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Prozess-Monitoring mit PMI (Process Monitoring
Infrastructure) 
Das Monitoring von IT-Landschaften hat zur Aufgabe, den Status von IT-Komponenten und Prozessen, die über mehrere Komponenten verlaufen, zu ermitteln und in einem Zentralsystem anzuzeigen. Wenn es zu Fehlern kommt, sollen Alerts ausgegeben werden. Mit den zugeordneten Analysemethoden können Sie dann in die entsprechende Transaktion oder in das entsprechende Werkzeug springen, um das Problem zu analysieren.
Es stehen folgende Monitoring-Arten zur Verfügung:
· System-Monitoring durch das CCMS
Das System-Monitoring überwacht den Status der verschiedenen Komponenten, z. B. die Überwachung der Verfügbarkeit eines Systems.
· Prozess-Monitoring durch PMI (Process Monitoring Infrastructure)
Das Prozess-Monitoring überwacht den durchgängigen Prozess, der mehrere Komponenten umfasst. Die Schritte innerhalb des Prozesses sind wichtig, nicht wie im System-Monitoring der Status der beteiligten Komponenten.
PMI bildet die Infrastruktur für das Geschäftsprozess-Monitoring. PMI geht dabei jedoch nicht von definierten Geschäftsprozessen aus, sondern orientiert sich an den technischen Prozessen, die den einzelnen Geschäftsprozessen zugrunde liegen. Wenn z. B. eine Bestellung erstellt wurde und zur Bearbeitung über XI an ein anderes System geschickt wird, können diesem Vorgang folgende technische Prozess-Schritte zugrunde liegen: IDoc-Ausgang, tRFC, XI-Verarbeitung, tRFC, IDoc-Eingang und Aufruf der entsprechenden Anwendung im anderen System.
PMI überwacht diese technischen Prozess-Schritte, die auch asynchron sein können, über mehrere Systeme hinweg. PMI sammelt dazu Prozess-Schrittdaten von Anwendungen auf verschiedenen Komponenten. Die Daten werden in das zentrale Monitoring-System transportiert. Im zentralen Monitoring-System werden die einzelnen Prozessinstanzen rekonstruiert und sie können von Monitoring-Tools analysiert werden. Weitere Informationen zur PMI-Architektur finden Sie im Abschnitt Funktionsweise von PMI.
Folgende Voraussetzungen müssen gegeben sein, um Prozess-Monitoring über PMI durchzuführen
· PMI kann den Status von Prozessen, die über mehrere Komponenten laufen, nur prüfen, wenn der entsprechende Prozesstyp für das PMI-Monitoring eingerichtet wurde. Bisher kann die XI-Message-Verarbeitung und in diesem Zusammenhang auch IDocs sowie tRFC/qRFC überwacht werden.
· Damit der Benutzer in seiner Anwendung auf Prozess-Monitoring-Daten zugreifen kann, muss das Prozess-Monitoring in die Anwendung integriert sein. In XI Runtime Workbench 3.0 ist das Prozess-Monitoring bereits integriert.
· Um PMI einsetzen zu können, benötigen Sie lokale Systeme ab dem Release-Stand 4.6C. Dazu müssen die entsprechenden Hot Packages eingebaut sein.

Für das Prozess-Monitoring der SAP Exchange Infrastructure (XI 3.0) müssen das lokale System und das Zentralsystem mindestens auf Release-Stand 6.40 sein.
· Um Protokolle im Anwendungslog einsehen zu können, muss ein ITS-Service laufen.
· Außerdem benötigen Operatoren und Administratoren die entsprechenden Berechtigungen:
¡ Operatoren muss eine angepasste Kopie der Rolle SAP_BC_BASIS_Monitoring zugeordnet sein, um PMI anzeigen zu können.
¡ Administratoren muss eine angepasste Kopie der Rolle SAP_BC_BASIS_ADMIN zugeordnet sein, um administrative Einstellungen vornehmen zu können.

Innerhalb der XI Runtime Workbench sind die Berechtigungen bereits in den XI-Rollen enthalten.
PMI stellt eine Web-basierte Benutzeroberfläche für das Prozess-Monitoring zur Verfügung, die in andere Anwendungen eingebunden werden kann und u. a. folgende Funktionen bietet:
...
· grafische Darstellung des Prozessablaufs, d. h. der Informationsfluss innerhalb von Prozessen wird angezeigt
· Anzeige aggregierter Werte, z. B. durchschnittliche Prozessdauer, Minimal- und Maximaldauer, die einen Überblick über die Performance ermöglichen
· schneller Überblick über den aktuellen Status von Prozessen und Prozess-Schritten, z. B. welche fehlerfrei sind und bei welchen Warnungen oder Fehler aufgetreten sind
· Anzeige detaillierter Informationen über einen ‚Drill-Down’-Mechanismus
Sie können sich zu einem Prozesstyp, wie z. B. XI-Message-Verarbeitung, eine Instanz anzeigen lassen zusammen mit dem Status der Prozess-Schritte, die bei der Instanz durchlaufen wurden. Wenn Fehler aufgetreten sind, können Sie sich Detailinformationen anzeigen lassen.
· Absprung in Analyse- und Fehlerbehebungswerkzeuge
Informationen zur PMI-Administrationsoberfläche finden Sie im Abschnitt Anzeige und Administration des Prozess-Monitorings und seinen Unterabschnitten.
· PMI unterstützt Administratoren und den Support beim Lokalisieren und Analysieren von Fehlern und Performance-Engpässen. Dadurch wird die Verfügbarkeit der Lösung erhöht und die erforderlichen Support-Ressourcen verringert.

In einer Systemlandschaft können Prozesse über verschiedene Komponenten laufen. Für die Teile des Prozesses können verschiedene Administratoren zuständig sein. In einem solchen Fall ist es wichtig herauszufinden, wo der Fehler genau aufgetreten ist und wer dafür zuständig ist.
· PMI unterstützt außerdem Entwickler bei der Lokalisierung von Fehlern und Performance-Problemen und erhöht damit die Qualität der Software.

Das Implementierungsteam möchte überprüfen, ob der Prozess wie entworfen läuft. Dazu führen Sie Einzel- und Massentests durch. Mit PMI kann das Testergebnis angezeigt werden. Auf einer Oberfläche wird angezeigt, ob alle Prozessinstanzen mit oder ohne Fehler durchgelaufen sind. Dies eignet sich besonders für Massentests.
· Mit Hilfe der PMI-Oberfläche erlangen neue Mitarbeiter Ihrer IT-Organisation einen schnellen Überblick über den Aufbau Ihrer Prozesse. Beispielsweise müssen diese wissen, aus welchen technischen Schritten der Prozess besteht und wo die Abarbeitung der Schritte asynchron verläuft. Dadurch kann sich der neue Mitarbeiter schnell mit den Prozessen vertraut machen, was Einarbeitungskosten spart.