Leistungsvorerfassung für Zeitpunktleistungen
Die Erfassung einer sehr großen Anzahl von Leistungen (z.B. mehrere hundert oder tausend Leistungen) kann dazu führen, dass das Laufzeitverhalten der Leistungserfassung negativ beeinflusst wird. Um diesem negativen Effekt vorzubeugen, steht Ihnen die Leistungsvorerfassung zur Verfügung. Die Leistungsvorerfassung steht Ihnen für die fallbezogene und OE-bezogene Erfassung von Leistungen zur Verfügung.
Über die Leistungsvorerfassung können Sie Zeitpunktleistungen fallbezogen oder OE-bezogen erfassen und zwischenspeichern; d.h. die vorerfassten Zeitpunktleistungen werden nicht unmittelbar in der Leistungserfassung gespeichert.
Die Leistungsvorerfassung ist vor allem dann sinnvoll, wenn Sie eine große Anzahl von (nichtabrechenbaren) Zeitpunktleistungen fallbezogen oder OE-bezogen erfassen oder automatisch aus Partnersystemen übernehmen.
Bei der Abrechnung des Falles prüft das System, ob zu dem Fall vorerfasste Leistungen vorhanden sind. Sind vorerfasste Leistungen vorhanden, können Sie den Fall nur zwischenabrechnen. Um eine Endabrechnung durchführen zu können, müssen Sie die vorerfassten Leistungen zuvor in die Leistungserfassung übernehmen.
Hinweis
Die Nachrichten, die das System in der Abrechnung ausgibt, wenn noch vorerfasste Leistungen für den Fall vorhanden sind, können Sie im Customizing des IS-H über die Nachrichtensteuerung einstellen. Indem Sie den Nachrichtentyp der Nachricht auf E (Fehler) setzen, können Sie beispielsweise auch Zwischenabrechnungen verhindern. Es handelt sich um die Nachrichten 418, 419 und 420 (Funktion A000).
Die Leistungsvorerfassung ist nur für Zeitpunktleistungen unterstützt. Das heißt, Sie können weder Zeitraumleistungen noch Leistungsgruppen vorerfassen.
Sie müssen die Leistungsvorerfassung im Einführungsleitfaden Krankenhaus
über den Systemparameter VORERF
aktiviert haben.
Sie haben zwei Möglichkeiten, Zeitpunktleistungen vorzuerfassen:
manuelle Erfassung
automatische Übernahme aus Partnersystemen