Durchführung einer Allokation
Diesen Prozess führen Sie durch, wenn Sie Werte (Mengen oder Geldbeträge) von einer Senderkontierung auf eine oder mehrere Empfängerkontierungen umlegen oder verteilen wollen.
Zunächst definieren Sie eine Belegart mit Kontierungsebene 01 (Korrekturbuchungen) oder 10 (Anpassungsbuchungen) sowie eine Maßnahme für die Allokation.
Im Methoden-Layout können Sie dann eine Schritthierarchie definieren.
Im einfachsten Fall besteht die Allokation aus einem einzigen Schritt ohne Unterschritte.
Im Methoden-Layout bestimmen Sie:
wieviele Ebenen die Allokation hat
welche Merkmale Sie bei der Definition einer Methode in der Schnelleingabe vorfinden werden (mehr zur Schnelleingabe weiter unten)
ab welcher Ebene Sender, Empfänger, Auslöser und Verteilungsschlüssel (bei der Definition einer Methode) sichtbar sind
auf welcher Ebene des Methoden-Layout Allokation
Sie (bei der Definition einer Methode) welche Merkmale spezifizieren müssen
Bei der Definition der Methode legen Sie fest, wie die Kennzahlenwerte durch die Allokation verändert werden sollen. Die Schnelleingabe bietet eine Übersicht über die Schritte der Allokation. In der Schnelleingabe können Sie Schritte anlegen und in diese Schritte navigieren. Sowohl für die gesamte Allokation als auch pro Einzelschritt können Sie in den Detailbildern für Sender/Empfänger, Auslöser und Verteilung die Einzelheiten für die Allokation bestimmen (z.B. Merkmalswerte wie Konsolidierungseinheiten und Positionen eintragen sowie den Typ der Auslöser- und Verteilungsdaten). Das System führt die Schritte in der von Ihnen angegebenen Reihenfolge aus. Das bedeutet: Die Ergebnisse eines Schrittes werden bei der Ausführung des nachfolgenden Schritts berücksichtigt.
Schließlich ordnen Sie die Belegart und die Methode der Allokationsmaßnahme zu. Über die Maßnahme führen Sie die Allokation aus.
Definieren Sie eine Belegart mit Kontierungsebene 01 oder 10.
Die Belegart mit Kontierungsebene 01 verwenden Sie, wenn die zu allokierenden Daten eine Kontierungsebene ≤ 01 haben.
Die Belegart mit Kontierungsebene 10 verwenden Sie, wenn die zu allokierenden Daten eine Kontierungsebene ≤ 10 haben.
Definieren Sie eine Maßnahme für die Allokation.
Legen Sie ein neues Methoden-Layout mit dem Typ Allokation
an.
Bestimmen Sie im Bild für die Definition der Allokation, wieviele Ebenen das Methoden-Layout hat.
Für die spätere Definition einer Methode legen Sie außerdem fest:
welche Merkmale Sie bei der Definition einer Methode in der Schnelleingabe vorfinden werden
ab welcher Ebene Sender, Empfänger, Auslöser und Verteilungsschlüssel sichtbar sind. Die Sichtbarkeit steuern Sie, indem Sie die Pfeile per Drag & Drop in die gewünschte Zeile ziehen;
auf welcher Ebene des Methoden-Layout Sie welche Merkmale spezifizieren müssen. Ein Merkmal, das Sie verwenden wollen, ordnen Sie zu, indem Sie die Zielspalte markieren und das Merkmal aus der Merkmalsliste per Drag & Drop auf eine Zelle der Tabelle ziehen.
Hinweis
Wenn Sie nur einen einzigen Schritt für die Allokation haben möchten, brauchen Sie für die Schnelleingabe keine Merkmale vorzusehen.
Sie können Merkmale aus der Tabelle entfernen, indem Sie sie per Drag & Drop auf den Papierkorb ziehen.
Einen Schritt können Sie löschen, indem Sie ihn per Drag & Drop auf den Papierkorb ziehen.
Speichern Sie die Angaben für das Methoden-Layout.
Legen Sie zum Methoden-Layout eine Methode an.
Geben Sie auf oberster Ebene zunächst die Werte für die Merkmale an, die Sie im Methoden-Layout vorgesehen haben.
Hinweis
Sie können auf den Registerkarten Sender/Empfänger
, Auslöser
und Schnelleingabe
noch weitere Merkmale hinzufügen.
Sender/Empfänger: Hier geben Sie die Merkmalswerte für Sender und Empfänger ein. Sie können wählen zwischen
Einzelwert (z.B. Konsolidierungseinheit C1000)
Intervall (z.B. Konsolidierungseinheiten C1000 bis C2500)
Vererbung von Sender (nur auswählbar bei Empfänger)
Falls Sie ein Intervall eingeben möchten oder eine Vererbung der Sender-Werte wünschen, wählen Sie die entsprechende Option in der Symbol-Spalte für Sender bzw. Empfänger über das Kontextmenü aus.
Wenn Sie für den Sender ein Intervall angeben, können Sie durch Auswahl der Option Pro Sender
einen individuellen Verteilungsschlüssel je Sender wählen. (Sie können die Option Pro Sender
allerdings dann nicht wählen, wenn Sie als Typ des Verteilungsschlüssels Bewegungsdaten
wählen und den Empfänger als Intervall
definieren.)
Wenn Sie für Sender- und/oder Empfänger-Unterkontierungen einen Einzelwert eingeben, können Sie das Kennzeichen Default setzen und/oder einen Merkmalswert für die Unterkontierung angeben.
Auslöser: Als Merkmale sind standardmäßig die Merkmale des Senders eingetragen. Sie können diese jedoch überschreiben, sofern Sie beim Sender kein Intervall vorgesehen haben. Als Typ der Auslöserdaten stehen Ihnen auf dieser Ebene Bewegungsdaten
und explizite Daten
zur Verfügung.
Hinweis
Den Typ explizite Daten
können Sie nur auf der untersten Schritt-Ebene pflegen.
Verteilung: Als Typ der Verteilungsdaten stehen Ihnen zur Verfügung:
explizite Daten
mit den Kennzahlentypen Prozentsatz (beliebige Summe der Prozentsätze), Prozentsatz (wobei die Summe der Prozentsätze 100% ergeben muss) und Gewichtungsfaktor
Bewegungsdaten
(z.B. Verteilung analog zu Werten auf der Position Marketingaufwand bei allen Tochtergesellschaften)
Hinweis
Den Typ explizite Daten
können Sie nur auf der untersten Schritt-Ebene pflegen.
Schnelleingabe: Sofern Sie im Methoden-Layout Merkmale zur Schnelleingabe vorgesehen haben, legt das System für die Methode einen ersten Schritt an. Sie können dann in der Schnelleingabe weitere Schritte anlegen. Über das Pfeil-Symbol navigieren Sie in diese Schritte. In den Detailbildern der Schritte zeigt das System jeweils die Daten aller übergeordneten Ebenen an. (Diese Daten können Sie nicht verändern.)
Auf der Ebene eines Schrittes bzw. Unterschrittes gehen Sie analog zur obersten Ebene vor (siehe vorheriger Punkt). Es gibt folgende Besonderheiten:
Sie können auf den Registerkarten Sender/Empfänger
, Auslöser
und Verteilung
noch weitere Merkmale hinzufügen.
Wenn Sie sich auf der untersten Schritt-Ebene befinden, können Sie explizite Auslöser- und Verteilungsdaten pflegen.
Falls Sie die Option pro Sender
gewählt haben und als Auslöser den Typ explizite Daten
, können Sie in einer Tabelle die Senderkontierungen, Prozentsätze (oder Faktoren) und Empfängerkontierungen einander zuordnen. Dafür ziehen Sie die Sender- und Empfängerkontierungen per Drag & Drop aus einer Liste auf die Tabelle.
Sichern Sie Ihre Daten.
Ordnen Sie Belegart und Methode der Allokationsmaßnahme zu.
Wenn Sie dBusiness Function Financials, Group Close, Allokation
(FIN_ACC_GC_ALLOC
) aktivieren und anschließend die Funktion Methodenzuordnung von Umgliederungsmaßnahmen
in den Einstellungen des Konsolidierungsgebiets aktivieren, können Sie in einer Allokationsmaßnahme angeben, dass Sie die Zuordnung der Methode in Abhängigkeit von der Konsolidierungseinheit vornehmen. Falls die Maßnahme mit einer Belegart auf Kontierungsebene 01 oder 10 bucht (d.h. pro Konsolidierungseinheit verarbeitet wird), können Sie damit verschiedene Allokationsmethoden zuordnen.
Führen Sie die Allokation aus, indem Sie die entsprechende Maßnahme im Konsolidierungsmonitor starten.
Nach erfolgreicher Ausführung einer Allokation erhalten Sie eine Bestätigungsmeldung. Die umgelegten bzw. verteilten Daten stehen Ihnen im entsprechenden InfoCube zur Verfügung.