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HintergrundErweiterungen des BW-Versionskonzepts Dieses Dokument in der Navigationsstruktur finden

 

Die Abhängigkeit vom Quellsystem erfordert eine Erweiterung des BW-Versionskonzepts um spezielle Objektversionen für den Transport von BW-Objekten sowie für Auslieferung und Aktivierung von BI Content.

Objektversion für den Transport
T-(Transport-)Version

Da der Schlüssel (Name) der quellsystemabhängigen Objekte im Zielsystem verschieden vom Schlüssel der Objekte im Originalsystem ist, dürfen die Metainformationen nicht in derjenigen Version importiert werden, in der sie im Originalsystem vorliegen (A- oder M-Version). Schließlich könnte es im Zielsystem andere Objekte geben, die denselben Schlüssel haben, wie das Objekt im Originalsystem. Daher werden quellsystemabhängige Objekte in einer eigenen Version importiert, der T-Version.

After-Import-Methoden operieren auf der T-Version und erzeugen daraus die modifizierte und die aktive Version. Hierbei kann es sich auch um eine Menge (Tabelle) von Objektschlüsseln handeln, wenn im Zielsystem mehrere Quellsysteme für ein Ursprungsobjekt vorhanden sind. Das transportierte Objekt muss dann auf alle Zielobjekte kopiert werden (Erzeugung der M-Versionen), die dann der Reihe nach aktiviert werden. Danach wird die Transportversion gelöscht. Die Information, welche Quellsysteme des Zielsystems des Transports dem Quellsystem des importierten Objektes zugeordnet sind, wird in der Tabelle RSLOGSYSMAP abgelegt, und über den View V_RSLOGSYSMAP gepflegt.

Weitere Informationen: Zielquellsystem festlegen

Objektversionen für die Auslieferung und Aktivierung
Schattenversion

Bei der Auslieferung von BI Content kommt eine besondere "Version" zum Einsatz, denn im Zielsystem der Auslieferung wird es höchstwahrscheinlich kein Quellsystem geben, welches denselben logischen Namen hat wie die Quellsysteme, für die der BI Content entwickelt wurde.

Daher werden Quellsysteme vor der Auslieferung der quellsystemabhängigen Objekte anonymisiert und durch ihr Release oder, für die zu SAP NetWeaver 7.0 neuen Objekte DataSource, Transformation und DTP, durch die sog. Content-Version der DataSource ersetzt. Dies wiederum erfordert die Auslieferung der quellsystemabhängigen Objekte als eigene Objekttypen, die statt des Quellsystems das Release bzw. die Content-Version der DataSource im Schlüssel tragen. Diese Objekte werden Schattenobjekte genannt. Die Ablage des Schattenobjektes ist je nach Objekttyp unterschiedlich und wird in den folgenden Abschnitten jeweils separat erläutert.

Weitere Informationen: Anonymisierung des Quellsystems

Pseudo-D-Version

Das eigentliche Versionskonzept des BW, insbesondere die Transaktion RSOR (BI-Content-Aktivierung), arbeitet nicht mit Schattenobjekten, sondern nur mit Objekten in D-Version. Diese müssen denselben Schlüssel haben wie das entsprechende Objekt in modifizierter oder aktiver Version. Um dies zu ermöglichen, gibt es zwei Strategien:

  1. Sämtliche Funktionen, über die das Objekt mit der BI-Content-Aktivierung kommuniziert, ermitteln dynamisch den Schlüssel der D-Version aus dem Schlüssel des Schattenobjektes.

    Diese Logik wird bei der 3.x-Transferstruktur angewendet.

    Weitere Informationen: Quellsystemabhängige 3.x-Objekte

  2. Bereits in den folgenden Situationen wird das Schattenobjekt physikalisch auf die entsprechenden Objekte in D-Version kopiert:

    • beim Import des BI Contents

    • im Fall replizierender Quellsysteme (SAP-Systeme) bei der Replikation

    • im Fall nicht-replizierender Quellsysteme (Nicht-SAP: Datei, UD Connect, DB Connect, Web Service) bei der Aktivierung des Quellsystems oder der Zuweisung der Content-Version zum Quellsystem

    Da diese D-Version erst im Zielsystem erzeugt und nicht tatsächlich ausgeliefert wurde, spricht man hier von Pseudo-D-Version.

    Diese Logik wird bei den übrigen quellsystemabhängigen Objekten angewendet (Übertragungsregel, DataSource, Transformation, DTP, InfoPackage).

Für die Erzeugung der Pseudo-D-Version spielt eine entscheidende Rolle, auf welche Weise das Quellsystem bei der Erzeugung des Schattenobjektes anonymisiert wurde. Weitere Informationen finden Sie unter Anonymisierung des Quellsystems.

Wenn beim Sammeln von quellsystemabhängigem BI-Content-Objekte nicht gefunden werden, lesen Sie den Abschnitt Fehler beheben (Content-Aktivierung).