FunktionsdokumentationVerwendung von Dialogelementen in Varianten

 

Zur Gestaltung Ihrer Varianten stehen Ihnen die folgenden Dialogelemente zur Verfügung:

  • Ordner

  • Registerkarten

  • Kundeneigene Subscreens

Funktionsumfang

Dialogelemente

  • Ordner

    Ordnerelemente dienen zur optischen Unterteilung der Einträge im Übersichtsbaum. Sie sind optionale Elemente in Ein-Bild-Varianten.

    SAP liefert die Ordner Bewegung und Patient aus. Sie können weitere kundeneigene Ordner anlegen.

  • Registerkarten

    In einer Variante können Sie maximal vier Registerkartenelemente definieren. Die Bezeichnung können Sie frei vergeben. Beachten Sie jedoch, dass Ihnen für die Ausgabe auf dem Bildschirmbild der Anwendung maximal 24 Zeichen zur Verfügung stehen.

    SAP liefert die folgenden Registerkarten aus:

    • Registerkarte Ambulante Zuzahlung

    • Registerkarte Besuchsdaten

    • Registerkarte Diagnosen

    • Registerkarte Falldaten

    • Registerkarte Patient

    • Registerkarte Prozeduren

    • Registerkarte Unfalldaten

    • Registerkarte Sonstige Daten

    • Registerkarte Überweisungsdaten

    • Registerkarte Versicherungsverhältnis

    Sie können weitere kundeneigene Registerkarten anlegen.

  • Kundeneigene Subscreens

    Achtung Achtung

    Erstellen Sie kundeneigene Subscreens und zugehörige Funktionsbausteine nur dann, wenn Sie über ausreichend Programmiererfahrung verfügen bzw. einen erfahrenen Berater zu Rate ziehen.

    Wenn Sie sich zu diesem Schritt entschließen, empfehlen wir Ihnen, sich an den entsprechenden Subscreens und Funktionsbausteinen von SAP zu orientieren.

    Generelle Informationen über die von SAP ausgelieferten Subscreens finden Sie unter Subscreen. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie sich darüber hinaus kundeneigene Subscreens definieren und diese in eine Variante einfügen. Hierzu ist es notwendig, dass Sie sich einen Subscreen definieren, in dem die von Ihnen definierten Felder erfasst werden können.

    Um das Zusammenspiel mit der Aufnahme zu gewährleisten, sind i.d.R. drei Funktionsbausteine notwendig:

    Ende der Warnung.
    • Zur Initialisierung Ihres Subscreens vor der Anzeige (Zeitpunkt PBO = process before output) wird ein Funktionsbaustein aufgerufen. Ihm werden Patienten- und Fallnummer übergeben, und er muss Informationen über den anzuzeigenden Subscreen zurückliefern. Die Schnittstelle dieses Funktionsbausteins ist von SAP vorgegeben. Sehen Sie sich hierzu den Aufruf im SAP-Programm SAPMNPA10 (Modul MNPA10F30, Form INIT_USER_SUBSCREEN) und den Musterfunktionsbaustein ISH_NV2000_TEMPLATE_SUBSCREEN an.

    • Für die Verarbeitung eines OK-CODEs in Ihrem Subscreen wird ein Funktionsbaustein aufgerufen, der dem Subscreen die ausgeführte Funktion mitteilt. Er wird bei jedem PAI (= process after input) vor dem CALL SUBSCREEN aufgerufen. Handelt es sich um einen Funktionscode Ihres Subscreens, können Sie ihn in einer globalen Variablen speichern und später im Zeitpunkt PAI Ihres Subscreens verarbeiten. Die Schnittstelle dieses Funktionsbausteins entnehmen Sie der Aufrufstelle im SAP-Programm SAPMNPA10 (Modul MNPA10F30, Form USER_SUBSCREEN_INPUT). Als Muster können Sie sich den Funktionsbaustein ISH_NV2000_TEMPLATE_SUB_INPUT ansehen.

    • Sie können dem aufrufenden Programm mitteilen, dass der Cursor auf ein Feld Ihres Subscreens gesetzt wurde oder gesetzt werden soll. Dazu wird bei jedem PAI nach dem CALL SUBSCREEN ein Funktionsbaustein aufgerufen, der sich vom Subscreen die Cursorposition holt. Gleichzeitig können Sie hier dem aufrufenden Programm einen OK-CODE übergeben, beispielsweise um nach einer fehlerhaften Eingabe in Ihrem Subscreen die Verarbeitung zu unterbrechen (OK-CODE = TEST). Im SAP-Programm SAPMNPA10 (Modul MNPA10F30, Form USER_SUBSCREEN_OUTPUT) ist die Schnittstelle dieses Funktionsbausteins definiert. Als Muster können Sie sich den Funktionsbaustein ISH_NV2000_TEMPLATE_SUB_OUTPUT ansehen.

    • Zur Überprüfung, ob der Anwender in Ihrem Subscreen Änderungen durchgeführt hat, sollten Sie einen Funktionsbaustein zur Verfügung stellen (Zeitpunkt PAI). Er gewährleistet, dass im Änderungsmodus der Transaktion ein Dialogfenster erscheint, in dem der Anwender gefragt wird, ob er die Daten sichern möchte, bevor er die Transaktion verlässt. Sehen Sie sich hierzu die Aufrufstelle im SAPMNPA10 (Modul MNPA10F00, Form CHECK_CHANGES_USER_SCREEN) und den Musterfunktionsbaustein ISH_NV2000_TEMPLATE_SUB_CHNGES an.

    • Zum Sichern der Daten (Zeitpunkt PAI) müssen Sie einen Funktionsbaustein zur Verfügung stellen, sofern die Daten Ihres Subscreens nicht über die IS-H Verbucher gesichert werden (z.B. die benutzerdefinierten Felder der Tabellen NPAT und NLEI). Sie können sich die Schnittstelle dieses Funktionsbausteins im SAPMNPA10 (Modul MNPA10F20, Form SAVE_USR_SCREEN) ansehen. Als Muster dient der Funktionsbaustein ISH_NV2000_TEMPLATE_SUB_SAVE.

    • Kopiervorlage für kundeneigene Subscreens

      Um kundeneigene Subscreens anzulegen, können Sie die Funktionsgruppe NTPLNV2000 als Kopiervorlage verwenden: Hier sind einige wesentliche Funktionen wie das Initialisieren und Sichern der Daten oder die Verarbeitung eines OK-Codes und die Cursorpositionierung beispielhaft realisiert. Kopieren Sie diese Funktionsgruppe in eine eigene und passen Sie Verarbeitung und Dialogbild entsprechend Ihren Anforderungen an. Da das Dialogbild 100 die benutzerdefinierten Felder des Patientenstamms enthält, können Sie diese für die Pflege innerhalb einer Variante aktivieren, indem Sie die Funktionsgruppe kopieren und die Verarbeitung für die Datenbanktabelle NTPLNV2000 entfernen. Dann pflegen Sie die benutzerdefinierten Felder des Patientenstamms.

    Weitere Informationen finden Sie, indem Sie den Cursor auf die Funktionsgruppe bzw. den Funktionsbaustein positionieren und über Kontextmenü Anfang des Navigationspfads Weitere Funktionen Navigationsschritt Dokumentation Navigationsschritt Anzeigen Ende des Navigationspfads wählen.

Kennzeichen für Patientenbezug, Fallbezug und Bewegungsbezug

Beim Anlegen von Dialogelementen hat für einen Subscreen das Setzen der Kennzeichen Patientenbezogen, Fallbezogen oder Bewegungsbezogen in unterschiedlichen Kombinationen folgende Auswirkungen auf die Variante im Clinical Process Builder:

Kombination

Auswirkungen

Kennzeichen Patienten-bezogen

Kennzeichen Fallbezogen

Kennzeichen Bewegungsbezogen

--

--

--

Kombination ist ungültig; mindestens ein Kennzeichen muss gesetzt sein.

X

--

--

Das System sperrt im Änderungsmodus den Patienten; keine Fallliste und keine Fallsperre.

X

X

--

Das System sperrt im Änderungsmodus Patient und Fall. In der Fallliste können Sie eine Fallzeile auswählen. Die Auswahl einer Bewegungszeile entspricht der Auswahl der zugehörigen Fallzeile.

X

--

X

Kombination ist ungültig; der Fallbezug muss ebenfalls gesetzt sein.

X

X

X

Das System sperrt im Änderungsmodus Patient und Fall; in der Fallliste können Sie sowohl eine Fallzeile als auch eine Bewegungszeile auswählen.

--

X

--

Das System sperrt den Patienten nicht; im Änderungsmodus sperrt es den Fall. Sie können in der Fallliste eine Fallzeile auswählen. Die Auswahl einer Bewegungszeile entspricht der Auswahl der zugehörigen Fallzeile.

-

X

X

Das System sperrt den Patienten nicht; im Änderungsmodus sperrt es denn Fall. In der Fallliste können Sie sowohl eine Fallzeile als auch eine sowohl eine Fallzeile als auch eine Bewegungszeile auswählen.

-

-

X

Das System sperrt den Patienten nicht; im Änderungsmodus sperrt es den Fall. Sie können in der Fallliste eine Bewegungszeile auswählen. Die Auswahl der Fallzeile eines stationären Falles entspricht der Auswahl der Aufnahme; die Auswahl der Fallzeile eines ambulanten Falles führt zu einer Fehlermeldung.

Die Kombination der Kennzeichen in den einzelnen Subscreens bestimmt den Bezug der Variante.

Beispiel Beispiel

Wenn die Variante einen patientenbezogenen Subscreen sowie einen fallbezogenen Subscreen enthält, ist die Variante patienten- und fallbezogen.

Beachten Sie dabei folgende Sonderkonstellation: Wenn die Variante einen patientenbezogenen und einen bewegungsbezogenen Subscreen enthält, jedoch keinen fallbezogenen, ergänzt das System den Fallbezug bei der Variante.

Ende des Beispiels.