Kontenfindung
Das System FI-AA ermöglicht es Ihnen, alle Geschäftsvorfälle, die auf eine Anlage kontiert werden und alle automatisch berechneten Wertänderungen (insbesondere Abschreibungen) auf den entsprechenden Konten des Hauptbuchs fortzuschreiben. Diese Fortschreibung erfolgt bei dem führenden Bewertungsbereich 01 online, bei weiteren Bewertungsbereichen mit Hilfe einer periodischen oder einer direkten Verarbeitung (siehe Wertfortschreibung Bewertungsbereiche).
Wenn bei einer Buchung auf Anlage kontiert wird, dann ermittelt das System geschäftsprozessabhängig anhand des im Buchungskreis gültigen Kontenplanes, des mitzubuchenden Bewertungsbereiches und des Kontenfindungsschlüssels die zu bebuchenden Konten des Hauptbuchs.
Kontenfindung

Der Kontenplan beinhaltet alle Konten des Hauptbuches. Im Finanzwesen wird jedem Buchungskreis genau ein Kontenplan zugeordnet. Diese Zuordnung ist auch für die Anlagenbuchhaltung bindend.
Der Kontenfindungsschlüssel wird im allgemeinen Stammdatenteil der Anlagenklasse hinterlegt. Er definiert pro Kontenplan und pro mitzubuchenden Bewertungsbereich (siehe unten) eines Bewertungsplanes die zu bebuchenden Konten desFinanzwesens. Der Bewertungsplan an sich ist kein Schlüsselkriterium für die Kontenfindung. Dies bedeutet, dass für Buchungskreise, die auf verschiedene Bewertungspläne verweisen, aber denselben Kontenplan verwenden, keine bewertungsplanspezifischen Abstimmkonten in einer Kontenfindung hinterlegt werden können.
Sie müssen in jeder Anlagenklasse einen Kontenfindungsschlüssel hinterlegen. Auf diese Weise wird eine klasseneinheitliche Kontenzuordnung gewährleistet. SAP liefert Kontenfindungsschlüssel für die Standardbewertungspläne und Standardkontenpläne aus.

Informationen zur Bedeutung der Konten in einem Kontofindungsschlüssel erhalten Sie durch die F1-Feldhilfe zu den einzelnen Konten in einer Kontenfindungsdefinition.
Bei der Definition der Bewertungsbereiche können Sie festlegen, ob die Werte eines Bewertungsbereiches im Finanzwesen mitgebucht werden (vgl. Eigenschaften eines Bewertungsbereichs). Für jeden mitzubuchenden Bewertungsbereich können in einem Kontenfindungsschlüssel eigene Konten hinterlegt werden. Wenn die Bestandsveränderungen des mitzubuchenden Bewertungsbereichs nicht schon durch direkte Verarbeitung verbucht wurden, dann buchen Sie diese in dem periodischen Report Bestandsbuchung.

Sie können außerdem für einen
Bewertungsbereich einstellen, dass die Konten aus einem anderen
Bewertungsbereich verwendet werden sollen. SAP empfiehlt, dies für die
parallele
Rechnungslegung in der Hauptbuchhaltung (neu) zu verwenden. Dies hat den
Vorteil, dass Sie für alle Rechnungslegungen pro
Ledger die
gleichen Konten verwenden können. Dabei umgehen Sie, dass Sie alle Konten in
der Kontenfindung der Anlagenbuchhaltung mehrfach pro Bewertungsbereich
hinterlegen müssen.
Weitere Informationen dazu finden Sie unter Parallele
Rechnungslegung in der Anlagenbuchhaltung.
Bei Bewertungsbereichen ohne Mitbuchkennzeichen in der Bereichsdefinition sind keine Kontierungsangaben möglich.
Die Bewegungsart kennzeichnet den Typ des Geschäftsvorfalls. Auf diese Weise identifiziert das System, welche Konten einer bestimmten Kontenfindung zu bebuchen sind (vgl. Bewegungsarten).

Mit Hilfe einer vorbereiteten Kundenerweiterung können Sie die Kontenfindung individuell übersteuern. Dabei können Sie diejenigen Konten austauschen, die keine Anlagenabstimmkonten sind (vgl. Kundenerweiterungen (Customer Exits)).