Arzneimittelereignis
Das Arzneimittelereignis (Ereignis) enthält alle notwendigen Informationen zur Dokumentation der Verabreichung eines Arzneimittels, der Mitgabe des Arzneimittels oder des Rezeptdruckes.
Ereignisse stellen Zeitpunkte dar, zu denen das Arzneimittel verabreicht oder mitgegeben werden soll bzw. ein Rezeptdruck für dieses Arzneimittel erfolgen soll. Diese Zeitpunkte ergeben sich aus der Gültigkeit der Arzneimittelverordnung und aus der Gültigkeit des verwendeten Zyklus (z. B. zweimal täglich).
Hinweis
Ereignisse können nur im Überschneidungszeitraum beider Gültigkeiten liegen.
Anhand von Ereignissen dokumentiert der Benutzer die Verabreichung, die Mitgabe bzw. den Rezeptdruck eines Arzneimittels für den Patienten.
Das System generiert Ereignisse aus den Informationen der Arzneimittelverordnung (Verordnung). Dazu muss der Benutzer die Ereignisgenerierung in der Verordnung aufrufen. Standardmäßig unterscheidet das System zwischen Ereignissen der ambulanten, der Bedarfsmedikation und der stationären Ereignisgenerierung.
Abhängig von folgenden Verwendungszwecken, generiert das System aus einer Arzneimittelverordnung Ereignisse mit unterschiedlichem Ereignistyp und somit auch unterschiedlichen Datenstrukturen:
Verabreichung (stationäre Ereignisgenerierung)
Mitgabe (ambulante Ereignisgenerierung)
Rezeptdruck (ambulante Ereignisgenerierung)
Die Daten bzw. die Datenstruktur eines Ereignisses hängen darüber hinaus auch von der Arzneimittelkategorie des verordneten Arzneimittels ab:
Standardarzneimittel (z. B. Tabletten)
Infusion
Ernährungslösung
Mixtur (z. B. Salbe, Creme)
Kombipackung
Der Patient soll laut Arzneimittelverordnung 2 mal täglich, 1 Tablette für eine Dauer von 10 Tagen erhalten.
Verabreichung: daraus ergeben sich insgesamt 20 Ereignisse, jeweils 2 Ereignisse pro Tag.
Rezeptdruck: daraus ergibt sich bei einer Packungsgröße von mindestens 20 Stück 1 Ereignis. Wenn die Packungsgröße 10 Stück beträgt, generiert das System 2 Ereignisse.