Beispiele für die Buchungslogik

Ausgangsdaten

Die nachfolgenden Beispiele basieren auf folgenden Ausgangsdaten:

Die Anlage A hat eine Nutzungsdauer von 10 Jahren. Die stillen Reserven betragen 100 Geldeinheiten. Die Aktivierung und Wertfortschreibung wird jährlich ausgeführt. Zum Ende des Jahres 01 erfolgt ein Teilabgang in Höhe von 50. Die Abschreibung (Wertfortschreibung) muss entsprechend korrigiert werden.

Beispiel 1: Anlagegegenstand in Hauswährung (ohne latente Steuern)

In den Stammdaten geben Sie die Abschreibungsparameter an (lineare Abschreibung, kein Schrottwert) sowie die Buchungsposition.

In den Zusatzmeldedaten geben Sie die stillen Reserven an sowie den Teilabgang (Benutzereingaben unten fettgedruckt).

Das System berechnet dann den Anfangsbuchwert, die Abschreibung, den Abgang bei der Wertfortschreibung sowie den Endbuchwert.

Buchungen bei der Aktivierung und Wertfortschreibung

Zugang (HW)

Wertfortschr. (HW)

Abgang (HW)

Aktivierung (zu AHK)

100

-50

Abschreibung (Bilanz)

-10

5

Rücklagen Anlage

-100

50

Abschreibung (GuV)

10

-5

Verrechnungsposition Bilanz

10

-5

Verrechnungsposition GuV

-10

5

 Zusatzmeldedaten

Kennzahl

Datenherkunft

AHK

100

Benutzereingabe

Anfangsbuchwert

100

Systemberechnung

Planmäßige Abschreibung

10

Systemberechnung

Abgang

50

Benutzereingabe

Abgang Wertfortschreibung

5

Systemberechnung

Endbuchwert

45

Systemberechnung

Beispiel 2: Anlagegegenstand in Hauswährung und Kreiswährung (ohne latente Steuern)

Wenn Sie den Anlagegegenstand in Hauswährung und Kreiswährung führen, geben Sie in den AHK-Wert in beiden Währungen ein:

Buchungen bei der Aktivierung und Wertfortschreibung

Zu (HW)

Zu (KW)

WF (HW)

WF (KW)

Ab (HW)

Ab (KW)

Aktivierung (zu AHK)

100

200

-50

-100

Abschreibung (Bilanz)

-10

-20

5

10

Rücklagen Anlage

-100

-200

50

100

Abschreibung (GuV)

10

20

-5

-10

Verrechnungsposition Bilanz

10

20

-5

-10

Verrechnungsposition GuV

-10

-20

5

10

Erläuterungen:

AHK = Anschaffungs-/Herstellungskosten

HW = Hauswährung; KW = Kreiswährung

Zu = Zugang; WF = Wertfortschreibung; Ab = Abgang

Zusatzmeldedaten

Kennzahl (HW)

Kennzahl (KW)

Datenherkunft

AHK

100

200

Benutzereingabe

Anfangsbuchwert

100

200

Systemberechnung

Planmäßige Abschreibung

10

20

Systemberechnung

Abgang

50

100

Benutzereingabe des HW-Werts, Systemberechnung des KW-Werts

Abgang Wertfortschreibung

5

10

Systemberechnung

Endbuchwert

45

90

Systemberechnung

Beispiel 3: Anlagegegenstand in Hauswährung unter Berücksichtigung von latenten Steuern

Das System soll latente Steuern in Höhe von 40% bei Aktivierung und bei Wertfortschreibung buchen:

Sie haben in der Belegart angegeben, dass latente Steuern gebucht werden sollen, und Sie haben den Prozentsatz angegeben.

Sie haben in den Zusatzmeldedaten das Kennzeichen für latente Steuern gesetzt.

Für die Buchung von latenten Steuern betrachten wir die beiden folgenden Fälle:

Fall 3a): Latente Steuern in der Bilanz sind nicht auf spezifischen Bilanzpositionen zu buchen.

Fall 3b): Latente Steuern in der Bilanz sind auf spezifischen Bilanzpositionen zu buchen

3a) Keine spezifischen Bilanzpositionen für latente Steuern

Buchungen bei der Aktivierung und Wertfortschreibung

Zugang (HW)

Wertfortschr. (HW)

Abgang (HW)

Automatische Buchungszeile

Aktivierung (zu AHK)

100

-50

Abschreibung (Bilanz)

-10

5

Rücklagen Anlage

-100

50

Abschreibung (GuV)

10

-5

Rücklagen Anlage

40

-20

2

Latente Steuern (Bilanz)

-40

20

2

Latente Steuern (Bilanz)

4

-2

2

Latente Steuern (GuV)

-4

2

2

Verrechnungsposition Bilanz

6

-3

1

Verrechnungsposition GuV

-6

3

1

3b) Mit spezifischen Bilanzpositionen für latente Steuern

Die Buchung der latenten Steuerabgrenzung in der Bilanz nimmt das System auf den für die auslösenden Bilanzpositionen spezifischen Positionen für latente Steuern vor. Ist einer auslösenden Bilanzposition keine spezifische Position für latente Steuern zugeordnet, so zieht das System die allgemeine Position für latente Steuern (Bilanz) heran.

Buchungen bei der Aktivierung und Wertfortschreibung

Zugang (HW)

Wertfortschr. (HW)

Abgang (HW)

Automatische Buchungszeile

Aktivierung (zu AHK)

100

-50

Abschreibung (Bilanz)

-10

5

Rücklagen Anlage

-100

50

Abschreibung (GuV)

10

-5

Latente Steuern (Bilanz) „Rücklagen Anlage“

40

-20

2

Latente Steuern (Bilanz) „Aktivierung (zu AHK)“

-40

20

2

Latente Steuern (Bilanz) „Abschreibung“

4

-2

2

Latente Steuern (GuV)

-4

2

2

Verrechnungsposition Bilanz

6

-3

1

Verrechnungsposition GuV

-6

3

1

 Beispiel 4: Anlagenabgang zum Beginn oder zum Ende der Abschlussperiode (ohne latente Steuern)

In Periode 03 findet ein Teilabgang in Höhe von 50 Geldeinheiten statt. Je nachdem ob Sie in den Zusatzmeldedaten das Kennzeichen Abgang zum Periodenbeginn gesetzt haben oder nicht, bucht das System Folgendes:

Buchungen bei der Aktivierung und Wertfortschreibung

Wertfortschr. (HW)

Abgang (HW)

Wertfortschr. (HW)

Abgang (HW)

Aktivierung

-50

-50

Abschreibung (Bilanz)

-10

15

-5

10

Rücklagen Anlage

50

50

Abschreibung (GuV)

10

-15

5

-10

Verrechnungsposition Bilanz

10

-15

5

-10

Verrechnungsposition GuV

-10

15

-5

10

 Zusatzmeldedaten

Abgang zum Periodenende 03

Abgang zum Periodenbeginn 03

Kennz. HW

Berechnung

Kennz. HW

Berechnung

AHK

100

100

Anfangsbuchwert

80

80

Planm. Abschr.

10

=AHK/10

5

=(AHK-Ab)/10

Abgang

50

50

Abgang Wertfortschr.

15

=Ab/AHK*(AHK-AnfBW+Abschr) =50/100*(100-80+10)

10

=Ab/AHK*(AHK-AnfBW) =50/100*(100-80)

Endbuchwert

35

=AnfBW-Abschr-Ab+AbWertf =80-10-50+15

35

=AnfBW-Abschr-Ab+AbWertf =80-5-50+10

Erläuterungen:

siehe oben; außerdem:

AnfBW = Anfangsbuchwert

AbWertf = Abgang Wertfortschreibung