FunktionsdokumentationSichttyp Medizincontrolling

 

Im Klinischen Arbeitsplatz steht Ihnen der Sichttyp Medizincontrollingzur Verfügung. Mit diesem Sichttyp können Sie den Klinischen Arbeitsplatz so konfigurieren, dass er von einem Medizincontroller optimal im Rahmen des Stationsmanagements genutzt werden kann.

Ziel des Sichttyps Medizincontrolling ist es, im Klinischen Arbeitsplatz Falllisten auf der Basis vorgegebener Selektionen zu erzeugen. Diese können sich auf fehlende Dokumentationen (z.B. fehlende Aufnahme- oder Entlassungsdiagnose), besondere Falleigenschaften (z.B. Verweildauer, Anzahl Diagnosen) oder auf Standardfragestellungen im Zusammenhang mit Diagnosis Related Groups beziehen. Über Einzelparameter im Selektionsbild können Sie diese Standardauswertungen variieren.

Die erzeugten Falllisten bilden als Arbeitslisten die Basis für die Nachverarbeitung und Kontrolle vor allem der Diagnosendokumentation, aber auch anderer Bereiche der Primärdokumentation, wie z.B. Befunde.

Auswahlkriterien sind Diagnosen, Bewegungen, Leistungen bzw. Prozeduren und Abrechnungsergebnisse im DRG-Kontext.

Informationen zur Selektion

Beim Einstellen oder Ändern der Selektion der Sicht können Sie folgende Werte eingeben oder Kennzeichen setzen:

In der Gruppe Fallselektion legen Sie zunächst fest, welche Fachabteilung oder Station Sie betrachten wollen. Darüber hinaus geben Sie den Auswertungszeitpunkt und evtl. einen Planungshorizont für Zugänge und einen Historienhorizont für Abgänge ein.

Über das Kennzeichen Entlassene aus Fachabteilung können Sie einstellen, dass Sie nur Entlassungen aus der Fachabteilung (FA) angezeigt bekommen, die Sie in der Fallselektion festgelegt haben.

Über das Kennzeichen Gesunde Neugeborene können Sie diese Fälle in die Fallselektion einbeziehen.

Sie können die Fälle weiter über die Fallart, den Status der medizinischen Basisdokumentation und den Abrechnungsstatus auswählen.

Ausgehend von dieser Obermenge können Sie die Kriterien der Registerkarten Diagnosen, OPs/Prozeduren, DRGsund Sonstiges beliebig miteinander kombinieren.

Folgende Kennzeichen der Registerkarte Sonstiges sollten Sie nur nutzen, wenn Sie in Ihrer Einrichtung die Abrechnung von DRGs nach KFPV durchführen:

  • Kennzeichen Unterschreitung der uGVD (untere Grenzverweildauer einer DRG-Leistung)

    Wenn Sie dieses Kennzeichen setzen, nimmt das System den Fall in den Arbeitsvorrat der Ausgabeliste auf, wenn die Verweildauer die untere Grenzverweildauer einer DRG-Leistung unterschreitet.

  • Kennzeichen Überschreitung der oGVD (obere Grenzverweildauer einer DRG-Leistung)

    Wenn Sie dieses Kennzeichen setzen, nimmt das System den Fall in den Arbeitsvorrat der Ausgabeliste auf, wenn die Verweildauer die obere Grenzverweildauer einer DRG-Leistung überschreitet.

  • Kennzeichen Abschlag bei Verlegungen (Unterschreitung der mittleren Verweildauer einer DRG-Leistung)

    Für einen Fall werden Abschläge bei Verlegungen berücksichtigt, wenn es sich um Verlegungen aus bzw. in ein externes Krankenhaus handelt. Wenn Sie dieses Kennzeichen setzen, nimmt das System einen Fall in den Arbeitsvorrat der Ausgabeliste auf, wenn die Verweildauer die mittlere Verweildauer einer DRG-Leistung unterschreitet.

    Achtung Achtung

    Die Selektionsoptionen im Gruppenrahmen Fallselektion sind mit einem logischen UND verknüpft.

    Die Selektionsoptionen auf den Registerkarten DRGs und Sonstiges sind mit einem logischen ODER verknüpft.

    Ende der Warnung.

Das Ergebnis sind dann genau die Fälle, auf die mindestens eines der gewählten Kriterien zutrifft. So bilden Sie durch Angabe weniger Parameter

  • sowohl sehr spezifische Sichten, die eine ganz konkrete Fragestellung beantworten (Spezialsichten)

  • als auch allgemeine Sichten (Kontrollsichten), die mehrere Sachverhalte in einem Schritt prüfen und eher zur Abschlusskontrolle benutzt werden können.

    Hinweis Hinweis

    Beachten Sie, dass die fallbezogenen Diagnoseinformationen nur ausgegeben werden, wenn der Benutzer die Anzeigeberechtigung für die ermittelte Diagnose hat.

    Ende des Hinweises
Funktionsvorrat

Jeder Sichttyp stellt eine bestimmte Menge an Funktionen (Funktionsvorrat) zur Verfügung. Der Umfang an Funktionen ist von SAP vorgegeben. Sie erhalten einen Überblick über den Funktionsvorrat des Sichttyps Medizincontrolling, wenn Sie eine Funktionsvariante anlegen oder ändern.

Im Sichttyp Medizincontrolling stehen Ihnen Funktionen aus den Bereichen Patient, Fall, Bewegungen und Umfeld zur Verfügung. Wenn Sie i.s.h.med einsetzen, können Sie darüber hinaus die im Abschnitt Funktionen aus i.s.h.med Klinisches System beschriebenen Funktionen verwenden.

Die Liste der möglichen Funktionen finden Sie unter Funktionen im Sichttyp Medizincontrolling.

Feldvorrat

Je Sichttyp steht Ihnen ein bestimmter Feldvorrat zur Verfügung. Über Layouts können Sie bezogen auf diesen Feldvorrat Spaltenreihenfolgen und Sortierungen selbst definieren.

Im Feldvorrat des Sichttyps Medizincontrolling stehen Ihnen über 160 Felder aus den Bereichen Patientendaten, DRG-Daten, Diagnosen, Bewegungsdaten etc. zur Verfügung; bei Einsatz von i.s.h.med kommen weitere 40 Felder dazu.

Den vollständigen Feldvorrat für den jeweiligen Sichttyp können Sie sich anzeigen lassen, wenn Sie Layouts anlegen.

Beispiel für Kontrollsicht

Beispiel für spezifische Sicht