BeispieldokumentationBeispiel: Vormerkungs- und Wartelistenverwaltung

 

Beispielhaftes Szenario einer Wartelistenverwaltung und Einsatzmöglichkeiten von vorgemerkten Auftragspositionen im Klinischen Auftrag (Vormerkung) und Terminplanung:

Erfassung von Klinischen Aufträgen mit vorgemerkten Auftragspositionen im Klinischen Arbeitsplatz:

Anfragen für Aufnahmen und Operationen bzw. Behandlungen können Sie als Klinische Aufträge mit vorgemerkten Positionen (Kennzeichen Vormerkung) erfassen. Diese Anfragen können sowohl von krankenhausinternen Organisationseinheiten als auch von externen Stellen – z. B. von niedergelassenen Ärzten – kommen. Die Erfassung kann auf eine administrative Tätigkeit reduziert sein und durch das Sekretariat oder ein Call-Center erfolgen.

Der Klinische Auftrag mit vorgemerkten Auftragspositionen nimmt alle Informationen auf, die für eine Verwaltung des Patienten in einer Warteliste und für die Terminplanung erforderlich sind. Eine Patientenidentifikation ist für den Klinischen Auftrag mit vorgemerkten Auftragspositionen nicht erforderlich, d. h. Sie können den Patienten mit vorläufigen Stammdaten eingeben.

Siehe SAP-Standardsichten für Vormerkungen und Wartelisten

Terminierung der vorgemerkten Auftragspositionen im Klinischen Arbeitsplatz:

Der Erfassung kann eine Abklärung aus fachlicher Sicht folgen, die entscheidet, ob der Patient grundsätzlich aufgenommen/operiert/behandelt werden kann oder die Anfrage abgelehnt werden muss. Im positiven Fall wird der Patient gemäß der gewünschten Operation bzw. Behandlung einer Warteliste zugeordnet und nimmt entsprechend seiner Priorisierung einen Platz auf dieser Warteliste ein.

Dies könnte beispielsweise eine Vorgehensweise für längerfristige Termine sein.

Bei mittel- und kurzfristigen Terminen kann der Benutzer für den Patienten auch eine ambulante Terminreservierung, einen stationären Aufnahmetermin oder beides in Folge anlegen. Der Benutzer dokumentiert die Ablehnung bzw. die Aufnahme auf einer Warteliste im Klinischen Auftrag.

Siehe SAP-Standardsichten für Vormerkungen und Wartelisten

Wartelisten:

Das Krankenhaus kann mehrere Wartelisten führen, die sich z. B. durch die verschiedenen Operations- oder Behandlungsszenarien definieren. Für die verschiedenen Wartelisten stehen Ihnen vielfältige Darstellungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Siehe SAP-Standardsichten für Vormerkungen und Wartelisten

Temporäre Abwesenheiten:

Ist aus Sicht des Patienten während einer bestimmten Zeit keine Aufnahme oder Operation/Behandlung möglich, so kann das Krankenhaus für den vorgemerkten Patienten temporäre Abwesenheiten von der Warteliste erfassen.

Beispiel Beispiel

Diese kann durch eine Krankheit verursacht sein, während der eine Operation nicht in Frage kommt.

Ende des Beispiels.

Der Patient wird weiter in der Warteliste geführt, kommt aber für die Planung eines Aufnahme- oder OP-Termins für den Zeitraum seiner Abwesenheit nicht in Frage.

Terminplanung:

Eine planende Stelle des Krankenhauses, z. B. auf Ebene der Fachabteilung, plant Aufnahmen und OP- bzw. Behandlungstermine innerhalb eines bestimmten Zeithorizonts. Auch hier steht Ihnen im Klinischen Arbeitsplatz ein Vorrat an Sichten zur Verfügung: Die verschiedenen Wartelisten sind Ausgangsbasis für diese Planung.

  • Für die Terminplanung zieht die planende Stelle alle Patienten heran, die aktuell auf den Wartelisten stehen und gemäß Priorisierung als nächstes einen Termin erhalten sollen. Die Terminplanung erfolgt tages- oder uhrzeitgenau.

  • Zusätzlich zum geplanten Aufnahme-, Operations- oder Behandlungstermin kann der Patient auch weitere Besuchstermine erhalten, die vor oder nach der Aufnahme/Operation/Behandlung erforderlich sind.

  • Die planende Stelle kann zusätzliche Untersuchungen, die für die begleitenden Behandlungsabläufe (z. B. präoperative Routine) durchzuführen sind, von den entsprechenden Leistungsstellen anfordern. Um die Untersuchungstermine für den Patienten möglichst optimiert zu planen, ist mit der Plantafel eine koordinierte Terminplanung aller Besuchstermine für einen Behandlungsablauf zentral gegeben.

  • Darüber hinaus weist das System, nachdem die begleitenden Untersuchungen durchgeführt wurden, auf existierende Befunde hin. Somit kann vom Anwender eine Befundkontrolle und damit z. B. die Freigabe zur Operation einfach erfolgen.

Aufnahme

Sie legen für den Patienten eine Aufnahme an, wenn er zur geplanten Aufnahme bzw. zu seinem ersten geplanten Besuch erscheint. Die Aufnahmestelle ist über den Sichttyp Vormerkungen und geplante Termine des Patienten durch eine Übersicht informiert.

  • Das Erfassen der Aufnahme gestaltet sich auf Basis der vorgemerkten Auftragspositionen einfach: Sie müssen lediglich jene Angaben, die beim Erfassen der vorgemerkten Auftragspositionen nicht vorgelegen haben, ergänzen.

  • Wurde der vorgemerkte Patient nur mit vorläufigen Stammdaten erfasst, so erfolgt mit der Aufnahme auch die Patientenidentifikation.

Die Dokumentation des stationären Aufenthalts, der Operation bzw. Behandlung unterscheidet sich nicht von einem Patienten, der ohne Warteliste aufgenommen wurde. Ein stationärer Aufenthalt endet mit der Entlassung des Patienten.

Entfernen eines Wartelisteneintrages

Das Entfernen des Patienten von der Warteliste ist abhängig von der Organisationsform und kann immer manuell, zusätzlich aber auch über Business Add-Ins (BAdIs) automatisch oder halbautomatisch unter Angabe eines Entfernungsgrunds erfolgen. Zu folgenden Zeitpunkten ist ein automatisches oder halbautomatisches Entfernen eines Patienten von der Warteliste möglich:

  • Planung des Aufnahme- bzw. OP-/Behandlungstermines

  • Aufnahme des Patienten bzw. Anlegen des Besuches

  • Dokumentieren der Operation bzw. Behandlung

  • Entlassung des Patienten