Die Verwendung Boolescher Aussagen im FI-SL-System Boolesche Aussagen können Sie in folgenden Komponenten verwenden:
Validierung
Mit Hilfe Boolescher Aussagen können Sie festlegen, wie die dem FI-SL-System übergebenen Daten validiert und unter welchen Bedingungen sie ins FI-SL-System übernommen werden.
Substitution
Mit Hilfe Boolescher Aussagen können Sie festlegen, unter welchen Bedingungen die dem FI-SL-System übergebenen Daten substituiert werden sollen.
Ledgerselektion
Mit Hilfe Boolescher Aussagen können Sie festlegen, unter welchen Bedingungen Ihre Ledger bebucht werden sollen.
Report Writer
Mit Hilfe Boolescher Aussagen können Sie festlegen, welche Daten für Ihre Berichte selektiert werden sollen.
Rollups
Mit Hilfe Boolescher Aussagen können Sie festlegen, unter welchen Bedingungen substituierte Daten in Rollup-Ledger übertragen werden sollen.
Mit Hilfe Boolescher Aussagen können Sie festlegen, welche(s) Ihrer Ledger bebucht werden soll(en).
Beispiel
Sie können festlegen, dass ein bestimmtes Ledger bebucht werden soll, wenn der Geschäftsvorfall ein Gewinn- und Verlustkonto betrifft.
Wenn Sie festlegen, durch welche Vorgänge Ihre Ledger fortgeschrieben werden, haben Sie auch die Möglichkeit festzulegen, unter welchen Bedingungen bestimmte Ledger zur Bebuchung selektiert werden sollen. Auf dem Bild
Ledger ändern: Ledgerselektion
können Sie im Feld
Bedingung
Boolesche logische Aussagen für die Ledgerselektion eingeben.
Beispiel
Selektionsregel: RFXX
Ledger: D4
Bedingung: GLT1-RCNTR = '100'
In diesem Beispiel werden alle mit RFXX-Vorgängen übergebenen Geschäftsvorfälle auf das Ledger D4 gebucht, wenn die Kostenstelle 100 ist.
Wenn Daten in die Anwendungskomponente FI-SL übertragen werden, können diese Daten anhand der im Feld
Bedingung
eingegebenen Aussagen auf bestimmte Ledger gebucht werden.
Hinweis
Um günstigere Verarbeitungszeiten zu erhalten, sollten Sie Boolesche logische Regeln und keine Aussagen eingeben.
Bei der Arbeit mit dem Report Writer können Sie Boolesche Aussagen zur Selektion der Berichtsdaten verwenden. Wenn Sie mit Booleschen Aussagen arbeiten, können sich die Verarbeitungszeiten verlängern; Sie haben jedoch die Möglichkeit, komplexere Selektionskriterien zu definieren.
Beispiel
Sie können festlegen, dass die Daten für einen Bericht selektiert werden, wenn die Kostenstelle 100und der Buchungskreis nicht 2000ist.
Boolesche logische Formeln geben Sie in das Feld
Regelname
des Dialogfensters ein, das eingeblendet wird, wenn Sie auf dem Bild
Bericht anlegen: Allg. Selektionen
den Menüpunkt
auswählen.
Beispiel
Sie legen eine Selektionsregel mit dem Namen AR-BERICHT an. Diese Selektionsregel enthält folgende Selektionsaussage:
GLT1-RCNTR = '100' AND GLT1-BUKRS <> '2000'
Durch diese Aussage wird festgelegt, dass das System alle Daten selektiert, die die Kostenstelle 100 , nicht aber den Buchungskreis 2000 betreffen.
Wenn Sie eine Selektionsaussage in einen Bericht eingeben, kann sich diese Selektionsformel nur auf die in der Bibliothek des Berichts angegebene Tabelle beziehen.
Beispiel
Eine Aussage kann sich nur dann auf die Tabelle GLT1 beziehen, wenn die Bibliothek des betreffenden Berichts die Tabelle GLT1 verwendet.
Hinweis
Um günstigere Verarbeitungszeiten zu erhalten, sollten Sie anstelle von Selektionsaussagen Selektions-Sets verwenden.
Weitere Informationen zur Verwendung von logischen Aussagen bei der Arbeit mit dem Report Writer finden Sie unter Selektionskriterien definieren .
Bei der Arbeit mit Rollups können Sie in Regeln eingegebene Boolesche Aussagen verwenden, um während des Verdichtungsprozesses substituierte Daten in Empfängerfelder zu übertragen, und um festzulegen, welche Daten in ein Rollup-Ledger "hochgerollt" werden sollen.
Beispiel
Sie können festlegen, dass alle Konten, die größer gleich Konto 200000 und kleiner gleich Konto 250000 sind, in das Konto 300000 verdichtet werden sollen.
Sie geben Boolesche logische Regeln ein, um
auf dem Bild
Rollup <Name> anlegen: Rollupstapel
im Feld
Regel
die zu verdichtenden Daten auszuwählen
auf dem Bild
Sicht "Rollup Substitution" ändern: Übersicht
im Feld
Boolesche Bedingung
Daten zu substituieren
Beispiel
Sie legen eine Substitutionsregel mit dem Namen AR-ROLLUP an. Diese Substitutionsregel enthält folgende Aussage:
GLU1-RACCT >= '200000' AND GLU1-RACCT < '250000'
Auf dem Bild
Sicht "Rollup Substitution" ändern: Übersicht
geben Sie in das Feld
Regel
die Substitutionsregel AR-ROLLUP ein. Darüber hinaus geben Sie den Wert ein, durch den die Transaktionsdaten substituiert werden sollen (z.B. Konto 300000). Wenn von einem Geschäftsvorfall ein Konto größer gleich 200000 und kleiner gleich 250000 betroffen ist, werden die Daten in das Konto 300000 substituiert.
Weitere Informationen zur Verwendung logischer Aussagen bei der Arbeit mit Rollups finden Sie unter Rollupstapel anlegen .
Bei der Validierung verwenden Sie Boolesche logische Aussagen, um die dem FI-SL-System übergebenen Daten zu verproben. Wie bei der IF/THEN-Bedingung (<->) wird die Validierung in zwei Schritten vollzogen:
Zunächst prüft das System, ob die Validierungsvoraussetzung für den betreffenden Geschäftsvorfall erfüllt, d.h. wahr (TRUE) ist. Wenn die Bedingung wahr (TRUE) ist, verprobt das System die Daten gegen die Prüfaussage (Validierungsregel).
Anschließend verprobt das System den Geschäftsvorfall gegen die Validierungsregel. Wenn die Validierungsregel erfüllt, d.h. wahr (TRUE) ist, werden die Daten gebucht.
Beispiel
Wenn das Werk 10 und die Gesellschaft 1000 ist, muss die Kostenstelle im Intervall 110 bis 180 liegen, damit der Geschäftsvorfall gültig ist und die Daten gebucht werden. Wenn Sie versuchen, einen Geschäftsvorfall einzugeben, der das Werk 10 und eine Kostenstelle betrifft, die nicht im Intervall 110 bis 180 liegt, gibt das System eine entsprechende Fehlermeldung aus.
Bei der Substitution verwenden Sie Boolesche logische Aussagen, um die Bedingungen festzulegen, unter denen eine Substitution durchgeführt werden soll.
Beispiel
Sie erweitern Ihren Codingblock um die Dimension "Region". Sie können weiterhin festlegen, dass der Wert 121223 in die Dimension "Region" der FI-SL-Summentabelle transportiert wird, wenn aus einer anderen SAP-Anwendung ein Geschäftsvorfall ins FI-SL-System übergeben wird, der die Kostenstelle 300 betrifft.