Auswertung der Protokolle

Verwendung

Nachdem eine Fremddatenübernahme beendet wurde, steht Ihnen diese Funktion zur Verfügung, um das Ergebnis zu ermitteln, Fehler zu erkennen und ggf. zu beheben.

Funktionsumfang

Das System erstellt eine Liste aller Übernahmeläufe, in der Sie den Status der Übernahme ansehen können. Der Status gibt an, ob die Übernahme beendet wurde und ob Fehler auftraten. Folgende Status sind möglich:

Status

Bedeutung

Konvertierungsfehler

Die Übernahme wurde im Konvertierungsteil abgebrochen. Es wurden keine Datensätze auf die Datenbank geschrieben.

Abbruch

Die Konvertierung wurde erfolgreich durchgeführt, aber in der folgenden Verarbeitung trat ein technischer Fehler auf. Die Übernahme wurde deshalb nicht beendet. Es wurden evtl. keine Datensätze auf die Datenbank geschrieben. Informationen über bestätigte Datensätze erhalten Sie im Detailprotokoll.

Fehler

Die Übernahme wurde beendet, aber es traten inhaltlich-betriebswirtschaftliche Fehler auf. Alle außer den fehlerhaften Datensätze wurden auf die Datenbank geschrieben.

Warnung

Die Übernahme wurde beendet, aber es wurden Warnungen ausgegeben. Alle Datensätze wurden auf die Datenbank geschrieben.

OK

Die Übernahme wurde ohne Fehler oder Warnungen beendet. Alle Datensätze wurden auf die Datenbank geschrieben.

Es werden für jede Übernahme zwei Protokolle geschrieben, die den zwei logischen Teilen der Datenübertragung entsprechen:

  1. Konvertierungsteil:

    Das Konvertierungsprotokoll wird zu jeder Datenübernahme erstellt. Der technische Ablauf wird hier schrittweise aufgeführt. Es werden die Fehler protokolliert, die dazu geführt haben, daß das Programm nicht beendet wurde. Sie können sich im Konvertierungsprotokoll alle oder nur die fehlerhaften Sender- oder Empfängersätze anzeigen lassen.

  2. Funktionsteil:

    Das Detailprotokoll wird nur erstellt, wenn die Konvertierung erfolgreich beendet wurde. Es gibt Informationen über die Prüfung und Sicherung der Daten für jeden fehlerhaften Datensatz. Ist bei einer Übernahme mit Kopf/Positionsstrukturen nur eine Position von mehreren falsch, so wird der ganze Block aufgelistet, d.h. der Kopf und alle Positionen.

    Dieses Protokoll müssen Sie unbedingt auf korrekten Verlauf der Übernahme auswerten, da die Angaben am Bildschirm bzw. im Spool, die direkt nach jedem Übernahmelauf zu sehen sind, nicht immer mit denen im Protokoll übereinstimmen.

Bei Auswertungen der Protokolleinträge ist zu beachten, daß sich über mehrere Releases hinweg die Meldungen in einem FDÜ-Protokoll ändern können. Sowohl der Inhalt als auch die Bezeichnung einer Meldung kann sich ändern. Falls solche Meldungen in eine kundenindividuelle Programmierung einbezogen wurden, sollte diese nach einem Releasewechsel überprüft werden.

Fehlerbehebung

Wenn der Umfang der gelieferten Daten nicht mit den Datenanforderungen des Systems übereinstimmt, sind vor der eigentlichen Fehlerbehebung konzeptionelle Vorarbeiten zu leisten. Dazu müssen Sie entweder

  • die Datenanforderungen des Systems modifizieren, indem Sie das Customizing ändern (d.h. Sie nähern die Datenanforderungen an den Datenvorrat Ihrer Vorsysteme an) oder

  • die gelieferten Daten modifizieren, indem Sie Ihre Datenselektionsprogramme ändern oder erweitern (d.h. Sie nähern die zu liefernden Daten an die Datenanforderungen des Systems an).

Nachbearbeitung

Sie haben bei Übernahmen, die mit Status Fehler beendet wurden, die Möglichkeit, direkt die Daten jedes fehlerhaften Satzes zu korrigieren. Anschließend übernehmen Sie die korrigierten Datensätze in den Datenpool des SAP-Systems.

Ausgabedatei

Sie können diese Datei verwenden, um eine Massenkorrektur mit Hilfe eines kleinen, selbstgeschriebenen Programmes durchzuführen. Dies ist sinnvoll, wenn z.B. ein Feld in allen fehlerhaften Datensätze einen falschen Wert hat. Anschließend können Sie die Fremddatenübernahme erneut starten, bei der Sie die Ausgabedatei als Eingabedatei verwenden. Die vom SAP-System angefügten Erweiterungen des Namens werden im Detailprotokoll ausgewiesen. Diese Erweiterungen sind ein Kennzeichen, ob die Datensätze im Sender- (s) oder Empfängerformat (r) abgelegt wurden, die externe Nummer, der Mandant und das Datum.

Restart

Im Konvertierungs- und Funktionsteil kann es aufgrund besonderer Zustände zu Abbrüchen kommen. Solche Zustände können auftreten, wenn es z.B. zu einem Überlauf von Tablespaces auf Datenbankseite, zu Laufzeitfehlern oder zu Stromausfällen kommt.

  • Sind noch keine Datensätze auf der Datenbank angekommen (d.h. sind im Detailprotokoll keine Informationen über bestätigte Datensätze vorhanden), so kann die Übernahme nach Beseitigung der Fehler einfach wiederholt werden.

  • Sind alle Datensätze bereits angekommen, so ist der Zustand auf der Datenbank konsistent.

  • Problematisch ist ein Abbruch während des Funktionsteils. Dann ist zunächst nicht bekannt, wieviele Datensätze auf der Datenbank angekommen und bestätigt (Commit) wurden. Das Programm merkt sich deshalb die Anzahl der bestätigten Datensätze.

Der Restart ermöglicht die Wiederholung der Übernahme, wobei nur der Funktionsteil für die noch nicht bestätigten Datensätze ausgeführt wird. Anschließend ist wieder ein konsistenter Zustand hergestellt. Falls nötig, können Sie anschließend wiederum die fehlerhaften Datensätze nachbearbeiten wie bei jeder Fremddatenübernahme.