Import von Arzneimitteln in internen Arzneimittelkatalog
Sie können Arzneimittel und Basisdaten für Arzneimittel (beispielsweise Klassifikationssysteme und Codierungen, pharmazeutische Formen, Wirkstoffe) aus einem externen Katalog in die Komponente Medikation
von i.s.h.med importieren.
Mit Hilfe des Importwerkzeuges können Sie den Inhalt eines externen Kataloges zu Arzneimittelinformationen als Gesamtinhalt importieren, aber auch Aktualisierungen eines externen Kataloges an bereits importierten Inhalten vornehmen.
Die Daten eines externen Kataloges müssen in der von i.s.h.med Medikation vorgegebenen XML-Struktur vorliegen, um vom System verarbeitet werden zu können. Die Formatstruktur finden Sie auf der i.s.h.med service site unter . Beachten Sie, dass der Zugang zum Downloadbereich passwortgeschützt ist. Wie Sie User und Passwort beantragen, ist auf der i.s.h.med service site dokumentiert.
Hinweis
In der Importdatei für Arzneimittel verwendete Einheiten müssen Sie ggf. zunächst als Maßeinheiten im Customizing unter manuell anlegen. Im System fehlende Einheiten verhindern den Import externer Daten, welche diese Einheiten benötigen.
Sie müssen für das Hochladen von Importpaketen über die entsprechende Berechtigung in folgenden Berechtigungsobjekten verfügen:
N_1FORMUPL
N_1FORMIMP
N_1AGENT
(um Wirkstoffe in das System zu importieren)
N_1FORMU
Um Arzneimittelinformationen ins System zu importieren, müssen Sie über die Berechtigungen für die Aktivitäten Hinzufügen oder Erzeugen
, Ändern
und Deaktivieren
verfügen.
Um Arzneimittel während des Importprozesses automatisch zu aktivieren, müssen Sie über die Berechtigung für die Aktivität Aktivieren
verfügen.
Sie können folgende Inhalte aus externen Katalogen mit Arzneimittelinformationen in die Medikation importieren:
Arzneimittelinformationen
Externe Kataloge (Katalogbezeichnungen)
Wirkstoffe
Verabreichungswege
Verabreichungsgeräte
Medizinische Lokalisationen
Pharmazeutische Formen
Allgemeine Arzneimittelparameter
Preistypen
Klassifikationssysteme und Klassifikationscodes
Mit Hilfe der Transaktion N1ME_UPLOAD
laden Sie zunächst die externen Kataloginformationen in einen mandantenübergreifenden Importpaket-Pool.
Sie können Dateien mit Arzneimittelinformationen im ZIP-Format hochladen.
Hinweis
Beachten Sie, dass eine ZIP-Datei entpackt maximal 2 GB groß sein darf. Abhängig vom verfügbaren Hauptspeicher reduziert sich die mögliche Maximalgröße der entpackten ZIP-Datei.
Die externen Katalogdaten können Sie vom lokalen GUI oder vom Applikationsserver in das System laden. Die in das System zu ladende Datei muss dabei die Dateiendung XML tragen. Die ZIP-Datei kann in mehrere XML-Dateien aufgeteilt werden, wobei der erste Dateiteil die Endung XML enthalten soll. Wenn keine Datei mit dieser Dateiendung in der ZIP-Datei enthalten ist, sortiert das System alle Dateien nach dem Dateinamen aufsteigend und bearbeitet diese sequentiell. Darüber hinaus können Sie eine aufgeteilte XML-Datei in einzelne ZIP-Dateien verpacken. Dabei müssen alle Folgedateien als Dateiendung eine laufende dreistellige Nummer beginnend mit 001 tragen.
Hinweis
Beachten Sie, dass es nicht möglich ist, eine auf mehrere Einzeldateien aufgeteilte ZIP-Datei hochzuladen.
Hinweis
Für den Stammdatenimport stehen Ihnen zwei XML-Formate zur Verfügung. Die Formatdefinition finden Sie auf der i.s.h.med service site unter . Beachten Sie, dass der Zugang zum Downloadbereich passwortgeschützt ist. Wie Sie User und Passwort beantragen, ist auf der i.s.h.med service site dokumentiert.
Die Importdatei kann UTF8- oder UTF16-codiert sein und muss eine dementsprechende Information als Byte-Order-Mark (BOM) zu Beginn der Importdatei enthalten. Eine UTF32-Codierung wird nicht unterstützt. Für Nicht-Unicode-Kodierungen können Sie die Kodierungsinformationen im Attribut „encoding“ zu Beginn der Datei angeben.
Wenn Sie im Systemparameter N1MEIPCP
eine Codepage pflegen, werden keine Kodierungsinformationen aus der Importdatei berücksichtigt, sondern das System benutzt die Codepage des Systemparameters zum Laden der Importdatei.
Siehe Systemparameter für die Medikation
Importieren von Importpaket-Inhalten
Vor dem Import von Arzneimitteldaten müssen Sie externe Maßeinheiten der Importdatei und interne Maßeinheiten einander zuordnen. Dafür stehen Ihnen im Customizing unter folgende neue IMG-Aktivitäten zur Verfügung:
Externe Maßeinheiten internen Einheiten zuordnen
Externe Währungseinheiten internen Einheiten zuordnen
Mit Hilfe der Transaktion N1ME_IMPORT
können Sie die im System verfügbaren Importpakete in einzelne Mandanten übernehmen.
Nach Auswahl des Importpaketes können Sie im Gruppenrahmen Auswahl zu importierender Abschnitte
einzelne oder alle im Paket enthaltenen Inhalte für den Import auswählen. Wenn Abschnitte schon einmal in den gleichen Mandanten importiert worden sind, zeigt das System hinter dem jeweiligen Ankreuzfeld das Datum und die Uhrzeit des letzten Importes.
Den Import von Arzneimittelinformationen können Sie durch folgende zusätzliche Angaben steuern:
Im Listenfeld Ziel-Hauskatalog
müssen Sie einen Zielkatalog auswählen, in den das System die Arzneimitteldaten importieren soll. Wenn ein Import in diesen Katalog bereits stattgefunden hat, zeigt das System das Importdatum und die Importzeit an.
Mit dem Ankreuzfeld Hierarchie speichern
können Sie steuern, ob die im Importpaket enthaltene hierarchische Zuordnung von Arzneimitteln vom System übernommen werden soll.
Hinweis
Wenn Sie zusätzlich das Ankreuzfeld Hierarchie ändern
auswählen, so korrigiert das System eventuell vorhandene hierarchische Arzneimittelzuordnungen im Ziel-Hauskatalog entsprechend den Importpaket-Informationen. Wählen Sie dieses Ankreuzfeld nicht, bleiben vorhandene hierarchische Arzneimittelzuordnungen unverändert, auch wenn im Importpaket eine andere Zuordnung vorliegt.
Mit dem Ankreuzfeld Arzneimittel aktivieren
können Sie steuern, dass importierte Arzneimittel während des Imports automatisch aktiviert werden. Sie müssen dazu im Feld Aktivierungsdatum
ein gültiges Aktivierungsdatum eingeben.
Achtung
Wenn zu importierende Arzneimittel Fehler enthalten oder das Kennzeichen Manuelle Prüfung notwendig gesetzt ist, werden diese während des Importes nicht automatisch aktiviert. Sie müssen diese Arzneimittel später manuell aktivieren.
Für Arzneimittel, die im Importpaket als zu löschen gekennzeichnet sind, müssen Sie einen gültigen Deaktivierungsgrund und ein gültiges Deaktivierungsdatum angeben.
Hinweis
Arzneimittel, die noch nicht im System für Verordnungen oder Verordnungsvorlagen verwendet wurden und im Importpaket als zu löschen gekennzeichnet sind, löscht das System während des Imports.
Wenn ein Arzneimittel bereits verwendet worden ist und im Importpaket als zu löschen gekennzeichnet ist, wird es während des Imports lediglich deaktiviert. Wenn ein automatisches Deaktivieren nicht möglich ist, fügt das System dem Arzneimittel eine Arzneimittelmeldung hinzu, welche über die notwendige Deaktivierung informiert und setzt das Kennzeichen Manuelle Prüfung notwendig
.
Im Gruppenrahmen Hinweistexte importieren
können Sie wählen, welche Hinweistexte zu Arzneimitteln aus dem Importpaket ins System übernommen werden sollen.
Im Gruppenrahmen Konfliktlösungsverhalten
können Sie steuern, wie sich das System verhält, wenn Änderungen an einem Arzneimittel nicht durchgeführt werden können. Folgende Möglichkeiten stehen zur Verfügung:
Wenn Sie das Ankreuzfeld Kopie anlegen
nicht markieren, gibt das System bei nicht durchführbaren Änderungen für das jeweilige Arzneimittel entsprechende Fehlermeldungen in der Ergebnisliste des Imports aus und übernimmt die nicht durchführbaren Änderungen nicht.
Wenn Sie das Ankreuzfeld Kopie anlegen
markieren, das Ankreuzfeld Original ersetzen
jedoch nicht auswählen, kopiert das System das Originalarzneimittel und führt die durch das Importpaket vorgegebenen Änderungen an der Kopie des Originalarzneimittels durch. Das Originalarzneimittel bleibt aktiv. Das System fügt jedoch dem Originalarzneimittel eine Arzneimittelmeldung hinzu, welche über die notwendige Deaktivierung und das neu zu verwendende Arzneimittel informiert und setzt das Kennzeichen Manuelle Prüfung notwendig
.
Wenn Sie das Ankreuzfeld Kopie anlegen
markieren und zusätzlich das Ankreuzfeld Original ersetzen
auswählen, müssen Sie einen Deaktivierungsgrund im Listenfeld Deaktivierungsgrund für Original
eintragen.
Das System kopiert das Originalarzneimittel und führt die durch das Importpaket vorgegebenen Änderungen an der Kopie des Originalarzneimittels durch.
Das System deaktiviert das Originalarzneimittel und fügt diesen eine Arzneimittelmeldung hinzu, welche über die erforderliche Deaktivierung und das neu zu verwendende Arzneimittel informiert. Darüber hinaus setzt das System im Originalarzneimittel das Kennzeichen Manuelle Prüfung notwendig
. Die Kopie des Originalarzneimittels wird aktiviert.
Achtung
Wenn das Aktivieren der Kopie oder das Deaktivieren des Originalarzneimittels nicht möglich ist, bleibt das Originalarzneimittel aktiv und wird somit nicht durch die Kopie ersetzt.