Organisationseinheitenbezogene Parameter Operationen (OP)
Mit den Einstellungen zur Organisationseinheit (OE) können Sie die Funktionalität des OP-Systems beeinflussen.
Verwenden Sie die folgenden organisationseinheitenbezogenen (OE-bezogenen) Parameter, um Einstellungen für das OP-System durchzuführen.
Definieren Sie die entsprechenden OE-bezogenen Parameter über die Transaktion N1SQ oder ausgehend vom SAP Easy Access
unter .
Mit diesem Parameter steuern Sie, welche Bewegungsart beim Anlegen einer Bewegung vom System vorbelegt wird.
Jede Operation stellt einen Besuch des Patienten im OP-Bereich und somit eine Bewegung dar. Geben Sie in den Parameter OE_BEW_ART
eine Bewegungsart ein, die das Kennzeichen OP
hat. Das System weist einer neuen OP-Bewegung diese Bewegungsart
zu.
Achtung
Mit den OE-Parametern BWART_START
, BWART_AMB
und BWART_TSTA
können Sie auf einer detaillierten Ebene den Parameter OE_BEW_ART
übersteuern.
Wenn keine OE-bezogenen Parameter erfasst sind, greift der einrichtungsabhängige Systemparameter N1DBEWAR
(Vorbelegung der Bewegungsart).
OP-Bewegungen können Sie im Nachhinein über die Bewegungsart von anderen Bewegungen unterscheiden.
Mit diesem Parameter können Sie die Bewegungsart für den Termin bzw. Besuch eines stationären Falles eines Patienten auf einer Leistungsstelle festlegen, um den Benutzer bei der Terminvergabe bzw. dem Anlegen eines Besuchs nicht mit der Erfassung der Bewegungsart zu belasten.
Mit diesem Parameter können Sie die Bewegungsart für den Termin bzw. Besuch eines ambulanten Falles eines Patienten festlegen, um den Benutzer bei der Terminvergabe bzw. der Erfassung eines Besuchs nicht mit der Eingabe der Bewegungsart zu belasten.
Mit diesem Parameter können Sie die Bewegungsart für den Termin bzw. Besuch eines teilstationären Falles eines Patienten auf einer Leistungsstelle festlegen, um den Benutzer bei der Terminvergabe bzw. beim Anlegen eines Besuchs nicht mit der Erfassung der Bewegungsart zu belasten.
Mit diesem Parameter steuern Sie die Auswahl der Bewegungsart, wenn im Sichttyp Ambulanz/Leistungsstelle im Klinischen Arbeitsplatz über die Funktion OP Leistungen aus einer Bewegung eine Operation generiert wird.
Die Arbeitslisten des OP-Bereichs unterscheiden sich in ihrer Funktionalität von denen anderer Leistungsstellen im Krankenhaus.
Das System ermittelt den Typ einer Leistungsstelle über einen OE-bezogenen Parameter.
Mit dem Parameter OE_TYP
steuern Sie, ob die entsprechende OE die Funktionalität von OP zur Verfügung hat. Die OE wird als Typ OP
definiert, indem Sie den Parameter auf OP
setzen.
Hinweis
Für diese OE müssen Sie den Parameter OE_DISPTYP
in den OE-bezogenen Einstellungen auf den entsprechenden Dispositionstyp setzen. Ohne Dispositionstypen verhindert das System die Disposition der OP.
Bei der OP-Planung besteht ein kontinuierlichen Zeitangebot der Ressource OP-Saal. Die Dauer der geplanten Operationen wird durch die individuelle Situation bestimmt. Bei der OP-Planung bucht das System daher jeden Termin mit demselben Dispotypen. Diesen Dispotyp entnimmt das System diesem Parameter.
Mit diesem Parameter steuern Sie, zu welchem Zeitpunkt die Vergabe der OP-Nummer erfolgen soll. Den Vergabezeitpunkt können Sie nur für angemeldete Operationen wählen.
Ausgehend von der Auftragsposition des Klinischen Auftrages können Sie mit jeder Sicht vom Sichttyp OP einen Termin für die vorgemerkte Operation planen. Die Sicht erscheint in diesem Fall in einem eigenen Dialogfenster.
Mit diesem Parameter steuern Sie, ob die Sicht verlassen wird, wenn der Benutzer den letzten Eintrag im Arbeitsvorrat geplant hat.
Darüber hinaus haben noch einige andere OE-Parameter für den Klinischen Auftrag Auswirkungen auf das OP-System. Siehe Organisationseinheitenbezogene Parameter Klinischer Auftrag
Für die Werteauswahl und Wertehilfe zum Anästhesieverfahren müssen Sie eine Leistungsgruppe mit den Verfahren anlegen. Dies erfolgt ausgehend vom Bild SAP Easy Access
unter .
Die Bezeichnung dieser Leistungsgruppe müssen Sie in den OE-bezogenen Einstellungen in den Parameter AN_VERFAHR
eintragen.
Der Leistungsgruppe ordnen Sie mit einem Zuordnungstypen die Anästhesieverfahren zu. Wählen Sie ausgehend vom Bild .
Tragen Sie den Zuordnungstyp in den Systemparameter N2ANZUO
ein.
Mit diesem Parameter steuern Sie, in welche nachgelagerte Funktion das System verzweigt, wenn Sie aus dem Sichttyp Ambulanz/Leistungsstelle
aus einer Bewegung eine Operation generieren (Funktion OP Leistungen
).
Das System prüft den Parameterwert für jene Leistungsstelle, welche ICPMs oder Leistungen dokumentiert und deren OE_TYP
den Parameterwert OPDOK
enthält.
Mit diesem Parameter können Sie Toleranzen für die OP-Disposition definieren, innerhalb derer eine Abweichung vom Planwert nicht zu einem Statuswechsel führt.
Definieren Sie einen Zeitbereich in Minuten, den das System als Toleranzbereich für das Ändern des Status einer Operation in der OP-Disposition verwendet (Standardwert ist 0). Diese Toleranz in Minuten gilt für alle Statuswechsel, die eine Verzögerung beschreiben (Stautswechsel auf „Ablaufbeginn verzögert“, „Planende verzögert“ usw.).
Das System prüft den Parameterwert für die beplanten Organisationseinheiten.
Beispiel
Wenn Sie zum Beispiel den Wert 10 eintragen, bedeutet dies, dass erst ab einer Verzögerung von 10 Minuten ein Status, der eine Verzögerung markiert, gesetzt wird.
Sie haben z.B. eine Operation für 10:00 Uhr geplant.
Wenn die Operation um 10:05 Uhr begonnen wird, stellt das System die Operation in der OP-Disposition als begonnen ohne Verzögerung mit dem entsprechenden Farbstatus dar, da der Beginn der Operation nur 5 Minuten verzögert stattfand und die Toleranz bei 10 Minuten liegt.
Wenn die Operation um 10:15 Uhr begonnen wird, stellt das System die Operation in der OP-Disposition als verzögert (Status „Ablaufbeginn verzögert“) mit dem entsprechenden Farbstatus dar.
Der Benutzer kann direkt in der OP-Dokumentation (neben der Standard-Materialerfassung in IS-H*MED) Implantate und Blutpräparate eingeben.
Die erforderliche Zusammenfassung von Implantaten, Blutpräparaten und Medikamenten in Materialgruppen (Materialarten) für die Werteauswahl definieren Sie, indem Sie diese Gruppen als Materialvorschläge erfassen. Materialvorschläge erfassen Sie ausgehend vom Bild SAP Easy Access
unter .
Zudem müssen die Leistungsgruppen in den OE-bezogenen Einstellungen dem System bekannt gemacht werden:
OP_BLUTP
OP_IMPLAN
AN_MEDIKAM
Darüber hinaus haben noch einige andere OE-Parameter für die Materialverbrauchsdokumentation Auswirkungen auf das OP-System.
Siehe Organisationseinheitenbez. Parameter Materialverbrauch mit MM
Mit diesem Parameter steuern Sie, mit welchem Werkzeug (OP-Arbeitsplatz oder OP-Monitor) eine Operation dokumentiert wird. Das System prüft den Parameter für die operierende Organisationseinheit der Hauptoperation.
Hinweis
Wenn Sie als Systemadministrator den Wert des Parameters für eine OE auf „I“ setzen, ruft das System den OP-Arbeitsplatz auf, auch wenn die OPs bereits Dokumente zugeordnet haben, die nicht innerhalb des OP-Arbeitsplatzes angelegt wurden.
Beachten Sie, dass Sie um die Dokumente, die außerhalb des OP-Arbeitsplatzes angelegt wurden, auch innerhalb des OP-Arbeitsplatzes aufrufen zu können, Basisitems vom Basisitemtyp DOCUMENT anpassen müssen.
Geben Sie dazu im Gruppenrahmen Filterwerte für BAdI
im Feld Vor Ausführung
den Wert SURG ein. Das System öffnet die Default-Implementierung EI_ISHMED_BASEITEM_DOCUMENT, die bewirkt, dass vorhandene Dokumente eines Dokumenttyps
für eine Aufgabe aufgerufen werden, auch wenn sie nicht innerhalb des OP-Arbeitsplatzes angelegt wurden.
Zeitpunkt der Funktion Prüfen
N2OPCHECK
Mit diesem Parameter legen Sie fest, zu welchem Zeitpunkt in der Chirurgischen Dokumentation (ChirDoku) das System automatisch die Prüfungen vornimmt, die auch über die Funktion Prüfen
gesondert abrufbar sind.
Eine übergreifende Prüfung ist zu folgenden Zeitpunkten möglich:
Parameterwert |
Zeitpunkt |
|---|---|
1 |
beim Betätigen der Enter-Taste |
2 |
beim Sichern |
3 |
bei der Freigabe |
Diagnosentabelle in der Chirurgischen Dokumentation
N2OPDKI
Mit diesem Parameter legen Sie für eine Organisationseinheit in Ihrer Einrichtung fest, welcher Diagnosenkatalog als Standardeinstellung im Eingabebild zur ChirDoku vorgegeben sein soll.
N2OPDKIA
Mit dem Parameter N2OPDKIA
legen Sie für eine Organisationseinheit in Ihrer Einrichtung fest, ob der Diagnosenkatalog, der mit Hilfe des Parameters N2OPDKI
als
Standardeinstellung für das Eingabebild zur ChirDoku vorgegeben wurde, änderbar ist oder gar nicht auf dem Eingabebild angezeigt werden soll.
Anzeige von Hauptdiagnosen/-prozeduren in der ChirDoku zur Neben-OP
Über den Parameter N2OPHCAN
können Sie die Anzeige von Hauptdiagnosen und Hauptprozeduren in der ChirDoku zu einer Neben-OP unterdrücken.
N1CSCHG
Mit diesem Parameter definieren Sie, ob bei Planfreigabe die Angabe einer Begründung erforderlich ist.
N1CSCHGTXT
Mit diesem Parameter definieren Sie, ob die Angabe der Begründung aus dem Customizing oder aus dem Freitext kommt.
N1RLSPDIA
Mit diesem Parameter definieren Sie, ob die Planfreigabe mit oder ohne Dialog durchgeführt werden soll.
N1CSCHGDEF
Mit diesem Parameter legen Sie fest, welche Änderungsbegründung (Tabelle N1CSCHG
) standardmäßig als Änderungsbegründung für die jeweilige Organisationseinheit (OE) verwendet wird.