FunktionsdokumentationLogik zur Ermittlung einer Darstellungsvariante

 

Die Logik ermöglicht Ihnen bei entsprechendem Customizing unter anderem die Verwendung unterschiedlicher Darstellungsvarianten für unterschiedliche planende Organisationseinheiten (OE), ohne dass das System beim Wechsel der planenden OE den Dialog zur Auswahl einer Darstellungsvariante anzeigt.

Funktionsumfang

Wenn das System keine Darstellungsvariante an die Plantafel übergibt, dann ermittelt das System die Darstellungsvariante nach folgender Logik:

  1. "Prüfung N1PT_INF_DV_UPD_OFF":

    Beim Einstieg in die Plantafel prüft das System den Benutzerparameter N1PT_INF_DV_UPD_OFF.

    1. Wenn der Parameter gesetzt ist (N1PT_INF_DV_UPD_OFF = "X"), dann prüft das System mit der "Prüfung genau eine gültige Darstellungsvariante" weiter.

    2. Wenn der Parameter nicht gesetzt ist (N1PT_INF_DV_UPD_OFF = " " oder nicht verwaltet), dann prüft das System mit der "Prüfung N1PT_INF_DV_*" weiter.

  2. "Prüfung N1PT_INF_DV_*":

    In Abhängigkeit vom Aufrufmodus (Planung allgemein, Erstbesuch, Wiederholbesuch) prüft das System, ob die im jeweiligen Benutzerparameter für Planung allgemein (N1PT_INF_DV_NM), für Erstbesuch (N1PT_INF_DV_IV) oder für Wiederholbesuch (N1PT_INF_DV_FV) hinterlegte Darstellungsvariante für die aktuelle Kombination aus Rolle, Benutzer und planender OE gültig ist.

    1. Wenn die Darstellungsvariante gültig ist, dann ruft das System die Plantafel mit dieser Variante auf.

    2. Wenn die Darstellungsvariante ungültig ist, dann prüft das System mit der "Prüfung genau eine gültige Darstellungsvariante" weiter.

  3. "Prüfung genau eine gültige Darstellungsvariante":

    Das System prüft, ob genau eine gültige Darstellungsvariante für die planende OE vorhanden und gültig ist.

    1. Wenn genau eine gültige Darstellungsvariante vorhanden und gültig ist, dann ruft das System die Plantafel mit dieser Variante auf. Wenn der Benutzerparameter N1PT_INF_DV_UPD_OFF nicht gesetzt ist, dann aktualisiert das System zusätzlich auch den jeweiligen Benutzerparameter (abhängig vom Aufrufmodus) und hinterlegt diese Variante.

    2. Wenn nicht genau eine gültige Darstellungsvariante vorhanden bzw. ungültig ist, dann prüft das System mit der "Prüfung Kennzeichen Voreinstellung" weiter.

  4. "Prüfung Kennzeichen Voreinstellung":

    Das System prüft, ob es für die aktuelle Kombination aus Rolle, Benutzer und planender OE genau eine Darstellungsvariante gibt, bei der das Kennzeichen Voreinstellung gesetzt ist.

    1. Wenn genau eine gültige Darstellungsvariante vorhanden ist, dann ruft das System die Plantafel mit dieser Variante auf. Wenn der Benutzerparameter N1PT_INF_DV_UPD_OFF nicht gesetzt ist, dann aktualisiert das System zusätzlich auch den jeweiligen Benutzerparameter (abhängig vom Aufrufmodus) und hinterlegt diese Variante.

    2. Wenn nicht genau eine gültige Darstellungsvariante vorhanden ist, dann prüft das System mit der "Prüfung N1PT_INF_DV_SE" weiter.

  5. "Prüfung N1PT_INF_DV_SE":

    Das System prüft, ob der Benutzerparameter N1PT_INF_DV_SE gesetzt ist (N1PT_INF_DV_SE = "X").

    1. Wenn der Benutzerparameter N1PT_INF_DV_SE gesetzt ist, dann zeigt das System den Dialog zur Auswahl einer Darstellungsvariante an.

    2. Wenn der Benutzerparameter N1PT_INF_DV_SE nicht gesetzt ist, dann ruft das System die Plantafel mit der Standardvariante auf.

Die oben beschriebene Prüflogik kommt unter folgenden Voraussetzungen nicht zum Einsatz:

  • Wenn das System beim Aufruf eine Darstellungsvariante übergeben kann, wie z. B. beim Sichttyp Terminplanung.

  • Wenn Sie mit dem Business Add-In (BAdI) BADI: Übergabe einer Darstellungsvariante (ISHMED_PG_DISP_VARIANT) die Prüflogik zur Ermittlung der Darstellungsvariante übersteuern. Dabei können Sie beim Aufruf der Plantafel eine bereits bestehende Variante übergeben oder die Registerkarten und Spalten dynamisch zusammenstellen. Siehe Kundenspezifische Erweiterungen für die Plantafel

Beispiel

Dadurch, dass die Darstellungsvarianten zusätzlich zum Benutzer, Rolle, Aufrufmodus der Plantafel und planende OE einbeziehen, kann es vorkommen, dass die Selektion einer Darstellungsvariante nach dem Kennzeichen Voreinstellung mehrere Ergebnisse liefert.

Zuordnungstabelle Darstellungsvariante 1:

(Zeile)

Rolle

Benutzer

Aufrufmodus

Planende OE

Voreinstellung

(1)

*

Meier

*

*

X

(2)

*

*

*

Endoskopie

X

Zuordnungstabelle Darstellungsvariante 2:

(Zeile)

Rolle

Benutzer

Aufrufmodus

Planende OE

Voreinstellung

(1)

*

Huber

*

Ambulanz

X

(2)

*

*

*

Endoskopie

(3)

Arzt

*

*

*

X

Wenn der Benutzer Meier, der u.a. die Rolle Arzt innehat, nun mit der planenden OE Endoskopie in die Plantafel einsteigt, würde die Selektion der Darstellungsvariante folgende Darstellungsvarianten liefern, bei denen in der Zuordnung das Kennzeichen Voreinstellung gesetzt ist:

  • Darstellungsvariante 1, Zeile 1 (-> Benutzer Meier)

  • Darstellungsvariante 1, Zeile 2 (-> planende OE Endoskopie)

  • Darstellungsvariante 2, Zeile 3 (-> Rolle Arzt)

Im Fall von mehreren Ergebnissen gilt daher folgende Priorisierung:

  1. Benutzer

  2. Rolle

  3. Planende OE

Im obigen Beispiel würde also das System die Darstellungsvariante 1, Zeile 1 letztendlich aufrufen.

Wenn das System trotz der Priorisierung keine eindeutige Auswahl treffen kann, dann zeigt es entweder in Abhängigkeit vom Benutzerparameter N1PT_INF_DV_SE den Dialog zur Auswahl einer Darstellungsvariante an oder es ruft die Standardvariante auf.