Feldmodifikationen

Technik

Mit Hilfe der Feldmodifikation kann das BDT Dynprofelder ein- und ausblenden bzw. macht diese Felder zu Muß- oder Anzeigefeldern. Die Feldmodifikation erfolgt je Feldgruppe (siehe Bildaufbau , Feldgruppen). Unterschiedliche Feldmodifikationskriterien können von den Anwendungen definiert und in die vom BDT durchgeführte Ermittlung des Feldstatus integriert werden.

Je Kriterium wird der Status der Feldgruppen in sogenannten Feldstatusleisten abgespeichert. Diese bestehen aus vier Datenfeldern, die das Datenelement BU_FLDSTLS referieren. Für die Interpretation der Feldstatusleisten gelten folgende Regeln:

  • Das erste Feld enthält den Status der Feldgruppen 1 bis 250, das zweite Feld den der Feldgruppen 251 bis 500, das dritte Feld den Status der Feldgruppen 501 bis 750 und das vierte Feld den der Feldgruppen 751 bis 1000.

  • Jedes Zeichen steht für eine Feldgruppe. Beim ersten Feld steht das erste Zeichen für den Feldstatus der Feldgruppe 1, das zweite Zeichen für die Feldgruppe 2 und so weiter. Beim zweiten Feld steht das erste Zeichen für die Feldgruppe 251, das zweite Zeichen für die Feldgruppe 252 und so weiter. Für das dritte Feld und vierte Feld gilt diese Regel entsprechend.

  • Die einzelnen Feldstatus werden durch folgende Zeichen repräsentiert:

+ (Plus) Mußeingabe

. (Punkt) Kanneingabe

* (Stern) Anzeigen

- (Minus) Ausgeblendet

(SPACE) Nicht spezifiziert

Die Einstellungen pro Feldgruppe über die verschiedenen Kriterien werden durch das BDT nach festgelegten Regeln verknüpft.

Hinweis: Natürlich erfolgt die Pflege des Feldstatus durch den Anwender nicht direkt auf den Feldstatusleisten (siehe Menü , Zusatzfunktionen, 'Generiertes Pflegeprogramm anpassen‘). Die Speicherung der Feldstatus kann bei weiteren Feldmodifikationskriterien auch in anderer Form erfolgen (z.B. ein separater Datensatz je Kriterium und Feldgruppe).

Vordefinierte Feldmodifikationskriterien

Das BDT stellt die Feldmodifikation für

  • Aktivität und

  • Objektteil

als Service zur Verfügung. Jedes Anwendungsobjekt kann diese beiden vordefinierten Kriterien nutzen.

Aktivitäten: Lediglich die Einstellaktivitäten

  • 0100 Feldmodifikation je Aktivität

  • 0101 Feldmodifikation je Objektteil

müssen für das Anwendungsobjekt definiert und mit einem Transaktionscode versehen werden.

Hinweis: Die beiden vordefinierten Kriterien stehen nicht in der Tabelle der Feldmodifikationskriterien. Dort werden nur die weiteren Kriterien eingetragen.

Weitere Feldmodifikationskriterien

Beliebige weitere Feldmodifikationskriterien können je Anwendungsobjekt angelegt werden. Jede Anwendung kann zusätzliche Kriterien definieren.

Aktivitäten: Zur Definition eines weiteren Kriteriums sind folgende Schritte nötig:

  • Tabelle im DDIC anlegen/erweitern

Der Schlüssel der Tabelle sollte der Entität des Kriteriums entsprechen. Im Datenteil werden vier Felder zur Speicherung der Feldstatusleisten aufgenommen, die das Datenelement BU_FLDSTLS referieren. Natürlich können die Feldstatus auch in anderer Form gespeichert werden, z.B. mit einem separaten Datensatz je Feldgruppe (die Nummer der Feldgruppe wird dann in den Schlüssel der Tabelle aufgenommen).

  • Pflegeview im DDIC anlegen

Der Pflegeview besteht in der Regel aus

  • den Schlüsselfeldern der im ersten Schritt angelegten/erweiterten Tabelle

  • den Feldern zur Speicherung der Feldstatusleisten (Pflegemerkmal ‚H‘: Feld erscheint nicht auf Pflegebild) und

  • eventuell einer Bezeichnung aus der zugehörigen Texttabelle (Pflegemerkmal ‚R‘: Feld kann nur gelesen werden).

Der Pflegestatus ist in der Regel ‚Lesen und Ändern‘, da in diesem Pflegeview weder Einträge angelegt noch gelöscht werden sollen.

  • Pflegeprogramm generieren

Mit der Transaktion SE54 kann das Pflegeprogramm zu dem im vorigen Schritt angelegten Pflegeview generiert werden.

  • Generiertes Pflegeprogramm anpassen

Die Pflege des Feldstatus durch den Anwender sollte natürlich nicht direkt auf den Feldstatusleisten erfolgen. Eine übersichtliche Pflegeoberfläche über Auswahlfelder bietet das BDT an. Dazu muß das generierte Pflegeprogramm folgendermaßen angepaßt werden:

  • Eigenes Menü für den Pflegeview definieren

Die Standardoberfläche aus dem Programm SAPLSVIM wird auf das Rahmenprogramm des generierten Pflegeprogramms kopiert. Anschließend wird der neue Menüeintrag mit dem Text ‚Feldmodifikation‘ in das Bearbeiten-Menü und die Drucktastenleiste aufgenommen. Diese Funktion muß nun in verschiedenen Status aktiviert werden. Als Vorlage kann hier die Funktion FLDM mit dem Text ‚Feldmodifikation‘ im Programm SAPLBUS2 dienen. Zum Pflegeview muß nun noch der Zeitpunkt ‚ST‘ definiert und dazu der Name des Rahmenprogramms hinterlegt werden. Damit wird erreicht, daß statt der Standardoberfläche SAPLSVIM die um die Funktion ‚Feldmodifikation‘ erweiterte Oberfläche des Rahmenprogramms für den Pflegeview verwendet wird.

  • Funktion ‚Feldstatus‘ aufrufen

Innerhalb der Ablauflogik des Pflegeview-Dynpros wird im PAI vor dem Modul LISTE_UPDATE_LISTE (gilt nur für einstufige Pflegeviews) ein eigenes Module eingefügt. Dieses Modul ruft den BDT-Funktionsbaustein BUS_FMOD_CUSTOMIZING auf, der die Feldstatuspflege über Auswahlfelder durchführt. Als Vorlage für das zu erstellende PAI-Modul kann das Module FIELDMOD_V_TB004_01 im Dynpro SAPLBUS2/0840 dienen.

  • Zeitpunkt FMOD1: Funktionsbaustein zum Lesen der Tabelle erstellen

Spätestens nach Durchlaufen des Einstiegsbildes sollte der Wert des Kriteriums bekannt sein. Der zu erstellende Funktionsbaustein liest aufgrund dieses Wertes die Tabelle und gibt als Ergebnis den Inhalt der Feldstatusleisten an das BDT zurück. Ist der Wert zu einem der Aufrufzeitpunkte noch nicht bekannt, sollten die an das BDT zurückzugebenden Feldstatusleisten initial sein.

Aufrufzeitpunkt: Vor dem Einstiegsbild und zwischen Einstiegsbild und erstem Datenbild.

Anwenderkreis: Besitzende Anwendung des Feldmodifikationskriteriums.

Namenskonvention: <Anwendung>_<Anwendungsobjekt>_EVENT_FMOD1_<Kriterium>

(Kunde: Funktionsbausteinname erhält zusätzlich das Präfix ‚Y_‘ oder ‚Z_‘).

Beispiel: BUP_BUPA_EVENT_FMOD2_BUP003

  • Feldmodifikationskriterium eintragen

Das Kriterium muß nun noch in die Steuertabelle der Feldmodifikationskriterien eingetragen werden. Hinterlegen Sie dort auch den Namen des Funktionsbausteins, mit dem das BDT die Feldstatus zum Kriterium abfragen kann.