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Swap Space-Bedarf 
SAP-Applikationsserver sind wichtige Benutzer von Swap Space. Wenn der Swap Space eines Rechners aufgebraucht ist, entstehen daraus schwerwiegende Systemprobleme. Aus diesem Grund ist es wichtig, den Gebrauch von Swap Space zu überwachen.
Zur Überwachung des Swap Space können Sie entweder ein Überwachungstool für Host-Betriebssysteme oder den Systemmonitor des SAP Computing Center Management System (CCMS) verwenden. Der CCMS Alert-Monitor, der über den Systemmonitor verfügbar ist, gibt Warnmeldungen aus, wenn der Swap Space-Gebrauch eine voreingestellte Schwelle überschreitet. Sie können sich außerdem den gegenwärtigen Gebrauch anzeigen lassen.
Das Vorgehen ist betriebssystemabhängig und im entsprechenden Teil beschrieben:
Ein SAP- Applikationsserver teilt sich den Swap Space im Hostsystem mit Nicht-SAP-Prozessen. Die maximale Größe des Swap Space, den ein SAP-Applikationsserver beanspruchen kann, richtet sich nach den folgenden Faktoren:
· Zusammengefaßte Größe der von SAP verwendeten Shared Memory-Segmente, insbesondere die SAP-Puffer (beispielsweise der Programm- und Tabellenpuffer).
Typische Größe: 200 bis 700 MB.
Dies kann mit dem Programm sappfpar check pf=<Profil> getestet werden. (Genaueres können Sie für UNIX dem Kapitel Feststellen des Swap Space-Bedarfs entnehmen.)
· Anzahl der Workprozesse in einem SAP-Server.
Jeder Workprozeß benötigt etwa 12 MB Swap Space plus den Rollbereich des aktiven Benutzerkontextes, also etwa 20 MB pro Workprozeß.
· SAP Erweiterungsspeicher (Extended Memory), wie im Parameter em/initial_size_MB definiert (SAP-Erweiterungsspeicher-Pool): Dieser Parameter weist den Swap Space-Bereich zu, den das SAP-System für seinen erweiterten Speicher verwendet. Der Pool hat eine feste Größe; die Gesamtgröße wird unmittelbar nach dem Start des Applikationsservers zugewiesen.
Typische Werte: 500 - 1500 MB
· SAP-Grenze für den prozeßlokalen Speicher (Privater Speicher) der Workprozesse eines Applikationsservers. Diese Grenze wird im Parameter abap/heap_area_total definiert (maximaler lokaler privater (Heap-) Speicher, den alle SAP-Workprozesse zuweisen können). Dies ist die obere Grenze des Swap-Speichers, den SAP-Workprozesse zuweisen können, während sie im PRIV-Modus laufen und prozeßlokalen Speicher verwenden. Der Speicher wird unter Berücksichtigung dieser Grenze den Workprozessen im Applikationsserver zugewiesen. Die genutzte Größe variiert, je nachdem, ob die Workprozesse in den PRIV-Modus schalten oder durchgestartet werden, wenn sie den PRIV-Modus verlassen.
Mit diesem Parameter sichern Sie die Vorhersehbarkeit, wenn das SAP-System Swap Space braucht. Dadurch können Sie einer kritischen Knappheit von Swap Space vorbeugen. Workprozesse können nicht mehr Heapspeicher-Ressourcen verwenden, als in diesem Parameter angegeben.
Typische Werte: 2 - 4 GB
Faustregel
Der Swap Space sollte für optimale Leistung etwa das Dreifache des Hauptspeichers oder mindestens 3 GB umfassen, je nachdem, welcher Wert höher ist.
Für 64-Bit-Systeme müssen weit höhere Werte eingestellt werden!
Siehe hierzu: Feststellen des Swap Space-Bedarfs (UNIX)