Ereignisgenerierung: Mitgabe/Rezept Standardarzneimittel/Mixtur
Die Ereignisgenerierung für die Mitgabe bzw. den Rezeptdruck von Standardarzneimitteln (z. B. Tabletten, Zäpfchen usw.) oder Mixturen (Cremen, Salben usw.) generiert abhängig von der definierten Gesamtdosis in der Verordnung und ausgehend vom Beginnzeitpunkt der Verordnung ein Mitgabeereignis oder ein Rezeptdruckereignis und zugehörige Wiederholereignisse abhängig von Ausgabemenge und Einheit Ausgabemenge.
Wenn die Gesamtdosis der Verordnung die Ausgabemenge des Standardarzneimittels bzw. der Mixtur übersteigt, generiert das System ein bzw. mehrere Wiederholereignisse. Der Zeitpunkt der Wiederholereignisse ergibt sich aus der Ausgabemenge, d. h. der Zeitpunkt des Wiederholereignisses ist der Zeitpunkt zu dem die jeweilige Packung leer ist.
Beispiel
Sie verordnen dem Patienten zweimal täglich (8:00 und 16:00) eine Tablette für die Dauer von 10 Tagen. Die Ausgabemenge beträgt 10 Tabletten. Der Beginnzeitpunkt der Verordnung ist 7:30 Uhr.
Das System generiert daher ein Ereignis und ein Wiederholereignis in Ausgabemenge. Das erste Ereignis findet ausgehend vom Beginnzeitpunkt der Verordnung zum ersten aus dem Zyklus berechenbaren Zeitpunkt statt (z. B. bei Systemzeit 9:00 ist der erste berechenbare Zeitpunkt 8:00). Das Wiederholereignis findet daher fünf Tage später ebenfalls um 8:00 statt.
Aufgrund der Ermittlung der Ereigniszeitpunkte ausgehend vom Beginnzeitpunkt der Verordnung, generiert das System ggf. ein Ereignis in der Vergangenheit.
Wenn Sie generell keine Ereignisse in der Vergangenheit anlegen möchten, können Sie das über das Business Add-In N1_MEEVENT
steuern.
Hinweis
Für die Ereignisgenerierung für die Mitgabe bzw. den Rezeptdruck ist der Ereignishorizont in den Arzneimittelstammdaten nicht relevant.
Bei Ausführen der Funktionen Ereignisse generieren
, Einplanen
oder Durchführen
generiert das System die Ereignisse.
Wenn die Gesamtdosis der Verordnung die Ausgabemenge des Standardarzneimittels bzw. der Mixtur übersteigt, generiert das System ein bzw. mehrere Wiederholereignisse. Der Zeitpunkt der Wiederholereignisse ergibt sich aus der Ausgabemenge, d. h. der Zeitpunkt des Wiederholereignisses ist der Zeitpunkt zu dem die Ausgabemenge verbraucht ist.
Beispiel
Sie verordnen dem Patienten zweimal täglich (8:00 und 16:00) eine Tablette für die Dauer von 10 Tagen. Die Packungsgröße beträgt 10 Tabletten.
Das System generiert daher ein Ereignis und ein Wiederholereignis zu jeweils 10 Tabletten. Das erste Ereignis findet zum ersten aus dem Zyklus berechenbaren Zeitpunkt statt (z. B. bei aktueller Systemzeit 9:00 ist der erste berechenbare Zeitpunkt 16:00). Das Wiederholereignis findet daher fünf Tage später ebenfalls um 16:00 statt.
Das System zeigt die Anzahl der Wiederholereignisse in der komprimierten Ansicht der Verordnung an. Um Wiederholereignisse zu vermeiden, können Sie die Ausgabemenge in der komprimierten Ansicht erhöhen und somit z. B. mit einem Ereignis zwei Packungen ausgeben.
Grundsätzlich schlägt das System immer eine Packungsgröße für die Mitgabe oder Rezepterstellung vor. Sie können die Menge aber übersteuern.
Beispiel
Sie verordnen dem Patienten zweimal täglich eine Tablette für die Dauer von 15 Tagen zur Mitgabe. Die Packungsgröße beträt 20 Tabletten.
Das System generiert zwei Ereignisse (davon ein Wiederholereignis) mit je 20 Tabletten. D. h. statt der vorgegebenen Dosis v on 30 Tabletten erhält der Patient 40 Tabletten.
Zusätzlich berücksichtigt das System bei Mixturen das Kennzeichen Nicht exakt dosierbar
in den Arzneimittelstammdaten. Dieses Kennzeichen hat folgende Auswirkungen auf die vorgeschlagene Dosis im Ereignis:
Wenn das Kennzeichen nicht gesetzt ist, belegt das System die gesamt verordnete Dosis aus der Verordnung vor und generiert ein Ereignis und ggf. ein oder mehrere Wiederholereignisse entsprechend der Ausgabemenge.
Wenn das Kennzeichen gesetzt ist, generiert das System ein Ereignis mit der Ausgabemenge.
Um ein neues Ereignis für eine weitere Packung zu erhalten, müssen Sie auf der Registerkarte Ereignis
im Verordnungsdialog eine neues Ereignis
anlegen.
Für kundenspezifische Änderungen bzw. Erweiterungen bei der Ereignisgenerierung stehen Ihnen folgende Business Add-Ins zur Verfügung:
N1ME_EVENT_GENERATE
: Steuerung vor Standardereignisgenerierung
N1_MEEVENT
: Steuerung nach Standardereignisgenerierung
Siehe Kundenspezifische Erweiterungen für die Medikation
Hinweis
Damit kann die Systemadministration z. B. bei der Ereignisgenerierung die Dosis anpassen, sodass beim letzten Ereignis nur noch die exakt benötigte Ausgabemenge (nicht die Packungsgröße) vorbelegt wird.