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HintergrundSichern geänderter Werte Dieses Dokument in der Navigationsstruktur finden

 

Wenn Sie Ihre Daten in einer Anwendung der BW-integrierten Planung sichern, persistiert das System die seit dem letzten Sichern veränderten Daten auf der Datenbank. Dabei werden immer die Änderungen an Daten (und nicht die absoluten Werte) gebucht.

Gesicherte Werte protokollieren

Mit dem BAdI BADI_RSPLS_LOGGING_ON_SAVE des Erweiterungsspots RSPLS_LOGGING_ON_SAVE können Sie diejenigen Daten protokollieren, die im Rahmen einer Anwendung der BW-integrierten Planung gesichert werden. Diese Protokollierung ist für Real-time-fähige InfoCubes implementierbar.

Das BAdI ist filterabhängig. Legen Sie für jeden Real-time-fähigen InfoCube, für den Sie eine Protokollierung vornehmen möchten, eine Implementierung des Interfaces IF_RSPLS_LOGGING_ON_SAVE an.

Verwendung ohne SAP-HANA-Datenbank

Über die Methoden log_defined bzw. log_structure wird festgelegt, ob bzw. in welchem Format die Daten zur Verfügung gestellt werden sollen. In der Methode log_structure können Sie festlegen, dass über spezielle InfoObjects in der DDIC-Struktur auch Kontextinformationen über den Namen des schreibenden Benutzers, das Datum, die Uhrzeit und die SAVE-ID zur Verfügung stehen. Über die SAVE-ID ist es möglich, eine 'Sichern'-Aktion in einer Planungsanwendung zu identifizieren.

Beispiel Beispiel

Wenn also z.B. ein Benutzer im Rahmen einer Planungsanwendung insgesamt dreimal Daten sichert und jeweils zwei Real-time-fähige InfoCubes beschreibt und zudem für beide InfoCubes die Protokollierung aktiv ist, so werden insgesamt drei SAVE-IDs vom System erzeugt, die jeweils den beiden Protokollierungsaufrufen der beiden InfoCubes bei Bedarf mitgegeben werden. Es ist somit möglich, in den Protokollen der beiden InfoCubes zu identifizieren, welche Daten aus InfoCube1 zusammen mit welchen Daten aus InfoCube2 gesichert wurden.

Ende des Beispiels.

Mit der Methode log_write wird die eigentliche Protokollierung bei jedem 'Sichern'-Ereignis in der Anwendung aufgerufen, die die Daten in der über log_structure festgelegten Struktur übergibt. In der Methode log_write wird die eigentliche Protokollierung implementiert, z.B. das Schreiben der Daten in eine transparente Tabelle. Der Methode log_write wird neben den Daten auch die Request-ID des Real-time-fähigen InfoCubes mitgeteilt, in der die Daten gesichert wurden.

Hinweis Hinweis

Die Methoden dieses Interfaces sind im einzelnen in der Interface-Dokumentation beschrieben (siehe Class Builder, Transaktionscode SE24).

Über die Statistik-Events 50098 und 50099 können Sie die Verarbeitungszeiten messen (siehe Übersicht der Statistik-Events (Tabelle RSDDSTATEVENTS)).

Ende des Hinweises.
Verwendung mit SAP-HANA-Datenbank

Wenn Sie Ihr BW-System auf einer SAP-HANA-Datenbank laufen lassen, funktioniert das unter Verwendung ohne SAP-HANA-Datenbank beschriebene Logging-Verfahren. In diesem Fall können Sie die Planung im BW allerdings nicht SAP-HANA-optimiert ausführen.

Um dies zu ermöglichen, können Sie weitere Interfacemethoden implementieren:

  • Mit der Methode log_defined_db aktivieren Sie das Logging auf der SAP-HANA-Datenbank für einen InfoCube, den Sie über die Methode log_defined für das Logging klassifiziert haben. Sobald dies erfolgt ist, wird für den betreffenden InfoCube die Methode log_write nicht mehr gerufen, sondern die im folgenden erklärte Methode log_write_db.

  • Mit der Methode log_write_db erhalten Sie den Namen einer Datenbanktabelle, die die Struktur i_structure_name hat und die zu loggenden Daten enthält. Anders als im Falle der Methode log_write handelt es sich hierbei jedoch nicht um eine interne Tabelle, sondern um eine Datenbanktabelle. Sie ist im DDIC nicht bekannt und muss daher mit Datenbankmitteln (z.B. ADBC API oder EXEC SQL, also Native SQL) verarbeitet werden. Indem Sie den Inhalt der jeweiligen Datenbanktabelle in eine Ablage Ihrer Wahl transformieren, können Sie die Log-Informationen in Ihrer Ablage persistieren.

Hinweis Hinweis

Weitere Informationen finden Sie im SAP-Hinweis 1806374.

Ende des Hinweises.
Daten vor dem Sichern mit einer Planungssequenz prüfen

Um zu vermeiden, dass Benutzer einer Planungsanwendung geänderte Daten sichern, die als ungültig gelten, können Sie als Administrator festlegen, dass bei jedem 'Sichern'-Ereignis zu einem bestimmten Real-time-fähigen InfoProvider eine bestimmte Planungssequenz ausgeführt wird, die die Daten dieses InfoProviders prüft.

Weitere Informationen über die entsprechende Vorgehensweise im Planning Modeler finden Sie unter Zentrale Einstellungen.