Konditionen im Medienvertrieb

Definition

Die Konditionen dienen im SAP-System zur automatischen Ermittlung von Preisen bzw. Verrechnungswerten.

Verwendung

Die Konditionen werden in folgenden Anwendungskomponenten des Medienvertriebs eingesetzt:

Anwendungs- komponente

Konditionen

Beispiel

Verkauf (Auftragsabwicklung)

Preise

Zu- und Abschläge

Steuern

  • Bezugspreis eines Druck-

    erzeugnisses (Grundpreis inklusive oder exklusive Steuer)

  • Abonnementstückpreis eines Druckerzeugnisses

  • Kundeneinzelpreis

  • Versandkosten Inland

  • Aktionsrabatt

Abrechnung

(Zustellung, Provision, Postentgeltkontrolle)

Verrechnungswerte

Zu- und Abschläge

Steuern

  • Tagesstückvergütung VSG je Bezirk

  • Durchschnittsvergütung bezogen auf Zusteller, Lieferart oder Bezirk

  • Einmalprovision bzw. Renditeprovision

  • Beilagenzuschlag je Mitarbeiter

Hinweis Hinweis

Da die Preise und Verrechnungswerte im SAP-R/3-System auf die gleiche Weise ermittelt werden, stehen die Begriffe Preisfindung und Preise im folgenden verallgemeinernd sowohl für den Verkauf als auch für die Abrechnung.

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Struktur

Die Preisfindung erfolgt - wie auch die Nachrichtenfindung - mit Hilfe der Konditionstechnik , einem im SAP-System enthaltenen Tool. Die Konditionstechnik stellt folgende Konditionselemente für das Customizing der Preisfindung zur Verfügung:

  • Feldkatalog je Anwendungskomponente

Der Feldkatalog enthält alle Felder, die innerhalb einer Anwendungskomponente (Verkaufsbeleg, Zustellungsabrechnung, Provisionsabrechnung) als Schlüsselfelder für Konditionstabellen der Preisfindung ausgewählt werden können.

  • Konditionsschema

Das Schema ist das höchste Element in der Hierarchie der Konditionselemente für die Preisfindung. Es umfaßt zusammengehörende Konditionsarten, die innerhalb einer Anwendungskomponente erzeugt werden können (z.B.: Das Schema Abonnement inklusive Steuern global gilt nur innerhalb der Anwendungskomponente Verkaufsbeleg und umfaßt alle Konditionsarten, die zur Ermittlung des entsprechenden Abonnementbetrags erforderlich sind.)

  • Konditionsart

Eine Konditionsart (z.B. BZPR für Bezugspreis Brutto, KDRB für Kundenrabatt, MWSI für Ausgangssteuer) steht für jeweils eine Kondition. Unter dem Schlüssel der Konditionsart werden die entsprechenden Parameter für die Preisfindung verwaltet. Der Konditionsart ist eine Zugriffsfolge zugeordnet.

  • Zugriffsfolge

Eine Zugriffsfolge ist eine Suchstrategie zur Ermittlung der Konditionssätze. Sie bestimmt die Reihenfolge, in der das System die Konditionstabellen durchsucht. Je Stufe kann ein Exklusivkennzeichen gesetzt werden, das nach erfolgreicher Ermittlung eines Konditionssatzes die Suche nach weiteren Konditionssätzen abbricht. Die Zugriffsfolge ordnet außerdem den Schlüsseln der Konditionstabellen Felder aus der Belegstruktur zu. Mit dem Inhalt der Belegfelder sucht das System in der Konditionstabelle nach einem Konditionssatz.

  • Konditionstabelle

In einer Konditionstabelle ist die Kombination der Schlüsselfelder festgelegt, über die auf einen Konditionssatz zugegriffen werden kann. Die Schlüsselfelder für Konditionen werden entsprechend den möglichen Preisvereinbarungsebenen kombiniert. So kann z.B. ein Bezugspreis abhängig sein von der Verkaufsorganisation, dem Vertriebsweg, dem Druckerzeugnis und der Lieferart.

Ein Konditionssatz einer Konditionstabelle enthält neben den Inhalten der Schlüsselfelder die spezifischen Konditionsdaten (Betrag, Währung, Einheit, Staffeln, Gültigkeitszeitraum usw.).

Hinweis Hinweis

Sie legen die Konditionssätze im Rahmen der Pflege von Konditionsstammdaten an. Sie können die Konditionsstammdaten für die Preisfindung sowohl zentral (im Stammdatenmenü) als auch in den Arbeitsgebieten Verkauf, Faktura und Abrechnung pflegen.

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