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Ein Computersystem sollte den Benutzer auf verschiedenen Wegen zum Ziel kommen lassen, ihm also keine feste Abfolge von Schritten vorschreiben. Auf folgende Weise kann dem Benutzer der Eindruck vermittelt werden, daß er das System kontrolliert:

Modi zurückhaltend verwenden

Ein Modus ist hier ein Zustand einer Anwendung, in dem der Handlungsspielraum des Benutzer eingeschränkt wird: Z.B. können in einem Linien-Zieh-Modus nur Linien gezogen oder in einem Schreib-Modus nur Buchstaben eingetippt werden. Durch die Verwendung von Modi kann der Umgang des Benutzers mit der Anwendung - manchmal sehr effizient - gelenkt werden. Dies wird jedoch oft übertrieben und kann beim Benutzer zu einem Gefühl von Ohnmacht führen.

Verwirrend für Benutzer ist auch, daß innerhalb verschiedener Modi die gleiche Aktion zu unterschiedlichen Reaktionen der Anwendung führen kann. Der aktuelle Modus sollte deshalb, z.B. anhand der Cursorform, erkennbar sein.

Während der Modus wirksam ist, sollte der Benutzer in anderen Teilen der Anwendung weiterarbeiten können. Der Benutzer sollte den Modus leicht ein- und ausschalten können.

Beschreibende, hilfreiche Meldungen ausgeben

Falls eine Anwendung eine Aktion des Benutzers nicht interpretieren kann, sollte sie dies dem Benutzer mitteilen. Die ausgegebene Meldung sollte die Situation beschreiben und dem Benutzer helfen, korrekt weiterzuarbeiten.

Sofort auf Benutzeraktionen reagieren

Das System sollte auf Aktionen des Benutzers sofort und sichtbar reagieren. Andernfalls sollte der Benutzer einen entsprechenden Hinweis erhalten. Z.B. kann ein Sanduhr-Cursor anzeigen, daß das System zur Zeit beschäftigt ist.

Benutzeraktionen widerrufbar machen

Der Benutzer sollte seine Aktionen wieder rückgängig machen können. Falls das nicht möglich ist, sollte er rechtzeitig darüber informiert werden und die Aktion abbrechen oder eine andere Aktion auswählen können.

Unterschiedliche Lernstadien berücksichtigen

Ein unerfahrener Benutzer sollte eine Anwendung aus dem Stegreif gebrauchen können. Seine Fertigkeiten sollten sich durch den Gebrauch der Anwendung erweitern.

Experten sollten, z.B. durch versteckte Mechanismen wie Buchstabenkürzel, mit der Anwendung schnell und effizient ihre Aufgaben lösen können. Generell sollte die Benutzungsschnittstelle so flexibel sein, daß jeder Benutzer seinen Fertigkeiten entsprechend damit arbeiten kann.

Die Benutzungsschnittstelle verständlich gestalten

Die Benutzungsschnittstelle sollte so leicht zu verstehen sein, daß der Benutzer die meiste Aufmerksamkeit der eigentlichen Aufgabe bzw. dem Endergebnis und nicht dem Werkzeug zum Lösen der Aufgabe widmen kann.

Die Benutzungsschnittstelle individuell einstellbar machen

Hintergrundwissen, Interessen, Motivation und Erfahrungen von Benutzern sind sehr unterschiedlich. Deshalb sollten Benutzer Anwendungen ihren individuellen Bedürfnissen anpassen können - z.B. die Bildschirmfarben und ihre Intensität einstellen können, die Menüeinträge individuell zusammenstellen können, die Reihenfolge der Schritte eines Arbeitsablaufs bestimmen können usw.

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