Erzeugung von EBM-Ziffern aus OPS-Codes (R21)
Im Anhang 2 des EBM 2000Plus sind den ca. 8400 OPS-Codes ca. 140 Kategorien zugeordnet. Jede Kategorie enthält bis zu fünf abrechenbare EBM-Ziffern.
Die Leistungsregel R21 wertet den als Hauptcode markierten OPS-Code aus und generiert die der Kategorie des OPS-Codes zugeordneten Leistungen mit den definierten Merkmalen.
Beachten Sie, dass die Leistungsregel nur eine Erfassungshilfe ist, d.h. es erfolgt
keine Überprüfung auf nachträglich gelöschte/geänderte Leistungen und dazu passenden OPS-Code,
keine Generierung eines OPS-Codes aus den Leistungen.
Um die Leistungsgenerierung in Abhängigkeit vom OPS-Code besser auf die relevanten Fälle begrenzen zu können, ist die Ausführung der Leistungsregel R21 ist auf folgende Fälle eingeschränkt:
Fälle mit mindestens einer Bewegung mit dem Kennzeichen Ambulantes Operieren
Fälle mit mindestens einer Bewegung ohne KV-Sperre
Ordnen Sie den OPS-Codes im OPS-Katalog auf der Registerkarte Zusätze
jeweils eine frei wählbare Kategorie zu (ggf. in Abhängigkeit von der OPS-Lokalisation).
Ordnen Sie zusätzlich in der IMG-Aktivität Leistungen zu Kategorien zuordnen
Leistungen einer Kategorie zu. Bei jeder Leistung können Sie die Abrechenbarkeit und CO-Relevanz sowie den EBM-Leistungstyp definieren.
Informationen hierzu finden Sie im Einführungsleitfaden Krankenhaus
unter .
Zur Unterstützung des Customizings der Leistungs-Kategorienzuordnung stellt SAP den Report IS-H: Import Zuordnung Kategorie - Leistung (TN20K)
(RNUTN20K
) zur Verfügung.
Informationen hierzu finden Sie in der Reportdokumentation.
Die Leistungsregel prüft, ob eine Leistung bereits vorhanden ist, die infolge des Vorkommens eines "Hauptcode-OPS" generiert werden soll. Wenn keine der zu generierenden Leistungen vorhanden ist, werden alle dem OPS-Code zugeordneten Leistungen mit den im Customzing hinterlegten Merkmalen (Abrechnungskennzeichen, CO-Relevanz) erzeugt.
Wenn mindestens eine der Leistungen bereits vorhanden ist, dann generiert das System keine der hinterlegten Leistungen und gibt eine enstprechende Meldung (N6 852) aus. Diese Meldung können Sie einstellen. Das System gibt die Meldung nur dann aus, wenn die gefundene(n) Leistung(en) manuell eingefügt wurde(n).
Die Leistungen generiert das System mit Datum, Uhrzeit, fachl. OE und erb. OE der zugeordneten Prozedur. Die Gültigkeit der Leistungen orientiert sich am Aufnahmedatum.
Die Leistungsregel kann Leistungen in Abhängigkeit von der Lokalisation der Prozedur generieren. Dabei ist die folgende Ermittlungsreihenfolge relevant:
Wenn bei einer Prozedur keine Lokalisation hinterlegt ist, dann zieht die Leistungsregel die bisher vorhandene lokalisationsunabhängige Kategorie zur Generierung von Leistungen heran.
Wenn bei einer Prozedur eine Lokalisation hinterlegt ist, zieht die Leistungsregel die entsprechende Kategorie zur Leistungsgenerierung heran. Falls diese Kategorie nicht angegeben ist, greift die Leistungsregel auf die lokalisationsunabhängige Kategorie zurück.
Die Leistungsregel R21 generiert eine Leistung mit EBM-Leistungstyp Nachbehandlung Operation
zur letzten Bewegung des Falles. Wenn dies eine OP-Bewegung ist, dann erzeugt die Leistungsregel die Leistung mit dem Kennzeichen nicht abrechenbar
,
da nach EBM 2000plus am Tag der Operation keine Leistung mit EBM-Leistungstyp Nachbehandlung Operation
abgerechnet werden darf.
Wenn es anschließend zu weiteren Arzt-Patientenkontakten kommt, die eine Abrechnung der Gebührenziffer rechtfertigen, dann können Sie die Leistung auf abrechenbar
setzen, das Leistungsdatum anpassen und sie damit zur Abrechnung freigeben.