Transport von Alert-Regeln 
Alert-Regeln sind Objekte im Integration Directory. Wie andere PI-Konfigurationsobjekte kann eine Alert-Regel vom ursprünglichen Integration Directory in die Integration-Directory-Systeme anderer Systemlandschaften transportiert werden.
Der Prozess beim Transport einer Alert-Regel umfasst die folgenden Schritte:
Der Benutzer transportiert eine Alert-Regel von einem Quellsystem in ein Zielsystem. Weitere Informationen finden Sie unter Transport von Konfigurationsobjekten.
Das Zielsystem erstellt eine Alert-Regel mit identischem Namen und identischen Parametern und stellt sie automatisch in eine offene Änderungsliste (mit dem Namen PI 7.1 Import).
Nach erfolgreichem Import muss der Benutzer diese Änderungsliste aktivieren.
Bei der Aktivierung der Änderungsliste wird systemseitig eine Konsistenzprüfung für die Alert-Regeln ausgeführt. Diese Prüfung kann folgende Ergebnisse haben:
Das System meldet mögliche Inkonsistenzen der importierten Alert-Regeln in der Änderungsliste. Wenn eine Regel beim Transport inkonsistent geworden ist (z.B. weil eine zugeordnete Laufzeitkomponente nicht im Zielsystem gültig ist), kann die Änderungsliste nicht aktiviert werden. Der Benutzer muss die entsprechende Regel im Zielsystem wie unten beschrieben manuell korrigieren und dann die Änderungsliste erneut aktivieren.
Wenn die Alert-Regel konsistent ist, wird sie automatisch aktiviert.
Die meisten Parameter einer Alert-Regel sind auch im Zielsystem uneingeschränkt gültig. SIe können daher ohne automatische oder manuelle Anpassung im Zielsystem transportiert werden. Folgende Parameter werden ohne Anpassung transportiert: Name, Description, Severity, State, PayloadInAlert, Status Details und Consumers.
Das Alert-Regelobjekt kann Parameter enthalten, die nur in der aktuellen Landschaft gültig sind und eine automatische oder manuelle Anpassung im Zielsystem erfordern. Die folgenden Parameter müssen gegegebenenfalls nach dem Transport angepasst werden:
Verknüpfungen mit Konfigurationsobjekten, die Namen von Business-Systemen enthalten.
Business-Systeme, die explizit in den Laufzeitkomponenten ausgewählt werden.
Dezentrale Adapter-Engines, die explizit in den Laufzeitkomponenten ausgewählt werden.
In den folgenden Abschnitten finden Sie Informationen, wie Sie die transportierten Alert-Regeln korrigieren können.
Verknüpfungen mit Konfigurationsobjekten, die Namen von Business-Systemen enthalten, sind generell nicht im Zielsystem gülltig, da Business-Systeme (Namen) in der Quell- und Ziel-XI-Domäne unterschiedlich sind. Im Folgenden werden die Konfigurationsobjekte aufgelistet, die mit einer Alert-Regel verknüpft werden können und hiervon betroffen sind: Business-Komponente (vom Typ Business-System), Sendervereinbarung, Empfängervereinbarung und integrierte Konfiguration.
Beim Import (der Nachverarbeitung) einer Alert-Regel mit solchen Verknüpfungen im Zielsystem werden die Namen der Business-Systeme in die entsprechenden gültigen Namen im Zielsystem umgeändert. Dazu wird die Zuordnung der Business-Systeme ausgewertet, die im SLD des Ziel-Directory gepflegt ist. Sie sollten Folgendes beachten:
Wenn für den Namen eines Business-Systems keine Zuordnung zu dem Namen des Ziel-Business-Systems gepflegt ist, schlägt der Transport mit einer Ausnahme (TransportPostProcessingException) fehl.
Die Konfigurationsobjekte, die zu den Verknüpfungen gehören, müssen sich nicht im gleichen Transport wie die entsprechende Alert-Regel befinden. Diese Konfigurationsobjekte müssen auch nicht bereits in das Ziel-Directory transportiert worden sein. Wenn dies nicht der Fall ist, gibt die Konsistenzprüfung für die Alert-Regel Warnungen aus, in denen die fehlenden Konfigurationsobjekte angegeben werden.
Standardmäßig gilt eine Alert-Regel für alle zulässigen Laufzeitkomponenten in der Quell-PI-Domäne. Nach dem Transport gilt die Alert-Regel für alle zulässigen Laufzeitkomponenten in der Ziel-PI-Domäne.
Wenn der Benutzer mehrere zulässige Laufzeitkomponenten explizit ausgewählt hat, dann werden diese Komponenten im Laufzeitkomponentenparameter persistiert und in das Ziel-Integration-Directory transportiert. Je nach Typ der ausgewählten Laufzeitkomponenten haben Sie folgende Möglichkeiten:
Zentrale Laufzeitkomponenten (Integration Server, zentrale Advanced Adapter Engine)
Nach dem Transport gilt die Alert-Regel für alle zulässigen zentralen Laufzeitkomponenten in der Ziel-PI-Domäne. Solche Komponenten müssen nach dem Transport der Alert-Regel nicht angepasst werden.
Hinweis: Wenn sich das Quell-Directory im XPI-Installationsmodus und das Ziel-Directory in der AEX befindet (was nicht vorkommen sollte), dann wird die logische ID für den Integration Server im Zielsystem gelöscht, wenn der Integration Server im Laufzeitkomponentenparameter enthalten war.
ABAP-Business-Systeme, die explizit einer Alert-Regel zugeordnet sind, erhalten einen neuen Namen im Ziel-Directory. Grundlage dafür ist die Business-System-Zuordnung, die im SLD des Ziel-Directory gepflegt ist. Beachten Sie Folgendes:
Wenn für den Namen eines Business-Systems keine Zuordnung zu dem Namen des Ziel-Business-Systems gepflegt ist, schlägt der Transport mit einer Ausnahme (TransportPostProcessingException) fehl.
Zusätzlich dazu, dass im SLD des Ziel-Integration-Directory eine Business-System-Zuordnung gepflegt sein muss, muss das Ziel-Business-System als Business-Komponentenkonfigurationsobjekt in diesem Integration Directory vorliegen. Für Enhancement Package 1 für SAP NetWeaver 7.3 und spätere Releases müssen Sie die Verteilung der Konfigurationsdaten im Backend-System für das entsprechende Business-Komponentenkonfigurationsobjekt konfigurieren. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Business-Systeme konfigurieren (Web-Services-Szenarien).
Bei früheren Releases ist diese Vorgehensweise nicht nötig.
Dezentrale Adapter-Engines, die explizit einer Alert-Regel zugeordnet sind, werden ohne (automatische) Anpassung in das Ziel-Integration-Directory transportiert. Da die Namen dieser Adapter-Engines in der Ziel-PI-Domäne nicht gültig wären, würde die Konsistenzprüfung der importierten Alert-Regel Fehler melden. Der Benutzer muss die Auswahl dieser Adapter-Engines manuell aufheben und stattdessen die gültigen auswählen. Generell ist bei dezentralen Adapter-Engines stets eine manuelle Anpassung erforderlich.