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Postprocessing Office 
Diese Komponente dient zur Unterstützung einer rationellen Bearbeitung von Ereignissen, die aus beliebigen Geschäftsprozessen stammen. Alle Daten, die zur Bearbeitung der Ereignisse relevant sind, werden dabei in einem Nachbearbeitungsauftrag zusammengefasst. So können Sie z. B. Fehlermeldungen aus Massenläufen unterschiedlicher Objekttypen bearbeiten. Die Bearbeitung ist system- und komponentenübergreifend möglich.
Das Postprocessing Office löst somit bei Massenläufen die Anwendungsprotokolle als primäre Grundlage der Fehlerbearbeitung ab. Sie müssen die Anwendungsprotokolle nur noch hinzuziehen, wenn Sie sich einen Überblick über die erfolgreich bearbeiteten Objekte in den einzelnen Massenläufen verschaffen möchten.
Zusammenfassend bietet Ihnen das Postprocessing Office folgende Vorteile:
· Überblick über alle Informationen, die Sie zur Bearbeitung von Ereignissen in beliebigen Geschäftsprozessen benötigen
· Navigationsmöglichkeiten zu den beteiligten Objekten
· Umfangreiche Selektionsmöglichkeiten
· Verteilung der Bearbeitung der Nachbearbeitungsaufträge auf Arbeitsvorräte
· Bezug zu Ereignissen desselben Objekts in anderen Geschäftsprozessen
· Bezug zwischen den Objekten aus verschiedenen Anwendungsprotokollen
· Berechtigungsprüfungen
· Statusverwaltung
· Bearbeitungshistorie
Standardmäßig liefert SAP für eine Reihe von Softwarekomponenten eine Implementierung des Postprocessing Office aus. Eine aktuelle Liste dieser Softwarekomponenten finden Sie in der Systemtabelle Angebundene Softwarekomponenten (/SAPPO/SAP_CMPNT).
Bei Softwarekomponenten, zu denen SAP keine Implementierung des Postprocessing Office ausliefert, können Sie selbst eine Implementierung anlegen. Weitere Informationen finden Sie unter Anbindung einer Softwarekomponente.
Bei Softwarekomponenten, zu denen SAP eine Implementierung des Postprocessing Office ausliefert, müssen Sie nur die entsprechenden Geschäftsprozesse oder global alle Geschäftsprozesse im Customizing des Postprocessing Office unter Geschäftsprozesse ® Erstellung von Nachbearbeitungsaufträgen aktivieren eintragen. Alle weiteren Einstellungen im Customizing sind optional, bieten Ihnen jedoch die Möglichkeit, das Postprocessing Office optimal an Ihre Anforderungen anzupassen. Alle zentralen Einstellungen des Postprocessing Office sind in Systemtabellen hinterlegt, die Sie im Customizing übersteuern können. Sie können eigene Geschäftsprozesse anbinden, eigene Objekttypen definieren und die Registerkartendarstellung im Auftrags- und Objektbereich des Detailbilds anpassen. Ausführliche Informationen dazu finden Sie im Einführungsleitfaden (IMG) des Postprocessing Office.
Sie können das Postprocessing Office auch system- und komponentenübergreifend nutzen. Weitere Informationen finden Sie unter Systemübergreifende Bearbeitung sowie unter Komponentenübergreifende Bearbeitung.
Das Postprocessing Office setzt den Einsatz einer von SAP ausgelieferten oder kundeneigenen Softwarekomponente voraus.
Das Postprocessing Office stellt den Bezug zwischen den Objekten in verschiedenen Prozessen und zwischen Ereignissen desselben Objekts in verschiedenen Prozessen her.
Aufbau des Postprocessing Office

Das Postprocessing Office sammelt die Meldungen aus den angeschlossenen Geschäftsprozessen (z. B. Massenlauf). Dabei werden Meldungen eines Geschäftsprozesses zum gleichen Objekt unter einer Hauptmeldung in einem Nachbearbeitungsauftrag zusammengefasst.
Neben der Berechtigung des Mitarbeiters für die generelle Beauskunftung und Bearbeitung können auch Berechtigungen auf Ebene einzelner Nachbearbeitungsaufträge geprüft werden.
Die Nachbearbeitungsaufträge werden den Bearbeitern über eine Arbeitsvorratsverteilung zur Verfügung gestellt. Wenn die Arbeitsvorratsverteilung nicht konfiguriert ist, stehen alle Nachbearbeitungsaufträge allen Bearbeitern zur Verfügung. Der Bearbeiter kann über individuelle oder globale Filtervarianten seinen persönlichen Arbeitsvorrat zusammenstellen.
Dem Bearbeiter werden die Daten zum Hauptobjekt, zum Basisobjekt (Objekt, zu dem der Geschäftsprozess gehört, im Bankenbereich z. B. Konto zum Dauerauftrag) und zu Umfeldobjekten (weitere für die Bearbeitung relevante Objekte, z.B. Geschäftspartner) mit den erforderlichen Bearbeitungsmethoden (Anzeige/Änderung etc.) zur Verfügung gestellt.
Der Bearbeiter kann einen oder mehrere Nachbearbeitungsaufträge in Bearbeitung nehmen und/oder erledigen. Er kann eine Bearbeitungsnotiz erfassen und den Nachbearbeitungsauftrag an einen anderen Bearbeiter weiterleiten oder einem anderen Arbeitsvorrat zuordnen.
Das Postprocessing Office bietet Ihnen im Dialog die folgenden Funktionen:
· Einstiegsbild mit Filterfunktion
· Massenreports zum Erledigen und Löschen von Nachbearbeitungsaufträgen
Zur Anbindung eigener Geschäftsprozesse stehen Ihnen darüber hinaus Business Application Programming Interfaces (BAPIs) zur Verfügung.