Erzeugung von Aufträgen Mit dieser Funktion können Sie aufgrund der Planungsergebnisse des
Medienprodukt-Vertriebs
oder des
Pressevertriebs
Aufträge in der
SAP-Hintergrundverarbeitung erzeugen. Die Aufträge des
Medienprodukt-Vertriebs
oder des
Pressevertriebs
enthalten die Informationen für die logistische Abwicklung je Medienausgabe.
Die folgende Grafik veranschaulicht die Quellen der Auftragserzeugung (Kontrakt, Mengenplan und Ausgabenausstattung) und die möglichen Bearbeitungsfunktionen.

Sie können die
Werksfindung
, die bei der Auftragserzeugung standardmäßig ausgeführt wird, an spezifische Gegebenheiten im
Medienprodukt-Vertrieb
oder des
Pressevertriebs
anpassen. So können Sie das liefernde Werk je Warenempfänger bspw.
wochentagspezifisch
bestimmen.
Für Medienausgaben, deren Verkauf zum Lieferdatum untersagt ist, erzeugt das System keine Aufträge.
Für unternehmensspezifische Anpassungen der Auftragserzeugung stehen Ihnen folgende Business Add-Ins (BAdIs) zur Verfügung:
Bearbeiten der Partnerdaten auf Kopf- oder Positionsebene mit den Methoden CHANGE_HEAD oder CHANGE_POS des BAdI ISM_PARTNER
Anpassen der Bestellnummer des Auftrags mit der Methode ORDER_GENERATION_GET des BAdI ISM_PURCHASENR
Um die Auftragserzeugung durchzuführen, benötigen Sie die
Berechtigung C_STUE_BER mit Stücklistenverwendung
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und Typ
M
.
Sie haben im Customizing folgende Einstellungen gemacht:
Verkaufsbelegart
Im Customizing des
Vertriebs (SD)
unter
Vertrieb
→Verkauf
→Verkaufsbelege
→Verkaufsbelegkopf
→Verkaufsbelegarten definieren
sind die Verkaufsbelegarten definiert.

Die Standardauslieferung von SAP Media enthält die Verkaufsbelegart Medienprodukt-Auftrag (JTA) als Beispiel für die automatische Auftragserzeugung .
Positionstypen
und
Positionstypengruppen
In der Standardauslieferung sind als Beispiel die Positionstypen
JTAN
(nicht remittierbare Hauptposition) und
JTAR
(remittierbare Hauptposition) enthalten. Diese sind den Positionstypengruppen
JRM
(für remittierbare Medienausgaben) und
JNRM
(für nicht remittierbare Medienausgaben) zugeordnet.
Die
Remittierbarkeit der Auftragsposition wird durch das Partnerschema gesteuert, das dem Positionstypen zugeordnet ist (siehe Customizing des
Medienprodukt-Vertriebs
unter
Branchenkomponenten Medienunternehmen
→Medienvertrieb
→Medienprodukt-Vertrieb (Einzelverkauf)
→Verkauf
→Partnerfindung SD definieren
oder Customizing des
Pressevertriebs
unter
Branchenkomponenten Medienunternehmen
→Medienvertrieb
→Pressevertrieb
→Allgemeine Einstellungen im SD
→Partnerfindung SD definieren
):
Position ist remittierbar: Im Partnerschema zum Positionstyp kommt die Rolle
RM
auf Positionsebene vor. SAP liefert hierzu das Partnerschema
J010
aus.
Position ist nicht remittierbar: Im Partnerschema zum Positionstyp kommt die Rolle
RM
nicht vor. SAP liefert hierzu das Partnerschema
J011
aus.

Im Partnerschema, das bei der zu erzeugenden Auftragsart hinterlegt ist, darf die Rolle
RM
auf Kopfebene nicht vorkommen. Das System würde sonst bei der Auftragserzeugung die Rolle
RM
in alle Positionen übernehmen, sofern im Kontrakt keine abweichenden Geschäftspartner in der Rolle
RM
vorkommen.
Eine entsprechende Prüfung erfolgt bei der automatischen Auftragserzeugung, nicht jedoch beim manuellen Anlegen eines Auftrags.
Preisfindung
Die Standardauslieferung enthält das Kalkulationsschema
MVAA01
sowie das entsprechende Kundenschema
J
(siehe Customizing des
Medienprodukt-Vertriebs
unter
Branchenkomponenten Medienunternehmen
→Medienvertrieb
→Medienprodukt-Vertrieb (Einzelverkauf)
→Verkauf
→Preisfindung SD definieren
oder Customizing des
Pressevertriebs
unter
Branchenkomponenten Medienunternehmen
→Medienvertrieb
→Pressevertrieb
→Allgemeine Einstellungen im SD
→Preisfindung SD definieren
).
Die erforderlichen Kontrakte und Mengenpläne sind angelegt
Auftragspositionen können – je nach Customizing-Einstellungen – auch für die Menge Null erzeugt werden.
Sie haben ggf.
Besuchstermine mit den
Besuchsplanungsfunktionen
des
Direct Store Delivery Backend
geplant. Diese Besuchstermine werden in den Auftragspositionen als Liefertermine berücksichtigt.
Die Ausgaben-Ausstattung ist für alle Medienausgaben erzeugt, die bei der Auftragserzeugung berücksichtigt werden.
Im Customizing des
Medienprodukt-Vertriebs
unter
Branchenkomponenten Medienunternehmen
→Medienvertrieb
→Medienprodukt-Vertrieb (Einzelverkauf)
→Verkauf
→Auftragsgenerierung
→Einstellungen für Auftragsgenerierung mit Menge Null
oder im Customizing des
Pressevertriebs
unter
Branchenkomponenten Medienunternehmen
→Medienvertrieb
→Pressevertrieb
→Auftragsgenerierung
→Einstellungen für Auftragsgenerierung mit Menge Null
sind die Einstellungen für
Auftragsgenerierung mit Menge Null gemacht.
Sie können Aufträge wahlweise mit der Menge Null anlegen. Dies hat bspw. bei der Überleitung in
SAP BI
den Vorteil, dass die Zahlenreihe dort nicht unterbrochen wird (also auch die Aufträge mit Menge Null umfasst).
Technische Einstellungen der Auftragsgenerierung
Sie können die RFC-Parameter der Auftragsgenerierung über folgende Einstellungen im Customizing des
Medienprodukt-Vertriebs
unter
Branchenkomponenten Medienunternehmen
→Medienvertrieb
→Medienprodukt-Vertrieb (Einzelverkauf)
→Verkauf
→Auftragsgenerierung
→Technische Einstellungen Auftragsgenerierung
oder im Customizing des
Pressevertriebs
unter
Branchenkomponenten Medienunternehmen
→Medienvertrieb
→Pressevertrieb
→Auftragsgenerierung
→Technische Einstellungen Auftragsgenerierung anpassen
Parameter |
Beschreibung |
|---|---|
Paketgröße Ausgabe Aufträge |
Gibt die Paketgröße für den RFC-Aufruf zur Ausgabenfindung zu einer Kontraktposition an
Sind sehr große Paketgrößen gewählt, kann es zu einem Timeout kommen. Dieser Fehler wird Ihnen im Protokoll der Auftragsgenerierung angezeigt. In diesem Fall verringern Sie die Paketgröße. |
Anzahl paralleler RFC-Aufrufe Findung Ausgabe |
Gibt die maximale Anzahl von parallel ausgeführten RFC-Aufrufen in der
Beachten Sie, dass die von der Auftragsgenerierung benutzten Workprozesse anderen Benutzern, wie z. B. einem Call-Center, nicht zur Verfügung stehen. |
Paketgröße Anlage Aufträge |
Gibt die Paketgröße für die Anlage der Aufträge (durchlaufen
Sind sehr große Paketgrößen gewählt, kann es zu einem Timeout kommen. Dieser Fehler wird Ihnen im Protokoll der Auftragsgenerierung angezeigt. In diesem Fall verringern Sie die Paketgröße. |
Anzahl paralleler RFC-Aufrufe Anlage Aufträge |
Gibt die maximale Anzahl von parallel ausgeführten RFC-Aufrufen in der
Beachten Sie, dass die von der Auftragsgenerierung benutzten Workprozesse anderen Benutzern, wie z. B. einem Call-Center, nicht zur Verfügung stehen. |

Beachten Sie, dass die RFC-Einstellungen für das System Priorität gegenüber den Customizing-Einstellungen haben.
Protokoll
Sie haben die nötigen Einstellungen für das Protokoll vorgenommen.
Sie können die
Selektion des Arbeitsvorrats anhand von
Kontrakten
,
Medienausgaben
und
Phasenmodell
vornehmen.

Wenn Sie das Medienprodukt, jedoch keine Medienausgabe angeben, berücksichtigt das System jede Medienausgabe, für die eine Liefermenge im Mengenplan eingetragen ist.
Steuerungder Auftragserzeugung durch Angaben der Verkaufsbelegart
Auftrag
, wie z. B.
JTA
Optional:
Wunschlieferdatum
Ist kein Wunschlieferdatum angegeben, verwendet das System das Tagesdatum.
Servergruppe-Auftragsanlage
Die
Erzeugung von Aufträgen
legt die Aufträge im Hintergrund parallel an. Sie können eine Servergruppe angegeben, auf der die Aufträge angelegt werden sollen. Servergruppen definieren Sie mit der Funktion
RFC-Server-Gruppen-Pflege
(Transaktion RZ12).

Die Einstellung der
Servergruppe
ist nur relevant, wenn Sie die
Erzeugung von Aufträgen
nicht sequentiell durchführen.
Testlauf
Im
Testlauf
werden keine Aufträge anlegt. Die Auftragsanlage wird nur simuliert. Ein Protokoll wird sowohl im Echt- als auch im Testlauf geschrieben.
Auftragserzeugunggemäß Selektion
Bei der Auftragserzeugung sind folgende Vorgänge von Bedeutung:
Ermittlung des
remittierenden Einzel- und Wiederverkäufers
(Rolle
RM
) aus der Kontraktposition
Bei Misserfolg sucht das System den
remittierenden Einzel- und Wiederverkäufer
in folgender Reihenfolge
Kopfdaten des Kontrakts
Stammdaten des Warenempfängers aus der Kontraktposition
Stammdaten des Warenempfängers aus dem Kontraktkopf
Wenn kein
remittierender Einzel- und Wiederverkäufer
gefunden wird und die Medienausgabe remittierbar ist, gibt das System eine Warnung aus. Der Auftrag wird angelegt.
Übernahme der Kontraktdaten in den Auftrag, bspw. gemäß
SD
-Kopiersteuerung
Auflösung der zugeordneten Ausgaben-Ausstattung (je eine Position pro Beilage)
Optional: Ausgabe eines ausführlichen Protokolls
Testoptionen:
Debugmodus einschalten
Schaltet nach dem RFC-Aufruf der Auftragsgenerierung in den Debugger. Damit können Sie das Coding, das im RFC-Baustein aufgerufen wird, auf Fehler überprüfen.
Aufträge sequentiell anlegen
Bei Laufzeitproblemen empfehlen wir Ihnen, eine
Laufzeitanalyse
(Transaktion SE30) durchzuführen.
In der
Laufzeitanalyse
sehen Sie, an welchen Programmstellen wie viel Zeit benötigt wird. Nur bei der Option
Aufträge sequentiell anlegen
werden die Funktionen, die im RFC-Aufruf ausgeführt werden, in der
Laufzeitanalyse
berücksichtigt.

Die
Testoptionen
sollten im Produktivbetrieb nicht eingesetzt werden, da sie sich nachteilig auf die Laufzeit der
Erzeugung von Aufträgen
auswirken können.
Um die Funktion zur
Erzeugung von Aufträgen
aufzurufen, wählen Sie vom Bild
SAP Easy Access
aus Logistik
→Medienvertrieb
→Medienprodukt-Vertrieb
→Verkauf
→Auftrag
→Automatische Bearbeitung
→Aufträge zu Kontrakten anlegen
oder wählen Sie vom Bild
SAP Easy Access
aus
Logistik
→Medienvertrieb
→Pressevertrieb
→Auftrag
→Aufträge zu Kontrakten anlegen

Für eine optimale Systemleistungsfähigkeit sollten Sie die Auftragserzeugung zur Ausführung in der Hintergrundverarbeitung einplanen.
Um das
Protokoll zur Funktionsausführung aufzurufen, wählen Sie vom Bild
SAP Easy Access
aus
Logistik
→Medienvertrieb
→Medienprodukt-Vertrieb
→Verkauf
→Auftrag
→Automatische Bearbeitung
→Protokolle
→Aufträge zu Kontrakten anlegen
oder wählen Sie vom Bild
SAP Easy Access
aus
Logistik
→Medienvertrieb
→Pressevertrieb
→Auftrag
→Protokolle
→Aufträge zu Kontrakten anlegen