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Funktionsdokumentation Konsequenzen des Änderns von Fertigungsaufträgen Dokument im Navigationsbaum lokalisieren

Verwendung

Die Standardstrategie ist Folgende:

·        Änderungen an den Grundkriterien (Material oder Größe) führen zu einer kompletten Deallokation der entsprechenden Zuordnungen.

·        Bei Änderungen an zeitabhängigen Daten von mehr als x Tagen (beispielsweise bei einer Verschiebung des erwarteten Wareneingangsdatums) werden die entsprechenden Zuordnungen vollständig deallokiert, wenn eine  Änderung dazu führt, dass sich das geplante Wareneingangsdatum dann außerhalb des Sicherheitsbestandsfensters befindet. Wahlweise können Sie das Kennzeichen für die Annahmeprüfung aktivieren: wenn der Annahmetest fehlschlägt, werden die betroffenen (oder alle) Bedarfe deallokiert. Wenn beispielsweise das Wareneingangsdatum vom 10. auf den 20. Juni verschoben wird und die Vormerkung für die Annahmeprüfung auf E (Fehler) gesetzt wird, werden alle zugeordneten Kundenauftragseinteilungen, deren bestätigtes Datum vor dem 20. Juni liegt, deallokiert.

·        Änderungen am Lagerort oder der Bestandskategorie können zu einer Deallokation führen.

·        Eine Reduzierung der bestellten Menge führt zu einer Deallokation. Sie können das System konfigurieren, um festzulegen, ob alle verknüpften Zuordnungen deallokiert werden sollen oder lediglich Zuordnungen bis zur reduzierten Menge (insgesamt). Der letzte Bedarf wird als erstes deallokiert. Wahlweise können Sie eine Sortierregel zuordnen, um bestimmten Zuordnungen eine Priorität zu geben (wie in der Sortierung im ARun); in diesem Fall können Sie veranlassen, dass das System die Zuordnungen mit der niedrigsten Priorität zuerst deallokiert.

·        Wenn Sie einen Fertigungsauftrag deallokieren, werden alle zugeteilten Kundenaufträge gesperrt. Wenn ein Kundenauftrag nicht gesperrt werden kann, erzeugt das System eine Fehlermeldung. Der Fertigungsauftrag kann nur verarbeitet werden, wenn der gesperrte Kundenauftrag entsperrt wird. Wenn die Menge reduziert wird und ein Kundenauftrag nicht gesperrt werden kann, wird der nächste Kundenauftrag deallokiert.

·        Wenn Sie einen Fertigungsauftrag als technisch vollständig markieren, werden die Zuordnungen für den Fertigungsauftrag deallokiert.

Integration

Werksabhängige Regel

Im Customizing für den Allokationslauf für das Fertigungsauftragshandling können Sie folgende werksabhängige Regeln auswählen:

·        Protokollierung

Hier wird festgelegt, welche Protokollregel für die im Fertigungsauftragshandling ausgeführten Aktionen angewendet wird. Die Protokollregel können Sie im Customizing unter AFS-Allokationslauf ® ARun-Details ® Protokoll ® Protokollregel festlegen.

·        Deallokationsregel

Diese Regel legt fest, unter welchen Umständen eine Deallokation zulässig bzw. nicht zulässig ist. (Siehe Beschreibung der Deallokationsregel unten.)

·        Sortierregel

Diese Regel legt die Reihenfolge fest, in der Bedarfe deallokiert werden sollen, falls eine Deallokation erforderlich sein sollte. Beispielsweise können die am wenigsten wichtigen Aufträge zuerst oder alle Aufträge in absteigender Reihenfolge der Kundenauftragsnummer usw. deallokiert werden. (Siehe Beschreibung der Sortierregel unten.)

Deallokationsregel

Im Customizing für das Fertigungsauftragshandling können Sie Deallokationsregeln festlegen, die verwendet werden sollen, wenn Fertigungsaufträge geändert werden. Wenn sie verhindern möchten, dass kritische Daten geändert werden, können Sie Fertigungsaufträge vor der eingeplanten Lieferung sperren, damit keine Änderungen vorgenommen werden können.

Wenn Sie andererseits Änderungen zulassen möchten, aber eine Warnmeldung versenden möchten, wenn ein Benutzer eine Fertigungsauftragsmenge ändert, können Sie in den Ankreuzfeldern Warnung vor Deallokation auswählen.

Zusammen mit dem Feld Menge legt das Feld Vollst. Eintlg fest, ob die gesamte Menge für diese Einteilung automatisch deallokiert wird.

Beispiel

Wenn Sie beispielsweise die LME-Menge für eine Baugruppe von 100 auf 75 Stück reduzieren:

·         werden 25 Stück (Kopf Baugruppe LME) deallokiert, wenn das Kennzeichen nicht gesetzt ist

·         werden alle 100 Stück (Kopf Baugruppe LME) deallokiert, wenn das Kennzeichen gesetzt ist

Für jedes Feld auf dem Bild können Sie aus folgenden Aktionen auswählen:

·        Änderung nicht zulässig

·        Warnung vor Deallokation

·        Deallokation ohne Warnung

·        Keine Aktion

Wenn Sie Keine Aktion auswählen, lässt das System die Änderung zu und unternimmt keine weitere Aktion. Wenn Sie für den Lagerort Keine Aktion wählen, dann wickelt das System einen Fertigungsauftrag normal ab, wenn ein Einkäufer den Lagerort in einem Fertigungsauftrag für ein bestimmtes Material ändert.

Für die Felder KZ:L.voll. (Kennzeichen Lieferung vollständig), Löschung und Menge steht die Eingabe Keine Aktion nicht zur Verfügung. Diese Felder sind im Hinblick auf das Fertigungsauftragshandling kritisch, d. h. Sie müssen entscheiden, wie das System reagieren soll.

Sortierregel

In den ARun-Customizing-Einstellungen für das Fertigungsauftragshandling können Sie festlegen, wie das System Bedarfe, Bestand und andere Objekte bei der Durchführung von Deallokationen sortieren soll.

Beispiel

Wenn Sie beispielsweise zunächst nach Dispostatus, dann nach Lieferpriorität und anschließend nach dem bestätigten Datum der Einteilung sortieren möchten, machen Sie folgende Eingaben:

Wenn Sie für die Lieferpriorität (LPRIO) das Kennzeichen Absteigend sortieren setzen, deallokiert das System die am wenigsten wichtigen Aufträge zuerst.

 

 

 

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