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Prozessdokumentation MM-Szenario – Werksübergreifender Einkauf  Dokument im Navigationsbaum lokalisieren

Einsatzmöglichkeiten

In diesem Szenario werden die Themen diskutiert, die beim werksübergreifenden Einkauf wichtig sind, wenn sich die betreffenden Werke in verschiedenen Zeitzonen befinden. Mit der Funktion Zeitzonen kann das System Ortsdatum und Ortszeit anzeigen, jedoch bleiben die Systemzeiten unverändert. Sie können die Umlagerungsbestellung oder die Umlagerungslieferung verwenden. Wenn Sie die Umlagerungslieferung verwenden, können Versandfunktionen wie beispielsweise ATP das Anlegen von Lieferungen prüfen, Routing-Zeiten verwenden und Dokumentation für die Bewegungs- und Lieferungsterminierung drucken.

Bei größeren Entfernungen empfehlen wir, SD-Lieferungen zu verwenden, selbst wenn das einen größeren Konfigurations- und Verarbeitungsaufwand mit sich bringt. Bei Umlagerungsbestellungen haben Sie nicht die notwendige In-Transit-Planung, die bei größeren Entfernungen benötigt wird; der Zeitunterschied zwischen den Zeitzonen kann die Situation verschlimmern.

Ablauf

  1. Sie legen eine Umlagerungsbestellung an, um Waren aus einem entfernten Werk zu holen (unabhängig davon, ob es sich um dasselbe Unternehmen handelt oder nicht). Das Lieferdatum kann in der Vergangenheit liegen, da es sich um das Lieferdatum des empfangenden Werkes handelt und nicht des Anwenders, der die Transaktion eingibt. Das Auftragsdatum basiert auf der Zeitzone des Anwenders, der die Transaktion eingibt.
  2. Sie können einen Liefervorrat aufrufen, um sich anzeigen zu lassen, was von dem Lieferwerk geliefert werden sollte. Der Liefervorrat wird aufgrund des vorgeschlagenen Liefererstellungsdatum aufgerufen. Das System ermittelt das Liefererstellungsdatum wie folgt: Empfangsdatum des Kunden abzüglich der geplanten Lieferzeit (im Materialstamm zu finden).
  3. Hinweis

    Die Lieferzeit gerechnet vom Warenausgang im Lieferwerk zum Wareneingang im anfordernden Werk kann nur bestimmt werden, wenn Sie die Routenermittlung mit Transitzeit verwenden.

  4. Auch wenn auf der Lieferung ein Warenausgangsdatum verzeichnet ist, wird der Warenausgang zur Lieferung mit dem Systemdatum gebucht, wenn die Positionen aus dem Lieferwerk und dann zum empfangenden Werk transportiert werden. Der Grund hierfür ist, daß das Datum im Hintergrund zugeordnet wird und vom Anwender nicht gesehen werden kann.
  5. Wenn die Waren am empfangenden Standort ankommen, entspricht das Buchungsdatum dem Ortsdatum des Anwenders, der die Transaktion ausführt. Das Eingabedatum entspricht dem Systemdatum zum Zeitpunkt der Transaktion.

Ergebnis

Die Umlagerung hat ein Auftragsdatum, das sich nach der Ortszeit des Anwenders richtet. Sie hat aber ein Lieferdatum, das sich nach dem gewünschten Datum des empfangenden Werks richtet.

Im Liefervorrat basiert das Liefererstellungsdatum auf dem fälligen Datum beim empfangenden Werk abzüglich der geplanten Lieferzeit.

Das Warenausgangsdatum auf der Lieferung ist eine Woche vor dem tatsächlichen Lieferdatum. Die GERUSA-Route hat In-Transit, Ladezeit und einen Kalender, den sie bei der Berechnung dieses Datums verwendet.

Das Buchungsdatum auf dem Buchhaltungsbeleg für die Warenbewegungen vom Lieferwerk zum empfangenden Werk ist das Systemdatum, da es nicht angezeigt wird, wenn die Lieferung angelegt wird.

Bei Materialbelegen ist es wichtig, daß der Warenwert sofort nach Ausgang vom Lieferwerk an das empfangende Werk übertragen wird.

Empfehlung

Lieferbelege buchen Warenausgänge mit dem Systemdatum als Buchungsdatum. Das kann nicht manuell geändert werden.

Sie können Standard-MM-Umlagerungen oder SD-Lieferungen für diese Transaktionsarten verwenden. Jedoch besteht derzeit eine Lücke, was die Transportzeit anbelangt - und zwar von dem Zeitpunkt, an dem das Lieferwerk die Waren ausgibt und wann das empfangende Werk die Waren zur Verfügung stellt. Derzeit ist der Bestand sofort verfügbar in einem In-Transit-Status.

Daher empfehlen wir, daß für lange Transitzeiten die Lieferungsbearbeitungsmöglichkeit mit der Routenfindung für die Verwaltung von langen In-Transit-Zeiten verwendet wird.

Sobald die Lieferung im Versandwerk gebucht ist, werden die Waren im empfangenden Werk mit einem "In-Transit"-Status bewertet. Der Wert dieser Waren wird dann in dem Warenbestandskonto des empfangenden Werks erscheinen.

Siehe auch:

MM-Szenario – Globaler Einkauf