FunktionsdokumentationMaterialerfassung mit MM-Integration

 

Sie können mit der Materialverbrauchsdokumentation zu medizinischen und pflegerischen Leistungen verbrauchtes Material erfassen. Wird die Materialverbrauchsdokumentation mit Materialwirtschaft (MM)-Integration durchgeführt, so werden auch Funktionen der Komponente Materialwirtschaft verwendet.

Sie können Material nur zu medizinischen und pflegerischen Leistungen erfassen, deren Leistungsstatus Erbracht oder Quittiert entspricht.

Voraussetzungen

Die Materialverbrauchsdokumentation mit MM-Integration setzt voraus, dass die Materialverbrauchsdokumentation mit MM-Integration eingerichtet ist.

Funktionsumfang

Die Materialverbrauchsdokumentation mit MM-Integration bietet folgende Möglichkeiten zur Erfassung und Verwaltung des verbrauchten Materials:

  • Sie wählen die Materialien aus dem MM-Materialstamm aus.

  • Sie können eine Hierarchie im Sinne einer Eingabehilfe definieren. Die Hierarchiedefinition unterstützt eine effiziente Auswahl des gewünschten Materials.

  • Sie können zu einer Leistung einen Materialvorschlag abhängig von der erbringenden Organisationseinheit (OE) definieren.

  • Sie können den Materialausschuss dokumentieren (z. B.: im Zuge einer Röntgenaufnahme werden 3 Bilder geschossen; 2 Bilder sind jedoch qualitativ unbrauchbar).

  • Sie können die Chargennummer eines Materials mit Zugriff auf die entsprechenden Daten von MM dokumentieren.

  • Wenn ein Material bestandsmäßig geführt wird, so verbucht das System verbrauchtes Material als Warenausgang im Lager. Zu diesem Zweck muss das Kennzeichen Lagerkennzeichen im Materialstamm gesetzt sein.

Aktivitäten

Wählen Sie die Materialerfassung aus einer der folgenden Arbeitsplätze des Klinischen Systems.

  • Im Klinischen Arbeitsplatz wählen Sie in den Sichten des Sichttyps Ambulanz/Leistungsstelle oder Arzneimittelereignisse/stationäre Pflegeleistungen die Funktion Verbrauchte Materialien oder Sie verwenden den Hotspot der Spalte Verbrauchtes Material.

  • Im Rahmen der Leistungserfassung und Leistungsnacherfassung wählen Sie die Funktion Verbr. Material.

  • Im OP-Monitor wählen Sie den Eintrag Materialerfassung zur Haupt- oder Neben-OP oder zur Anästhesieankerleistung.

  • Im OP-Arbeitsplatz wählen Sie die entsprechende OP-Aufgabe zur Haupt-, Neben-OP oder zur Anästhesieankerleistung aus.

  • Wenn im Leistungsstamm einer radiologischen Leistung im Registerkarte Kennzeichen med das KennzeichenMaterialdokumentation Pflicht gesetzt ist, wird bei den Funktionen Leistung erbringen oder Leistung freigeben die Materialerfassung gestartet.

Wenn Sie die Materialerfassung über eine der obigen Arbeitsplätze aufrufen, gelangen Sie auf eines der folgenden Bilder:

  • Sie können auf dem Bild Materialvorschlag Material aus einem Materialvorschlag in die Materialerfassung übernehmen. Weitere Informationen finden Sie unter Gliederung Materialvorschlag.

  • Sie erfassen auf dem Bild Verbrauchtes Material erfassen das benötigte Material zu einer Leistung. Weitere Informationen finden Sie unter Verbrauchtes Material erfassen.

Der organisationseinheitenbezogene Parameter (OE-Parameter) MMINTABL steuert, welches Bild angezeigt werden soll.

Materialerfassung beenden

Sie müssen die Materialerfassung beenden, damit vom System die Abrechnung des Materials und das Abbuchen vom Lager entsprechend des Customizing im Materialstamm ausgeführt wird.

  • Die Materialerfassung wird in der Leistungsstelle immer mit der Freigabe der Leistung abgeschlossen. Die Freigabe der Leistung setzt den Leistungsstatus auf Quittiert.

  • Die Materialerfassung wird im OP-Bereich durch die Funktion Materialerf. beenden beendet. Siehe Materialerfassung im OP.

Der einrichtungsbezogene, zeitunabhängige Systemparameter N1QUTIME steuert, bis zu welchem Zeitpunkt eine Änderung des Materialverbrauchs möglich ist. Wenn eine Änderung nach Beendigung der Materialerfassung möglich ist, so können Sie bereits erfasstes Material stornieren und weiteres Material erfassen. Die Änderungen werden für die Abrechnung und für die Abbuchung vom Lager entsprechend des Customizing im Materialstamm berücksichtigt.

Material stornieren

Sie können Material im Bild Verbrauchtes Material erfassen stornieren. Eine Stornierung von Material nach Beendigung der Materialerfassung ist innerhalb des über den Systemparameter N1QUTIME definierten Zeitraums möglich. Wenn Sie Material nach Beendigung der Materialerfassung stornieren, werden eine eventuell generierte Leistung zur Verrechnung im SAP Patient Management und ein eventuell erstellter Materialbeleg automatisch mitstorniert.

Es ist auch möglich, dass Material im Zuge einer Stornierung eines anderen Objekts storniert wird.

Beispiel Beispiel

Sie stornieren eine quittierte, medizinische Leistung im Klinischen Arbeitsplatz in einer Sicht des Sichttyp Ambulanz/Leistungsstelle. Zu der Leistung wurde ein Material erfasst. Bei der Stornierung der Leistung wird die Stornierung des Materials durchgeführt.

Ende des Beispiels.

Sie müssen bei der Stornierung eines Materials im Zuge der Stornierung eines anderen Objektes folgendes beachten:

Das Material wird beim Storno der Leistung im Bild Stornieren markiert angezeigt.

Wenn Sie die Markierung des Materials im Bild Stornieren wegnehmen und den Stornovorgang abschließen, werden generierte Leistungen im SAP Patient Management automatisch mitstorniert. Da es sich bei den Leistungen um Leistungen aus dem SAP Patient Management handelt, erscheint kein weiteres Dialogfenster.

Wenn Sie die Markierung des Materials beibehalten und es existiert zu dem Material ein Materialbeleg, so erscheint eine Fehlermeldung. Das Storno kann erst nach Stornierung des Materials fortgesetzt werden. Das Material müssen Sie über die Materialerfassung stornieren. Wenn das Material storniert ist, können Sie das Objekt stornieren.

Die Stornierung des Materials ist nicht mehr optional, wenn in Folge des Storno eines Objektes auch der Fall storniert wird. Sie können in dem Bild Stornieren nicht mehr die Markierung für das Material wegnehmen.

Berücksichtigung der Fallrevision

Sie können mit der Funktion Besuch umhängen Bewegungen von einem Fall eines Patienten auf einen anderen Fall desselben Patienten umhängen. Das System berücksichtigt beim Umhängen Material, das zu den Leistungen der bearbeiteten Bewegung erfasst ist.

Material, zu dem kein Materialbeleg existiert, wird vom System automatisch umgehängt. Das automatische Umhängen erfolgt auch für eventuell generierte Leistungen zur Verrechnung im SAP Patient Management.

Wenn zu dem Material ein Materialbeleg existiert, erscheint eine Fehlermeldung. Sie müssen das Material stornieren, um das Umhängen der Bewegung abzuschließen. Sie Stornieren das Material über die Materialerfassung. Nach dem Umhängen der Bewegung müssen sie das Material neu erfassen.