Zwischenergebniseliminierung im Umlaufvermögen Innerhalb eines Konsolidierungskreises (z.B. eines Konzerns) werden Gegenstände des Umlaufvermögens veräußert. Hierdurch entstehen Zwischenergebnisse.
Mit dieser Komponente können Sie eliminierungspflichtige Zwischenergebnisse automatisch eliminieren. Die Eliminierung der Zwischenergebnisse ist aufgrund gesetzlicher Vorschriften oder aus Management-Sicht erforderlich, da der Konzern als einheitliches Unternehmen anzusehen ist.
Folgende Voraussetzungen müssen für den Einsatz dieser Komponente erfüllt sein:
Bei der Veräußerung von Gegenständen des Umlaufvermögens sind eliminierungspflichtige Zwischenergebnisse (Gewinne oder Verluste) entstanden.
Die an der Transaktion beteiligten Konsolidierungseinheiten werden in den Konzernabschluss einbezogen.
Der betreffende Vermögensgegenstand hat zum Abschlussstichtag den Konsolidierungskreis nicht durch Veräußerung an Dritte komplett verlassen.
Sie wählen diese Komponente, wenn Sie die Zwischenergebniseliminierung im Umlaufvermögen mit automatischen Buchungen durchführen möchten.
Die Zwischenergebniseliminierung im Umlaufvermögen basiert auf den Daten
der bestandsführenden Konsolidierungseinheit und
der liefernden Konsolidierungseinheit
Zwischen einem solchen Paar von Konsolidierungseinheiten bestehen Lieferbeziehungen. Für den Abgleich von Bestands- und Lieferdaten in einer solchen Lieferbeziehung verwendet das System sog. Produktgruppen.
Das Zwischenergebnis errechnet sich folgendermaßen:
Berechnung: |
Datenquelle: |
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|---|---|---|
Buchwert des Vermögensgegenstands |
Summendatenbank oder Zusatzmeldedaten |
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- |
Konzernherstellkosten |
Zusatzmeldedaten |
= |
Zwischenergebnis |
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Im Zwischenergebnis sind eventuell vorgenommene Wertberichtigungen bereits berücksichtigt.
Das System eliminiert das Zwischenergebnis folgendermaßen:
Bei einem Zwischengewinn (positive Differenz) führt das System eine Korrektur auf den niedrigeren, aus Konzernsicht anzusetzenden Wert durch, d.h. auf die niedrigeren Konzernherstellkosten.
Bei einem Zwischenverlust (negative Differenz) führt das System eine Korrektur auf die höheren anzusetzenden Konzernherstellkosten durch.
Auf die automatische Buchung von Zwischenverlusten können Sie auch verzichten.
Die automatischen Buchungen leisten Folgendes:
Der Vermögensgegenstand wird in Höhe des Zwischenergebnisses korrigiert.
Eine entsprechende Gegenbuchung erfolgt wahlweise in der Gewinn- und Verlustrechnung (Regelfall) oder in der Bilanz.
Gleichzeitig korrigiert das System den Bilanzgewinn bzw. den Jahresüberschuss.
Das System bucht wahlweise latente Steuern auf die Gewinnkorrektur.
Sie können Vertriebskosten auf eine von Ihnen anzugebende Position umbuchen (z.B. auf die Herstellkosten).
Außerdem können Sie Währungsumrechnungsdifferenzen ausweisen, die aufgrund der Zwischenergebniseliminierung entstehen.
Sie können im System nicht nur paarweise Lieferbeziehungen innerhalb eines Konsolidierungskreises abbilden. Vielmehr ist auch die Abbildung von Lieferketten über mehrere Paarbeziehungen hinweg möglich.
Die Zwischenergebniseliminierung im Umlaufvermögen behandelt Konsolidierungseinheiten gemäß ihrer Einbeziehungsart. Folgende Einbeziehungsarten werden unterstützt:
Vollkonsolidierung,
Equity-Konsolidierungund
Equity-Konsolidierung für nicht konsolidierte Konsolidierungseinheiten
(also für Konsolidierungseinheiten, auf die die Obereinheit einen beherrschenden Einfluss ausübt, die aber in der Kapitalkonsolidierung trotzdem nur at equity einbezogen werden)
Wenn Sie nur Paarbeziehungen berücksichtigen wollen und nur vollkonsolidierte Konsolidierungseinheiten haben, verwenden Sie eine Belegart, die auf Kontierungsebene 20 bucht (paarweise Eliminierungsbuchungen).
Wenn Sie jedoch Lieferketten berücksichtigen wollen und/oder at equity konsolidierte Konsolidierungseinheiten, dann müssen Sie eine Belegart verwenden, die auf Kontierungsebene 30 bucht.