Datenhaltung 
In einem verteilten System können Sie die TREX-Daten (Indizes, Queues und Index-Snapshots) dezentral oder zentral halten.
Bei einer dezentralen Datenhaltung verwaltet jeder Rechner seine Daten in einer eigenen Verzeichnisstruktur. Die Daten liegen typischerweise lokal auf den Rechnern.
Die folgende Grafik stellt die Daten und die Verzeichnisstruktur bei einer dezentralen Datenhaltung dar:

Auf einem Master-Rechner liegen die Master-Indizes, die zugehörigen Queues sowie die Index-Snapshots. Die Index-Snapshots sind Index-Kopien, die das System für die Index-Replikation benötigt.
Auf einem Slave-Rechner liegen die Slave-Indizes. Diese werden durch die Index-Replikation erzeugt und aktualisiert. Darüber hinaus liegen auf den Slave-Rechnern keine weiteren Daten.
Bei Systemen mit dezentraler Datenhaltung ist es nicht möglich, Backup-Rechner zu verwenden. Dies bedeutet, dass Sie in solchen Systemen die Indizierung nicht hochverfügbar machen können.
Bei einer zentralen Datenhaltung sind die Daten so abgelegt, dass alle TREX-Rechner darauf zugreifen können.
Eine zentrale Datenhaltung kann mit unterschiedlichen Hardware-Lösungen realisiert sein: die Daten können auf einem Server liegen, der für das File-Sharing optimiert ist, oder in einem Speichernetz (Storage Area Network, SAN) oder auf einem Network Attached Storage-Server (NAS-Server). Entscheidend ist, dass die Verbindung zwischen TREX-Rechner und Daten ausreichend schnell ist. Im Folgenden wird ein zentraler Ablageort als File-Server bezeichnet, unabhängig davon, welche Hardware zu Grunde liegt.
Eine zentrale Datenhaltung ist erforderlich, wenn die Indizierung hochverfügbar sein soll. Nur mit zentraler Datenhaltung ist der Wechsel von einem Master-Index- bzw. Master-Queue-Server auf einen Backup-Index- bzw. Backup-Queue-Server möglich. Um die Daten selbst hochverfügbar zu machen, können Sie Standardlösungen verwenden wie beispielsweise RAID-Systeme.
Eine zentrale Datenhaltung hat auch Vorteile, wenn Sie nur Master- und Slave-Rechner verwenden:
Die Index-Replikation erzeugt weniger Netzlast, da die replizierten Dateien nicht auf jeden Slave-Rechner kopiert werden müssen.
Die Index-Replikation läuft schneller ab.
Es wird weniger Plattenplatz für die replizierten Indizes benötigt, da die Slave-Rechner sich eine Index-Kopie teilen.
Die folgende Grafik stellt die Daten und die Verzeichnisstruktur bei einer zentralen Datenhaltung dar:

Wenn Sie keine einzelnen Rechner einsetzen möchten, können Sie TREX auf einem Blade-System installieren. TREX unterstützt Blade-Systeme, die unter UNIX laufen.
Ein Blade-System besteht aus Rechnern in Form von Steckkarten (Server-Blades). Ein Blade-System hat den Vorteil, dass sowohl die Anschaffungskosten als auch die laufenden Kosten für die Wartung des Systems geringer sind als bei einzelnen Rechnern.
Die Server-Blades sind an einen zentralen Massenspeicher angeschlossen. Dieser wird im Folgenden als File-Server bezeichnet, unabhängig davon, mit welcher Hardware-Lösung er realisiert ist.
Die Besonderheit bei der Installation von TREX auf einem Blade-System besteht darin, dass nicht nur die TREX-Daten, sondern auch die TREX-Software zentral abgelegt sein kann. Dies hat den Vorteil, dass Sie die Software nur einmal auf dem File-Server installieren. Die Wartung des Systems ist effizient, da Sie Software-Updates nur einmal einspielen.
Achtung
In der TREX 7.1 Installation ist die Funktion des globalen Datei-Shares nur in einer eingeschränkten Form verfügbar. Während der Installation kann der Kunde nicht mehr den Pfad zu dem globalen Datei-Share (SAP system directory usr/sap/<sid>/sys) angeben. Das globalen Datei-Share wird nur einmalig auf dem Rechner installiert, auf dem TREX 7.1 initial installiert wird und kann nicht mehr unabhängig davon installiert werden. Es gibt also in der TREX 7.1 Installation weiterhin ein globales Datei-Share, aber dieses kann nicht mehr unabhängig von der initialen TREX 7.1 Installation auf einem beliebigen Rechner der TREX-Landschaft installiert werden. TREX entwickelt die unbeschränkte Funktionalität des globalen Datei-Shares in TREX 7.1 für das Ende des Jahres 2008.
Alle Server-Blades, auf denen TREX läuft, greifen auf dieselben Programmdateien zu. Jede Server-Blade hat jedoch ihre eigenen Konfigurationsdateien. Die Konfigurationsdateien im Verzeichnis <TREX_DIR> dienen lediglich als Vorlage. Ein im TREX-Lieferumfang enthaltenes Skript legt für jede Server-Blade ein eigenes Unterverzeichnis an und kopiert die Konfigurationsdateien in dieses Unterverzeichnis. Einzelheiten finden Sie unter
Klonen der Konfiguration für Server-Blades aktivieren
Abgesehen von der Aktivierung dieses Skripts verläuft die übrige Konfiguration wie bei einem System mit einzelnen Rechnern.
Die folgende Grafik stellt die mögliche Ablage der Daten, Programme und Konfigurationsdateien bei einem Blade-System dar.
