Einstellungen im Customizing
Mit der Basisinstallation vom Klinischen System (i.s.h.med) haben Sie bereits die meisten erforderlichen Customizingeinstellungen auch für das OP-System vorgenommen. Es verbleiben jedoch folgende Einstellungen im Customizing und in den Systemparametern, die Sie speziell für das OP-System pflegen müssen.
Jede Operation braucht eine OP-Nummer für die Zusammenfassung aller Dokumente zu dieser Operation.
Sie legen die Nummerkreise (dies ist die Wertmenge für die OP-Nummern) im Einrichtungsleitfaden
unter an.
Jede Anästhesie benötigt eine AN-Nummer, die sie eindeutig identifiziert.
Sie legen die AN-Nummernkreise (dies ist die Wertmenge für die AN-Nummern) im Einführungsleitfaden
unter an.
Hinweis
Für die Vergabe der Anästhesienummer gibt es keine allgemeine Vorgabe. In der Regel wird die Anästhesienummer mit der Freigabe des Prämedikationsprotokolls oder des Narkoseprotokolls angelegt. Eine Musterlösung entnehmen Sie dem Userexit OP_EXIT_DOKA
(Dialog Anfang)
zum ausgelieferten Prämedikationsprotokoll N0_ANAMNE
im IncludeRN2N0ANA
.
Die Wertehilfe im Bild AVB der OP
(Verlaufsbeobachtungen) bietet standardmäßig alle hinterlegten AVBs an. Sie hinterlegen die AVBs über .
Über ZuO-Kompl-Kompl
können Sie zusätzlich eine hierarchische AVB-Struktur definieren.
Sie ordnen die echten AVBs 1100, 1200 und 1300 der Pseudo-AVB 1000 unter.
Sie können die Wertehilfe weiter differenzieren, z.B. nach chirurgischen und anästhesiologischen Gesichtspunkten. Dazu erfassen Sie zwei Pseudo-AVBS als Komplikationen, die mit keinem der offiziellen AVB-Schlüssel namentlich übereinstimmen dürfen.
Beispiel für Trennung in chirurgische und anästhesiologische AVBs
Erfassen Sie die Pseudo-AVBs OP
und AN
. Ordnen Sie diesen AVBs über ZuO-Kompl-Kompl
alle gewünschten AVBs der obersten Hierarchieebene zu, z.B. 1000, 2000 und 3000 zu OP
und
andere Pseudo-AVBs zuAN
.
Damit die Trennung in OP-AVBs und AN-AVBs greift, müssen Sie die Pseudo-AVBs zum Bereich, in unserem Beispiel OP
und AN,
in die einrichtungsabhängigen, zeitunabhängigen Parameter N2OPKOME
(chirurgische
AVBs) und N2ANKOME
(anästhesiologische AVBs) eintragen. N2OPKOME erhält den Wert OP
, N2ANKOME
den Wert AN
. Diese Parameter pflegen Sie im Einführungsleitfaden
unter .
Ergebnis:
Wenn Sie im Zweig OP-Dokumentation
des OP-Monitors AVBs erfassen, werden in der Wertehilfe nur diejenigen AVBs, gegliedert in Hierarchiestufen, angeboten, die Sie auf diese Weise als relevant für den chirurgischen Bereich gekennzeichnet haben.
Analog dazu werden im Zweig AN-Dokumentation
nur AVBs aus dem anästhesiologischen Bereich angeboten.
Hinweis
Sie können die Trennung in OP-AVBs und AN-AVBs auch ohne Hierarchiestufen vornehmen, indem Sie alle AVBs einzeln direkt den Pseudo-AVBs AN
und OP
zuordnen.
Den Zuordnungstyp, den Sie verwenden, um Anästhesieverfahren der Anästhesie-Gruppenleistung zuzuordnen, müssen Sie im Systemparameter N2ANZUO eintragen. Diesen Parameter finden Sie im Einführungsleitfaden
unter Branchenlösung Klinisches
.
Um den Aufwachraum zu kennzeichnen, müssen Sie dem Systemparameter N2OEAWR die OE Aufwachraum zuordnen. Diesen Parameter finden Sie im Einführungsleitfaden
unter Branchenlösung Klinisches
.
Um den Fachbereich Anästhesie zu kennzeichnen, müssen Sie dem Systemparameter N2FOE_AN
die fachliche OE Anästhesie zuordnen. Diesen Parameter finden Sie im Einführungsleitfaden
unter .
Mit diesem Parameter können Sie festlegen, welche Funktionstelle (OE) die Anästesie darstellt.
Die Erfassung der Anästhesieleistungen und die Materialerfassung für Anästhesieleistungen erfolgt dann für diese Funktionsstelle Anästhesie. Das bedeutet, dass die Kosten für die Verbindung in die Kostenrechnung auf dieser OE (Kostenstelle) gesammelt werden.
Jede Operation wird systemintern durch eine sogenannte Ankerleistung repräsentiert. Dieser Ankerleistung werden alle OP-Dokumente, OP-Materialien, Mitglieder des OP-Teams, Diagnosen und Prozeduren zugeordnet. Bei der OP-Ankerleistung handelt es sich um eine Leistung, die nicht auf der Oberfläche der Anwendungen erscheint.
Um das OP-System lauffähig zu machen, definieren Sie diese Ankerleistung in Ihrem Grundtarfi bzw. Hauskatalog. Die Kurzbezeichnung sollte sprechend sein (z.B. ANKER_OP
) und darf nicht gleichzeitig für echte Leistungen verwendet werden.
Tragen Sie die Kurzbezeichnung Ihrer Ankerleistung in den Customizing-Parameter N2ANKLOP
ein. Sie finden diesen Parameter im Customizing von i.s.h.med unter .
Achtung
Setzen Sie keines der Kennzeichen für die Leistungsbearbeitung (Registerkarte Kennzeichen med)
, da die Ankerleistung nicht aktiv in das Leistungsmanagement eingebunden ist.
Die Ankerleistung der Anästhesie richten Sie analog zur OP-Ankerleistung ein (ebenfalls keine Kennzeichen). Geben Sie den Namen der Ankerleistung im Customizing in den einrichtungsbezogenen, zeitunabhängigen Systemparameter N1ANKLAN
ein. Benennen Sie die Ankerleistung
der Anästhesie zum Beispiel ANKER_AN
, da es in Zukunft möglich ist, dass weitere Ankerleistungen eingeführt werden.
Achtung
Ankerleistung der Anästhesie und OP-Ankerleistung müssen unterschiedliche Namen haben. Beachten Sie die oben genannten Anmerkungen zur OP-Ankerleistung, da diese auch für die Anästhesie-Ankerleistung gelten.