue ist registriert und wird automatisch ausgeführt.
Die IDoc-XML-Dateien enthalten folgende Felder im Kopfteil:
Feldname |
Feldbezeichnung |
Wert |
|---|---|---|
SNDPRT |
Partnerart |
LS |
SNDPRN |
Absenderpartnernummer |
unten in Schritt 3 definiert |
SNDPOR |
Absenderport |
unten in Schritt 1 definiert |
RCVPRT |
Partnerart |
LS |
RCVPRN |
Empfängerpartnernummer |
unten in Schritt 3 definiert |
RCVPOR |
Empfängerport |
unten in Schritt 1 definiert |
Um IDoc-XML-Dateien importieren zu können, müssen Sie zunächst folgende Einstellungen vornehmen:
Legen Sie mit der Transaktion IDX1 zwei Ports im IDoc-Adapter an (einen zum Senden und einen zum Empfangen). Geben Sie den Port, den Mandanten, die Beschreibung und die RFC-Destination für jeden Port ein. Beide Ports müssen die RFC-Destinationen des MDG-Hub haben. Prüfen Sie, ob die Namen zu den Portnamen in Ihrer IDoc-XML-Datei für SNDPOR und RCVPOR passen; Details finden Sie in der obigen Tabelle.
Geben Sie in Transaktion WE21 den empfangenden XML-Port, und verwenden Sie denselben Namen wie im oben beschriebenen Schritt 1. Geben Sie den Portnamen im Ordner XML-Datei ein sowie eine Beschreibung und ein physisches Verzeichnis. Geben Sie im Feld Funktionsbaustein EDI_PATH_CREATE_CLIENT_DOCNUM ein. Geben Sie auf der Registerkarte Ausgang:Triggern im Feld RFC-Destination LOCAL_EXEC ein.
Geben Sie in der Transaktion BD54 die Absender- und Empfängerpartnernummern als logische Systemnamen ein.
Legen Sie mit der Transaktion FILE den logischen Dateinamen an. Geben Sie eine logische Datei und eine Bezeichnung ein. Geben Sie im Feld phys. Pfad den Wert <PARAM_1> ein. Geben Sie im Feld Datenfomat den Wert BIN ein. Geben Sie im Feld Arbeitsgebiet den Wert CA ein. Geben Sie im Feld Logischer Pfad den logischen Dateipfad an.
Vergewissern Sie sich mit der Transaktion AL11, dass die IDoc-XML-Dateien in dem logischen Pfad abgelegt sind und sich in diesem Verzeichnis keine anderen Dateien befinden. Um die vorhandene IDoc-XML-Datei anzuzeigen, führen Sie einen Doppelklick auf dem Pfad aus. Mit der Transaktion CG3Z können Sie eine lokale IDoc-XML-Datei in den Pfad kopieren.
Um den Datenimport zu testen, wählen Sie im SAP NetWeaver Portal oder im SAP NetWeaver Business Client. Weitere Informationen finden Sie unter Stammdaten importieren.
Mit der Funktion Monitoring der Datenübernahme können Sie sich einen Überblick über Ihre Datenübernahmeprozesse verschaffen.
Zeitpunktsteuerung
Vergewissern Sie sich, dass in der Tabelle CRMC_BUT_CALL_FU das Kennzeichen Funktionsbaustein aufrufen für folgende Einträge nicht gesetzt ist:
COM_BUPA_MWX*
BUPA_OUTBOUND_ALE_MAIN
BUPA_OUTBOUND_MAIN
Vergewissern Sie sich, dass in der Tabelle CRMC_BUT_CALL_FU das Kennzeichen Funktionsbaustein aufrufen für folgende Einträge gesetzt ist:
ABA_FSBP_INBOUND_MAIN
ABA_FSBP_OUTBOUND_BPS_FILL
Validierungen und Anreicherungen
Ein Beispiel dafür, wie ein Feldwert abgeleitet wird, wenn Sie in einem anderen Feld einen bestimmten Wert eingeben, finden Sie unter Ableitung des Abstimmkontos durch Auswahl eines bestimmten Buchungskreises.
Das System ist für die Stammdaten-Governance für Kunden konfiguriert.
SAP ERP Central Component Sicherheitsleitfaden für Kundenstammdaten-Governance