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HintergrundAnpassungskonzept Dieses Dokument in der Navigationsstruktur finden

 

Die Anpassung einer Web-Dynpro-Anwendung kann auf unterschiedlichen Ebenen und durch unterschiedliche Personen erfolgen.

  • In der Entwicklungsebene erfolgt die grundlegende Modellierung einer Web-Dynpro-Anwendung. Hier werden die verschiedenen Web-Dynpro-Komponenten, die in der Anwendung zum Einsatz kommen, durch Entwickler im Web-Dynpro Explorer angelegt, programmiert und mit einer Basiskonfiguration versehen.

  • In der Customizing-Ebene können solche Anwendungen mit ihrer Basiskonfiguration modifikationsfrei durch Administratoren auf die unternehmensspezifischen Bedürfnisse beim Kunden benutzerübergreifend angepasst werden. Dabei erfolgt die Anpassung in der Regel auf Mandantenebene. Die Customizing-Ebene kann nur über den Administrationsmodus aufgerufen werden. Diese Ebene verfügt über einen Transportanschluss, so dass diese Änderungen innerhalb einer Systemlandschaft transportiert werden können.

  • In der Personalisierungsebene können solche Anwendungen modifikationsfrei auf Benutzerebene durch einzelne Benutzer über verschiedene Möglichkeiten auf ihre persönlichen Bedürfnisse angepasst werden.

In jeder dieser Ebenen unterscheidet Web-Dynpro zwischen einer impliziten und einer expliziten Anpassung, die jeweils eigene Konfigurationsschemata erzeugen. Diese Konfigurationsschemata sind nicht identisch, können aber zum Teil dieselben Attribute enthalten.

Die implizite Anpassung (Bearbeitungssicht Web Dynpro Built-In) ermöglicht die Anpassung von Benutzungsoberflächenelementen, indem deren Attributen wie zum Beispiel Sichtbarkeit, Texte, Standardwerte in der Entwicklungsphase festgelegt werden. Diese Festlegungen werden durch die Web-Dynpro-Laufzeit automatisch verarbeitet, und sind für die Anwendung vollständig transparent, so dass sie jederzeit geändert werden können.

Welche Attribute eines Benutzungsoberflächenelements zur Anpassung angeboten werden, hängt vom Element sowie von der Benutzergruppe ab. Entwickler und Administratoren haben Zugriff auf alle Attribute eines Elements, während Anwendungsbenutzer in der Personalisierung nur eine eingeschränkte Auswahl der Attribute anpassen können. Zudem können die Entwicklung oder die Administration für einzelne Attribute festlegen, ob diese gegen Änderungen gesperrt sind. Dazu steht das Kennzeichen Final in der impliziten Konfiguration zur Verfügung. Daneben gibt es noch das Kennzeichen nicht personalisierbar. Ist dieses Kennzeichen gesetzt, dann werden zur Laufzeit etwaige Einstellungen in der Personalisierungsebene ignoriert und auf die Einstellungen in der Customizing-Ebene oder Entwicklungsebene zurückgesetzt.

Die explizite Anpassung (Bearbeitungssicht Component Defined) ermöglicht die Definition anwendungsspezifischer Konfigurationsschemata als Web-Dynpro-Konfigurationskontexte in der Entwicklungsphase. Web-Dynpro stellt dafür generische Bearbeitungsoberflächen und einen Transportanschluss zur Verfügung. In der Web-Dynpro-Laufzeit wird der Konfigurationskontext einer Anwendung automatisch gefüllt, und die Anwendung kann auf den Konfigurationsinhalt angemessen reagieren.

Die explizite Anpassung wird im Floorplan Manager für die Komposition und Anpassung von Anwendungsoberflächen genutzt und ist als Standardkonfigurationsmodus im Konfigurationseditor des Floorplan Managers eingestellt.

Weitere Informationen finden Sie in der SAP-Bibliothek für Web-Dynpro für ABAP unter Anpassungen.

Hinweis Hinweis

Wenn für ein Attribut sowohl eine implizite Anpassung als auch eine explizite Anpassung existiert, dann hat die implizite Anpassung Vorrang, d.h., dass die Einstellungen der expliziten Anpassung für dieses Attribut nicht berücksichtigt werden.

Ende des Hinweises.