Expertenmodus zum Strukturaufbau Wenn Sie Power-User sind, können Sie den
Expertenmodus zum Strukturaufbau
für die Erstellung der zentralen Strukturen und Kataloge nutzen. Dabei
müssen
Sie lediglich den obersten Knoten der Organisationshierarchie im Expertenmodus anlegen, alle anderen Objekte und Strukturen können alternativ auch in den entsprechenden Web-Anwendungen angelegt werden. Die Web-Anwendungen haben den Vorteil, dass dort viele Objekte und Verknüpfungen, die Sie im Expertenmodus separat anlegen müssen, automatisch vom System angelegt werden. Zum Beispiel sind alle organisationseinheitsspezifischen Objekte im Expertenmodus technisch eigene Objekte, die Sie anlegen und mit den zentralen Objekten verknüpfen müssen. In den Web-Anwendungen werden die organisationseinheitsspezifischen Objekte automatisch bei der Übernahme durch die Organisationseinheit angelegt.
Empfehlung
Da also der Expertenmodus keine MIC-spezifische Ablauflogik und keine automatischen Verknüpfungen bietet, empfehlen wir Ihnen, zum Strukturaufbau die Web-Anwendungen zu nutzen und den Expertenmodus eher bei der Fehlersuche zum Einsatz zu bringen.
Wenn alle Objekte definiert sind, ist der Expertenmodus insbesondere für Analysen und zur Fehlersuche sehr gut geeignet. Die Fehlersuche kann von jedem Objekt aus gestartet werden. Zu jedem Objekt können Sie die Objekte anzeigen, die über den so genannten Auswertungsweg in Beziehung zum Ausgangsobjekt stehen.
Der Expertenmodus zum Strukturaufbau ist Bestandteil des Einführungsleitfadens (IMG) und erreichbar unter
Der Expertenmodus zum Strukturaufbau ist technisch gesehen eine zusätzliche Sicht der Funktion
Modus Aufbauorganisation
der Komponente
Organisationsmanagement (BC-BMT-OM)
. Wenn Sie die Organisationsstruktur Ihres Unternehmens bereits mit dieser Anwendung angelegt haben, können Sie diese Struktur auch in MIC nutzen. Allgemeine Informationen über den
Modus Aufbauorganisation
finden Sie in der Dokumentation zum
SAP Web Application Server
unter
.
Jede mögliche Strukturart ist von SAP durch einen Startobjekttyp sowie einen Auswertungsweg definiert. Die für MIC relevanten Strukturarten sind die Organisationshierarchie, die Kontengruppenhierarchie, der zentrale Prozesskatalog und der Katalog der Management-Kontrollen. Das Startobjekt definiert den Wurzelknoten der Struktur. Im Auswertungsweg sind die erlaubten Verknüpfungen von unterschiedlichen Objekttypen innerhalb der Struktur definiert. Der zentrale Prozesskatalog zum Beispiel hat als Startobjekttyp die
Zentrale Prozessgruppe
, damit verknüpft sind weitere zentrale Prozessgruppen, zentrale Prozesse und Prozessschritte, Kontrollziele und Risiken. Es existieren unterschiedliche Verknüpfungsarten, z.B.
umfasst
oder
ist zugewiesen zu
. Die genaue Definition des Auswertungswegs zu einem Startobjekttyp können Sie anzeigen, indem Sie ein Startobjekt anlegen oder auswählen und dann
mit Quick-Info
Auswertungsweg anzeigen
wählen.
Zu einem ausgewählten Objekt können Sie nur die Objekte anlegen, die der aktuelle Auswertungsweg zulässt. Wenn es zu einem Objekt mehrere Auswertungswege gibt, können Sie über
mit Quick-Info
Springen
zwischen den Auswertungswegen wechseln.
Hinweis
Stellen Sie beim Anlegen eines Kontrollziels sicher, dass das Kontrollziel nur einem zentralen Prozess zugeordnet ist und dass dessen Gültigkeitszeitraum innerhalb des Gültigkeitszeitraums des zentralen Prozesses liegt. Dies ist Voraussetzung für eine fehlerfreie Darstellung in den Web-Anwendungen.
Wenn die Strukturen angelegt sind, erlauben es die verschiedenen flexiblen Suchfunktionen des Expertenmodus, jedes beliebige Objekt aufzurufen und alle verknüpften Objekte anzuzeigen. Dadurch wird die Fehlersuche erleichtert.
Wenn in den Web-Anwendungen für die Zuordnung der zentralen Prozesse oder der Management-Kontrollen zu einer Organisationseinheit Objekte zugeordnet werden, dann sind diese übernommenen, dezentralen Objekte auch im Expertenmodus sichtbar. Aus technischen Gründen werden im Expertenmodus die zentralen und die übernommenen Objekte als jeweils eigene Entitäten dargestellt. Am zentralen Objekt (weißes Symbol) hängen die allgemeinen Attribute, am dezentralen Objekt (grünes Symbol) hängen die organisationseinheitsabhängigen Attribute. Von folgenden Objekttypen kann es sowohl zentrale als auch dezentrale Objekte geben:
Prozessgruppe
Prozess
Prozessschritt
Kontengruppe
Management-Kontrolle
Der
Lokale Prozessschritt
hat keine zentrale Entsprechung, er gilt immer nur für eine Organisationseinheit.
Die Beziehung zwischen den zentralen und den dezentralen Objekten wird im Expertenmodus durch Verknüpfungen im Auswertungsweg dargestellt.
Wenn Sie ein Objekt
über das Menü
anlegen (also das Wurzelobjekt einer Struktur), dann können Sie das Beginndatum des Gültigkeitszeitraums festlegen. Das Enddatum ist standardmäßig unbegrenzt. Wenn Sie das Enddatum begrenzen wollen, terminieren Sie das Objekt über
mit Quickinfo
Terminieren
.
Wenn Sie ein Objekt im Übersichtsbereich anlegen (also dem Wurzelobjekt untergeordnete Objekte), wird das Objekt automatisch mit demselben Gültigkeitszeitraum wie dem des übergeordneten Objekts angelegt. Wenn Sie den Gültigkeitszeitraum des untergeordneten Objekts ändern, wird dieser nicht wirklich geändert, sondern das System legt eine zusätzliche Version des Objekts mit dem neuen Gültigkeitszeitraum an. Um diesen Effekt zu umgehen, wählen Sie (benutzerspezifische Einstellung). Dadurch wird der Gültigkeitszeitraum nicht automatisch vergeben, sondern es erscheint beim Anlegen eines Objekts eine Abfrage des Gültigkeitszeitraums.
Diese Strukturen bestehen jeweils nur aus einem Objekttyp, daher ist die Vorgehensweise beim Anlegen dieselbe.
Legen Sie unter
Bearbeiten
das Wurzelobjekt der jeweiligen Struktur an.
Wählen Sie über die Suchfunktion das angelegte Objekt aus.
Markieren Sie das Objekt und wählen Sie
Anlegen
.
Da der Auswertungsweg nur weitere Objekte desselben Typs vorsieht, legt das System automatisch ein entsprechendes Objekt an.
Geben Sie die Details zum Objekt ein.
Der zentrale Prozesskatalog besteht aus verschiedenen Objekttypen, daher weicht die Vorgehensweise beim Anlegen ab.
Legen Sie unter eine zentrale Prozessgruppe an.
Wählen Sie über die Suchfunktion die angelegte Prozessgruppe aus.
Markieren Sie die Prozessgruppe und wählen Sie
Anlegen
.
Wählen Sie im erscheinenden Dialogfenster den Objekttyp aus, den Sie unterhalb des Wurzelknotens anlegen möchten, z.B.
Zentraler Prozess
.
Geben Sie die Details zu dem zentralen Prozess ein.
Markieren Sie den zentralen Prozess in der Struktur und wählen Sie
Anlegen
.
Wählen Sie im erscheinenden Dialogfenster wiederum den Objekttyp aus.
Um die weiteren Objekte des zentralen Prozesskatalogs anzulegen, gehen Sie analog vor.
Wählen Sie über die Suchfunktion das Objekt aus, mit dem Sie die Fehlersuche beginnen wollen.
Analysieren Sie mit Hilfe der Auswertungswege für dieses Objekt, mit welchen anderen Objekten es verknüpft ist.