Konsolidierungsgebietabhängige Einstellungen kopieren Sie verwenden diese Vorgehensweise, um ein vorhandenes Konsolidierungsgebiet mit seinen abhängigen Einstellungen in ein neues Konsolidierungsgebiet im selben System und im selben Mandanten zu kopieren.
Sie können die zu kopierenden Objekte und Einstellungen des Konsolidierungsgebiets (z.B. Positionen, Konsolidierungseinheiten, Methoden) nach Ihren spezifischen Anforderungen zusammenstellen.

Sie wollen zu Testzwecken ein Konsolidierungsgebiet anlegen. Die von diesem Konsolidierungsgebiet abhängigen Einstellungen (Konsolidierungseinheiten und -kreise, Belegarten, Maßnahmen und Methoden) sind zu großen Teilen identisch mit einem bereits existierenden Konsolidierungsgebiet.
Das System erzeugt beim Kopieren unabhängige Kopien der Objekte und Einstellungen. D.h. wenn Sie später die Einstellungen im Quell-Konsolidierungsgebiet ändern, bleiben die Einstellungen im Ziel-Konsolidierungsgebiet unverändert. Dies gilt allerdings nur für konsolidierungsgebietsabhängige Einstellungen (auch die die folgenden Abschnitte beziehen sich ausschließlich auf konsolidierungsgebietsabhängige Einstellungen); konsolidierungsgebietsübergreifende Einstellungen gelten natürlich konsolidierungsgebietsübergreifend.
Sie haben die Customizing-Einstellungen im Quell-Konsolidierungsgebiet vorgenommen, die Sie im Ziel-Konsolidierungsgebiet benötigen (Stammdaten und Hierarchien, Konsolidierungsmaßnahmen und –methoden).
Falls Sie die Kopie ganz neu erzeugen (das Ziel-Konsolidierungsgebiet also leer ist) und das Ziel-Konsolidierungsgebiet dieselbe Datenbasis haben soll wie das Quell-Konsolidierungsgebiet, gehen Sie zunächst so vor:
In der Prozess-Sicht der Workbench wählen Sie
Stammdaten
® Konsolidierungsgebiet
und zeigen die Konsolidierungsgebiete an.
Markieren Sie das zu kopierende Konsolidierungsgebiet, und wählen Sie aus dem Kontextmenü
Kopieren
.
Überschreiben Sie einen neuen Eintrag mit der Bezeichnung für das Ziel-Konsolidierungsgebiet.
Ändern Sie im Ziel-Konsolidierungsgebiet die Werte für die im Konsolidierungsgebiet fixierten Merkmale so ab, dass eine ausreichende Abgrenzung zu allen anderen Konsolidierungsgebieten existiert.
Sichern Sie Ihre Einstellungen.
Alternativ können Sie das Ziel-Konsolidierungesgebiet auch zu einer anderen Datenbasis anlegen. Die Datenbasis des Ziel-Konsolidierungsgebiets und die des Quell-Konsolidierungsgebiets müssen dann jedoch hinsichtlich der verwendeten InfoObjects, der Zuordnung von Rollen zu InfoObjects sowie der verwendeten Datenströme identisch sein.
Diejenigen Einstellungen im Konsolidierungsgebiet, die das weitere Customizing beeinflussen (wie etwa die Verwendung von Maximalsets oder der Konsolidierungsfunktionen) müssen im Ziel- und Quell-Konsolidierungsgebiet identisch sein.
Blenden Sie – sofern noch nicht geschehen – die Werkzeuge-Sicht der Workbench ein.
Wählen Sie dort
KonsGebietabhängige Einstellungen
® Kopieren
.
Geben Sie das Quell-Konsolidierungsgebiet an sowie das (ggf. unter A. festgelegte) Ziel-Konsolidierunsgebiet.
Für den Fall, dass Sie kein leeres Ziel-Konsolidierungsgebiet haben, legen Sie fest, wie das System die im Ziel-Konsolidierungsgebiet bereits vorhandenen konsolidierungsgebietsabhängigen Einstellungen behandeln soll.
Alle vorhandenen Einstellungen löschen
: Setzen Sie dieses Kennzeichen, wenn vor dem Kopieren zunächst alle Customizing-Einstellungen der gleichen Kategorie im Ziel-Konsolidierungsgebiet gelöscht werden sollen.
Das System löscht nur dann, wenn anschließend tatsächlich Einstellungen der gleichen Kategorie zu kopieren sind.
Beispiel 1: Angenommen im Ziel-Konsolidierungsgebiet existieren bereits Konsolidierungseinheiten. Wenn das Kennzeichen gesetzt ist, werden beim Kopieren einer oder mehrerer Konsolidierungseinheiten zunächst alle im Ziel-Konsolidierungsgebiet existierenden Konsolidierungseinheiten gelöscht.
Beispiel 2: Hier werden die Konsolidierungseinheiten des Ziel-Konsolidierungsgebiets auch bei gesetztem Kennzeichen nicht gelöscht:
Die Objektgruppe
Organisationseinheiten
ist nicht zum Kopieren ausgewählt.
Im Quell-Konsolidierungsgebiet entspricht keine Konsolidierungseinheit den auf dem Anforderungsbild vorgenommenen Abgrenzungen.
Vorhandene gleichnamige Einstellungen löschen
:
Dieses Kennzeichen betrifft ausschließlich diejenigen Objekte, die im Ziel-Konsolidierungsgebiet gleichnamig vorhanden sind.
Setzen Sie das Kennzeichen, wenn existierende Erweiterungen des Customizing im Ziel-Konsolidierungsgebiet erhalten bleiben sollen.
Beispiel: Angenommen, im Quell-Konsolidierungsgebiet existieren drei Maßnahmen A, B und C. Im Ziel-Konsolidierungsgebiet existiert zusätzlich die Maßnahme Z. Sie wollen, dass im Ziel-Konsolidierungsgebiet nach der Kopie die Maßnahmen A, B und C identisch zu denen im Quell-Konsolidierungsgebiet sind, die Maßnahme Z aber nicht geändert wird. Dies erreichen Sie durch Setzen des Kennzeichens
Vorhandene gleichnamige Einstellungen löschen
.
Wählen Sie die zu kopierenden Objektgruppen mit den Objekten aus.
Für alle Kennzeichen für Objektgruppen (z.B. Objektgruppen
Positionsplan
,
Konsolidierungsfunktionen
) gilt Folgendes: Wenn Sie das Kennzeichen setzen, können Sie die zu kopierenden Objekte innerhalb der Gruppenrahmens im Einzelnen spezifizieren.
Wenn Sie das Kennzeichen nicht setzen, werden die zur Gruppe gehörigen Objekte pauschal vom Kopiervorgang ausgeschlossen; alle Kennzeichnungen innerhalb der Gruppenrahmens sind irrelevant.
Im Einzelnen haben die Einstellungen folgende Bedeutung:
Versionen
: Die Versionen selbst hängen nicht vom Konsolidierungsgebiet ab. Hier sind vielmehr Versionskombinationen, Zuordnungen von speziellen Versionen und Regeln betroffen. Diese Einstellungen werden kopiert, wenn das Ziel-Konsolidierungsgebiet leer ist. Wir empfehlen, das Kennzeichen zu entfernen, wenn nur spezifische Einstellungen wie Maßnahmen kopiert werden sollen.
Konsolidierungskreise und Konsolidierungseinheiten:
Hier kopiert das System die konsolidierungsgebietsabhängigen Einstellungen zu den Konsolidierungskreisen und ‑einheiten. Die Geschäftsjahresvariante sowie Periode und Jahr der ersten Erfassung (nicht Erstkonsolidierung) sind beispielsweise immer konsolidierungsgebietsabhängig.
Hierarchie
: Wenn Sie das Kennzeichen setzen, kopiert das System alle Kanten der Hierarchie. (Die Hierarchien können nicht ausgewählt werden, es wird entweder die ganze Hierarchiestruktur oder gar nichts kopiert.) Stellen Sie sicher, dass die zugehörigen Konsolidierungskreise und –einheiten im Ziel-Konsolidierungsgebiet vorhanden sind.
Positionsplan
: Positionen können vom Konsolidierungsgebiet abhängen (müssen aber nicht). Die Zuordnung von Kontierungstypen ist jedoch immer vom Konsolidierungsgebiet abhängig.
Kontierungstyp
: Mithilfe dieses Kennzeichens können Sie wählen, ob die Kontierungstypen kopiert werden sollen.
Spezielle Positionen
: Diese Einstellung entspricht dem Workbench-Eintrag unter
Stammdaten
® Positionen
.
Konsolidierungsfunktionen
: Hier ist das Customizing für Konsolidierungsfunktionen betroffen, das nicht zu den Konsolidierungsmethoden gehört.
Kursart
: Dies ist die einzige Einstellung der Währungsumrechnung, die vom Konsolidierungsgebiet abhängt.
Customizing für Zwischenergebniseliminierung im Umlaufvermögen (IPI-Customizing)
: Diese Einstellung entspricht den Customizing-Einstellungen für die Zwischenergebniseliminierung im Umlaufvermögen (einschließlich Produktgruppen, sofern diese konsolidierungsgebietsabhängig sind).
Customizing für Kapitalkonsolidierung (CoI-Customizing)
: Diese Einstellung entspricht den Customizing-Einstellungen für die Kapitalkonsolidierung in der Workbench unter
Konsolidierungsfunktionen
® Kapitalkonsolidierung
→
Einstellungen
.
Methoden
: Zusammen mit den Methoden kopiert das System auch immer die Methoden-Layouts.
Methodentyp
: Sie setzen dieses Kennzeichen, wenn Sie die zu kopierenden Methoden einschränken möchten (wenn Sie z.B. alle Validierungsmethoden kopieren wollen).
Erfassungslayout
: Beim Kopieren von Erfassungslayouts kopiert das System alle zum Erfassungslayout gehörigen Formulare und wiederverwendbaren Strukturen mit.
Wir empfehlen, sämtliche Erfassungslayouts zu kopieren.

Beim Kopieren von Währungsumrechnungsmethoden müssen Sie unbedingt auch die zugeordneten Rundungsmethoden mit kopieren (z.B. über die Mehrfachselektion).
Beim Kopieren von Datenübernahmemethoden müssen Sie die zugeordneten Methoden für den flexiblen Upload unbedingt mit kopieren (z.B. über die Mehrfachselektion).
Maßnahmen
:
Maßnahmenhierarchie
: Es gibt genau eine Maßnahmenhierarchie. Wenn Sie dieses Kennzeichen setzen, kopiert das System alle Einträge der Maßnahmenhierarchie. Stellen Sie sicher, dass die zur Maßnahmenhierarchie gehörigen Maßnahmen und Maßnahmengruppen im Ziel-Konsolidierungsgebiet existieren.
Maßnahmentyp
: Sie setzen dieses Kennzeichen, wenn Sie die zu kopierenden Maßnahmen einschränken möchten (wenn Sie z.B. alle Umgliederungsmaßnahmen kopieren wollen).
Um die Selektion für Maßnahmen oder Maßnahmengruppen in den Zustand „nichts selektieren“ zu versetzen, positionieren Sie den Cursor in einem Feld für die entsprechende Selektion und wählen
Nichts auswählen
.
Starten Sie das Kopieren zunächst im
Testlauf
.
Das System erzeugt ein Protokoll mit Warnungen, wenn die Auswahl der zu kopierenden Objekte und Einstellungen für das Ziel-Konsolidierungsgebiet nicht konsistent ist. Außerdem listet das System auf, welche Objekte und Einstellungen im Ziel-Konsolidierungsgebiet gelöscht, überschrieben oder hinzugefügt werden.
Starten Sie das Kopieren im
Echtlauf
.