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Hintergrunddokumentation Einspielmodus: Downtime-minimized  Dokument im Navigationsbaum lokalisieren

Verwendung

Wegen der Größe und des Umfangs aktueller OCS-Packages (Support Packages, Add-On Installation Packages, Add-On Upgrades) erfordert das Einspielen der Packages eine größere Ausfallzeit des Systems. Beim Einspielvorgang wird das System zwar nicht neu gestartet, allerdings sollte es währenddessen auch nicht produktiv genutzt werden. Bei vielen Produktivsystemen erweist sich diese Restriktion als Nachteil.

Um die Ausfallzeit beim Einspielen von Packages zu reduzieren, wurde der Einspielmodus Downtime-minimized entwickelt, der es erlaubt, einen Großteil der zu importierenden Objekte während des produktiven Betriebs einzuspielen. Bei diesen Objekten handelt es sich um Programmcoding und Programmtexte. Die Ausfallzeit kann entscheidend reduziert werden, wenn ein Package einen hohen Anteil an Programmcoding und –texten enthält. (Für SAP_BASIS- und SAP_APPL-Support-Packages liegt der Anteil z. B. etwa bei 70-80%).

Im Einspielmodus Downtime-minimized werden die Objekte in einem inaktiven Zustand in die Datenbank importiert und sind für das System weitgehend ‘unsichtbar‘. Das System bleibt daher weiterhin produktiv nutzbar.

Das Verfahren beinhaltet gegenüber dem bisherigen Einspielverfahren neue Aktionen (Aktivierung der inaktiven Objekte) und zusätzliche Organisationsschritte. Dadurch wird die Dauer des gesamten Einspielprozesses verlängert. Die Effizienz, bzw. die Zeitersparnis, in der nichtproduktiven Phase gegenüber dem konventionellen Verfahren hängt zum einen vom Anteil der inaktiv importierbaren Objekte an der Gesamtmenge der zu importierenden Daten ab. Zum anderen ist die Dauer der Aktionen, die zusätzlich in der Ausfallzeit durchgeführt werden müssen (z.B. Behandlung von After-Import-Methoden oder XPRAs), maßgeblich für die einzusparende Zeit.

Hinweis

Spielen Sie die Packages in möglichst großen Queues, idealerweise in einer Queue, ein.

In manchen Fällen können Support Packages mit dem Support Package Manager nicht in einer Queue eingespielt werden. Prüfen Sie hierzu den SAP-Hinweis zu bekannten Problemen in Ihrem Release. Die Nummer des SAP-Hinweises finden Sie im Übersichtshinweis 97620.

Verwenden Sie den Einspielmodus Downtime-minimized:

·        in Produktivsystemen

      in Testsystemen, wenn Sie die im Produktivsystem zu erwartende Ausfallzeit testen wollen

Sie sollten die Systeme allerdings während des Einspielprozesses wie Produktivsysteme behandeln (keine manuellen Änderungen an Programmobjekten, keine parallelen Importe von anderen Transportaufträgen).

Verwenden Sie den Einspielmodus Downtime-minimizednicht:

      in Entwicklungssystemen oder in Systemen, in die viele regelmäßige Importe eingespielt werden (QA- oder Testsysteme)

Die Systemkonsistenz kann während des Einspielens nicht gewährleistet werden, wenn gleichzeitig manuelle Änderungen an Programmobjekten vorgenommen oder andere Transportaufträge importiert werden.

      zum Einspielen von Support Packages in BBP/CRM-Systemen

Die zusätzlich erforderlichen Vor- und Nachbereitungsschritte des speziellen Support Package Manager für BBP/CRM bewirken, dass der gesamte Einspielprozess effektiv in der Ausfallzeit stattfindet.

      zum Einspielen von Preconfigured Systems (SAP Best Practices) mit dem Add-On Installation Tool

Voraussetzungen

Da die inaktiv importierten Objekte parallel zu den aktiven Versionen in der Datenbank liegen, wird temporär mehr Platz in der Datenbank benötigt.

Die spätere Aktivierung der Objekte erfolgt durch einen definierten Prozess, den das Einspielwerkzeug (Support Package Manager/ Add-On Installation Tool) sicherstellt. Da die inaktiven Objekte jedoch nicht vollständig vom System isoliert sind, kann es durch parallele Änderungen zu ungewollten Aktivierungen und damit zu Systeminkonsistenzen kommen.

Beachten Sie, dass während des Imports:

      genügend freier Speicherplatz in der Datenbank ist

Empfehlung

Wir empfehlen etwa das 1,5-fache der Größe der einzuspielenden Packages.

Datenbank

Betroffene Tablespaces/Dbspaces/Volumes

Oracle

DB2 Universal Database

PSAPES <REL>D

PSAPES <REL>I

Informix

psapes <REL>

MaxDB

Legen Sie ggf. ein neues Volume zum Vergrößern der Datenbank an (siehe auch Hinweis 34690).

      keine gleichzeitigen Importe von Transportaufträgen stattfinden

      die Entwicklungsumgebung nicht produktiv genutzt wird

 


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