Durchführung einer Rundung
Sie setzen diesen Prozess ein, um zu überprüfen, ob ein Datenbestand den von Ihnen definierten Rundungsregeln genügt, und um die Rundungsdifferenzen durch Korrekturbuchungen auszugleichen.
Eine Rundung
kann aus mehreren Schritten bestehen, die ihrerseits wieder Unterschritte haben können. D.h. die Schritte können als Hierarchie definiert werden.
Wenn Sie eine Rundung durchführen wollen, bestimmen Sie im Methoden-Layout ihre Grobstruktur. D.h. Sie legen Folgendes fest:
Anzahl der Ebenen der Schritthierarchie dieses Methoden-Layouts
Merkmale, die bei der Definition einer Methode in der Schnelleingabe zur Verfügung stehen sollen (mehr zur Schnelleingabe weiter unten)
Ebene, ab der Rundungstyp, Selektion 1, Selektion 2 und Rundungsdifferenz (bei der Definition einer Methode) sichtbar sind
Auf welcher Ebene des Methoden-Layout müssen Sie (bei der Definition einer Methode) welche Merkmale spezifizieren?
Bei der Definition der Methode legen Sie die Regel(n) fest, anhand derer das System prüfen und runden soll. Die Schnelleingabe bietet eine Übersicht über die Schritte der Rundung. In der Schnelleingabe können Sie Schritte anlegen und in diese Schritte navigieren. Die Kennzahlen legen Sie global für die gesamte Methode fest; die Einzelheiten für die Rundung legen Sie im Detailbild Rundung
für den jeweiligen Schritt fest. Das System führt die Schritte in der von Ihnen angegebenen Reihenfolge aus. Das bedeutet: Die Korrekturbuchungen eines Schrittes werden im nachfolgenden Schritt berücksichtigt (d.h. ein Schritt setzt jeweils auf den Ergebnissen des vorhergehenden Schritts auf).
Hier der Ablauf im Detail:
Legen Sie ein neues Methoden-Layout für die Rundung
an, oder verwenden Sie ein bereits vorhandenes.
Wenn Sie ein neues Methoden-Layout definieren, gehen Sie folgendermaßen vor:
Bestimmen Sie im Bild für die Definition der Rundung, wieviele Ebenen die Schritthierarchie hat.
Für die spätere Definition einer Methode legen Sie außerdem Folgendes fest:
Merkmale, die bei der Definition einer Methode in der Schnelleingabe zur Verfügung stehen sollen
Ebene, ab der die Selektionen 1 und 2 sowie die Rundungsdifferenz sichtbar sind. Die Sichtbarkeit steuern Sie, indem Sie die Pfeile in die gewünschte Zeile ziehen (per Drag & Drop).
Auf welcher Ebene des Methoden-Layout Rundung
müssen Sie welche Merkmale spezifizieren? Ein Merkmal, das Sie verwenden wollen, ordnen Sie zu, indem Sie die Zielspalte markieren und das Merkmal aus der Merkmalsliste auf eine Zelle der Tabelle ziehen (per Drag & Drop).
Hinweis
Wenn Sie nur einen einzigen Schritt für die Rundung haben möchten, brauchen Sie für die Schnelleingabe keine Merkmale vorzusehen.
Sie können Merkmale aus der Tabelle entfernen, indem Sie sie auf den Papierkorb ziehen (per Drag & Drop).
Einen Schritt können Sie löschen, indem Sie ihn auf den Papierkorb ziehen (per Drag & Drop).
Sichern Sie die Angaben für das Methoden-Layout.
Legen Sie zum Methoden-Layout eine Methode an.
Im Detailbild Kennzahlen
wählen Sie global (d.h. für die gesamte Methode) die Prüfkennzahl und die Rundungskennzahl aus.
Legen Sie auf der obersten Ebene der Rundungsfunktion die Prüf- und Rundungsregeln fest.
Rundung: Hier definieren Sie die Prüf- und Rundungsregel:
Sie wählen den Rundungstyp.
Sie legen die Selektion(en) fest, indem Sie die Merkmalswerte eingeben (z.B. Positionen und Bewegungsarten). Hierfür nutzen Sie die Mittel der Einzelselektion.
Sie legen die Differenzenkontierung fest, auf die das System eine laut Prüfregel ermittelte Differenz zu buchen hat.
Sie können zu einer Position eine oder mehrere Unterkontierungen angeben; pro Unterkontierung können Sie das Kennzeichen Defaultwert setzen und/oder einen Merkmalswert der Unterkontierung angeben.
Hinweis
Sie können auf der Registerkarte Rundung
noch weitere Merkmale hinzufügen, die Sie im Methoden-Layout nicht vorgesehen haben.
Schnelleingabe: Sofern Sie im Methoden-Layout Merkmale zur Schnelleingabe vorgesehen haben, legt das System für die Methode automatisch einen ersten Schritt an. Sie können dann in der Schnelleingabe weitere Schritte anlegen. Über das Pfeil-Symbol navigieren Sie in diese Schritte. In den Detailbildern der Schritte zeigt das System jeweils die Daten aller übergeordneten Ebenen an. (Diese Daten können Sie nicht verändern.)
Auf der Ebene eines Schrittes bzw. Unterschrittes gehen Sie analog zur obersten Ebene vor (siehe vorheriger Punkt).
Sichern Sie Ihre Eingaben.
Beim Ausführen einer Rundungsmethode arbeitet das System die in der Methode enthaltenen Schritte nacheinander ab. Hierbei gehen die durch einen gerade abgearbeiteten Schritt durchgeführten Differenzenbuchungen in den Datenbestand ein, der als Berechnungsgrundlage für den nächsten Schritt dient usw. Damit bei mehreren aufeinanderfolgenden Schritten eine spätere Prüfregel nicht die Ergebnisse einer zuvor durchgeführten Prüfung zerstört, ist die Reihenfolge der Schritte und der Umfang der jedem Schritt zugeordneten Selektion wichtig. Ein praxisgerechter Ansatz kann z.B. so aussehen:
Beispiel
Zunächst sollte das System lokale Rundungsprüfungen durchführen, beispielsweise die Gleichheit zwischen den Abschreibungen im Anlagevermögen und den entsprechenden Abschreibungen in der Gewinn- und Verlustrechnung. Dann erst sollte das System globalere Prüfungen durchführen, beispielsweise dass die Summe aller Bilanzpositionen gleich Null ist.
Ordnen Sie die Rundungsmethode einer Maßnahme (z.B. einer Maßnahme zur Währungsumrechnung) zu.
Ordnen Sie die Rundungsmethode eine Währungsumrechnungsmethode zu.
Ordnen Sie die Währungsumrechnungsmethode einer Währungsmaßnahme zu.
In der Währungsumrechnungsmaßnahme können Sie angeben, dass Sie die Zuordnung der Methode in Abhängigkeit von der Konsolidierungseinheit vornehmen. Damit können Sie verschiedene Währungsumrechnungsmethoden zuordnen.
Damit Sie in der Währungsumrechnungsmaßnahme auch verschiedene Rundungsmethoden zuordnen können, müssen Sie die Business Function Financials, Group Close, Allokation (FIN_ACC_GC_ALLOC
) aktivieren und anschließend die Funktion Zuordnung von Rundungsmethoden
in den Einstellungen des Konsolidierungsgebiets aktivieren.
Sie führen die Rundung aus, indem Sie die entsprechende Maßnahme (z.B. zur Währungsumrechnung) im Konsolidierungsmonitor starten.
Nach erfolgreicher Ausführung einer Rundung erhalten Sie eine Bestätigungsmeldung und möglicherweise Fehlermeldungen, falls Sie eine Rundungskennzahl ausgewählt haben. Die gerundeten Daten stehen Ihnen im InfoCube für Bewegungsdaten zur Verfügung.