Anfang des InhaltsbereichsAllgemeines zur Verwendung von Symbolen und Ikonen in Listen Dokument im Navigationsbaum lokalisieren

Symbole vs. Ikonen - Technische und ergonomische Unterschiede

Im folgenden werden die Unterschiede zwischen beiden Symbolformen aus ergonomischem und technischem Blickwinkel betrachtet.

Technische Unterschiede

Ikonen sind farbige Bitmapgraphiken, die dem SAPGUI in zwei Größen vorliegen. Sie sind nur in beschränktem Maße skalierbar. Zwar können alle vorhandenen Ikonen in Listen verwendet werden, jedoch kann nur ein Teil von ihnen ausgedruckt werden (s. Transaktion LIBS). Ikonen werden primär auf Dynpros, z.B. in Drucktasten, eingesetzt (s. Drucktasten, frei positionierbar (Bedienelement) und Drucktastenleiste (Bedienelement)).

Symbole (Grafikzeichen) sind Schriftzeichen und werden mit dem Symbolzeichensatz SAPDings realisiert. Dies ist ein Zeichensatz, wie z.B. Courier, der prinzipiell in jeder Schriftgröße vorliegt; allerdings besteht er nicht aus Buchstaben, sondern aus grafischen Zeichen. SAPDings ist wie jeder Zeichensatz einfarbig und kann ausgedruckt werden (zu Beschränkungen siehe Ausgabe weiter unten). Z.Zt. kann SAPDings nur in Listen verwendet werden.

Ergonomische Unterschiede

Ikonen sollten im Listenkörper in Bereichen eingesetzt werden, die auf Doppelklick oder, wenn implementiert, auf Einfachklick (Hotspot) eine Aktion ausführen. Dies sind also größtenteils interaktive Reports, die nicht unbedingt für den Ausdruck bestimmt sind. Einige Statusikonen können auch gedruckt werden. Allerdings ist darauf zu achten, daß sich übereinander angeordnete Ikonen u.U. gegenseitig überlappen können. Dies kann z.B. bei kleinen Schriftgrößen geschehen.

Symbole sollten überall dort verwendet werden, wo Listen für den Ausdruck erstellt werden. Auch in semi-grafischen Listen wie z.B. Hierachiegrafiken empfiehlt sich der Einsatz von Symbolen: Symbole integrieren sich besser in die übrigen grafischen Elemente als Ikonen, weil sie frei skalierbar sind. Insofern ist auch vom Einsatz der Ikonen innerhalb von tabellarischen Listen eher abzusehen (s.u.).

Einsatzbereiche für Symbole

Im Gegensatz zu Ikonen, die i.a. für Funktionen stehen, haben Symbole mehr "anzeigenden" Charakter:

sind (Anzahlen über 4 sind nicht mehr mit einem Blick zu erfassen)

Einige der Symbole sind auch als Textfeld oder - in speziellen Anwendungen - als Ersatz für Ikonen geeignet.

Konsistente Verwendung

Geometrische Zeichen besitzen in den seltensten Fällen eine fest umrissene Bedeutung. Deshalb kommen oft mehrere Symbole für einen Einsatzzweck in Betracht.

Beispiel

Bewertungen können durch gefüllte oder leere Kreise oder auch durch Kreise mit Plus- und Minuszeichen dargestellt werden.

In dieser Norm werden keine festen Vorgaben gemacht; schließlich können sich in bestimmten Anwendungsbereichen bereits unterschiedliche Darstellungen etabliert haben. Wichtig ist, daß man die Zeichen im Zusammenhang sieht, also passend zueinander auswählt, und konsistent einsetzt.

Beispiel

Bewertungsskalen: Zu Kreisen mit Pluszeichen passen Kreise mit Minuszeichen und der leere Kreis, jedoch nicht der gefüllte Kreis oder gar Quadrate.

Legende

Weil Symbole oft mehrdeutig sind oder keine klar umrissene Bedeutung haben, sollte ihre Bedeutung in einer Legende erläutert werden. Hierfür soll in Zukunft ein zentraler Funktionsbaustein angelegt werden. Die Legende sollte über das "i"-Symbol in der Symbolleiste aufgerufen werden können. Listen, die gedruckt werden, sollten am Ende eine Legende ausgeben.

Aufmerksamkeit, Anordnung

Symbole sind Zeichen einer Symbolschrift und damit im Gegensatz zu Ikonen normalerweise schwarz-weiß wie andere Schriftzeichen auch. Deshalb fallen sie weniger auf als farbige Ikonen. Hinzu kommt, daß Symbole i.a. kleiner als Ikonen sind, weil sie ins normale Zeichenraster passen müssen.

Aus diesen Gründen "springen" Symbole nicht so schnell ins Auge wie Ikonen, aber sie können auch nicht in demselben Maße den Gesamteindruck einer Liste beeinflussen oder gar zerstören. Gerade Listen mit tabellenartigem Charakter können vom geschickten Einsatz von Symbolen profitieren: der Blick wird nicht abgelenkt, und es entsteht auch nicht der Eindruck eines bunten "Flickenteppichs". Symbole sollten auch nicht über eine Liste "verstreut" werden, sondern sich an "konstistenten" Positionen befinden, wo sie leicht zu finden sind.

Färbung

Sollte dennoch eine farbige Hervorhebung der Symbole erwünscht sein, etwa um Fehler- oder Ausnahmewerte hervorzuheben, so sollte die Hervorhebung ausschließlich durch die Hintergrundfarbe und in Übereinstimmung mit den Richtlinien zum Einsatz von Farben in Listen geschehen. Hellere Farben sind zur Hervorhebung zu bevorzugen, weil sie das Symbol besser hervortreten lassen und im Umfeld weniger stören.

Von der Hervorhebung der Symbole durch die Vordergrundfarbe wird abgeraten, weil die Symbole dafür zu klein sind.

Hinweis

Farbige Hervorhebungen erscheinen im Druck normalerweise nicht oder nur unvollständig.

Einsatz von Symbolen vs. Ikonen in Listen

Als grundsätzliche Regel für den Einsatz von Symbolen vs. Ikonen gilt: Ikonen lösen i.a. Funktionen aus (i.a. auf Drucktasten wie auf Dynpros) oder kennzeichnen Objekte; Symbole dienen i.d.R. zur Darstellung von Zuständen und Werten.

Zwischen den angebotenen Symbolen und Ikonen gibt es jedoch Überschneidungen: So stehen Ikonen zur Verfügung, die Zustände darstellen. Im folgenden werden Hinweise zur Auswahl der für den jeweiligen Anwendungsfall geeigneten Elemente gegeben.

Ikonen

Aufgrund ihrer Farbigkeit und Größe fallen Ikonen sofort ins Auge und ziehen die Aufmerksamkeit auf sich. Aus diesem Grund sollten sie für Statusanzeigen nur dann verwendet werden, wenn dieser Effekt der Signalwirkung erwünscht ist und wenn nur wenige Statuszeichen in der Liste vorhanden sind.

Kommt eine Statusanzeige in jeder Listenzeile oder zumindest in regelmäßiger Folge vor, sollten die Statuskennzeichen möglichst an den Rand gestellt werden, wenn sie mit Ikonen realisiert wird.

Hinweis

Ikonen können sich wegen ihrer Größe und weil Listen eine andere Metrik aufweisen als Dynpros über mehr als eine Zeile erstrecken; es ist zu prüfen, ob sie nicht besser nur in jeder zweiten Listenzeile erscheinen, damit sie sich nicht überlappen.

Druck: Im Druck werden einige Ikonen durch Grafikzeichen eines speziellen Zeichensatzes dargestellt. Hierbei gelten dieselben Einschränkungen wie bei normalen Symbolen. Die restlichen Ikonen können nicht gedruckt werden.

Symbole

Symbole springen als Schriftzeichen nicht so deutlich aus dem normalen Listenbild heraus wie Ikonen. Sie fügen sich auch im Inneren der Liste harmonisch in das Gesamtbild ein. Sollen sie in Ausnahmefällen die Aufmerksamkeit auf sich lenken, können sie mit einer Hintergrundfarbe hinterlegt werden.

Symbole sind im Gegensatz zu Ikonen, die nur in zwei Größen vorliegen, skalierbar und passen sich automatisch der Größe der umgebenden Schrift an (dies gilt natürlich auch im Druck). Sie können in jeder Listenzeile eingesetzt werden.

Achtung

Die ABAP-Namen der Symbole beginnen mit "SYM_". Dieser Präfix ist in den folgenden Listen nicht extra angegeben.

 

 

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