Schwachstellenanalyse Mit der Schwachstellenanalyse können Sie die Auswirkungen und den potenziellen Schaden von Schwachstellen auf verschiedenen Aggregationsebenen analysieren und bewerten.
Dabei teilen Sie die Schwachstellen in verschiedene Mangelarten ein, Sie erfassen den potenziellen Schaden, den eine Schwachstelle auslösen kann, und Sie geben die Wahrscheinlichkeit an, mit der der Schaden eintritt. Auf der Basis dieser Eingaben und der Customizing-Einstellungen ermittelt das System das Ausmaß der Schwachstelle und teilt sie in folgende Klassifizierungen ein:
Mangel
Signifikanter Mangel
Schwerwiegender Mangel (Material Weakness)
Schwerwiegende Mängel müssen nach dem Sarbanes-Oxley-Act in der Bilanz/GuV erwähnt werden.
Die Schwachstellenanalyse ist eine vorbereitende Maßnahme für die Abzeichnung.
Sie haben in der Organisationshierarchie die Ebenen festgelegt, auf denen Sie die Schwachstellenanalyse durchführen möchten.
Sie haben im Customizing des MIC die IMG-Aktivitäten unter
Schwachstellenanalyse
ausgeführt:
Unter
Einstellungen zur Schwachstellenanalyse vornehmen
haben Sie die Berechnung des Ausmaßes nach Mangelarten sowie die Aggregationsarten festgelegt. Außerdem können Sie die Bezeichnung von Attributwerten für die Schwachstellenanalyse ändern.
Unter
Schwachstellen kopieren und Grenzwert setzen
haben Sie die Datenmenge und den Zeitpunkt festgelegt, auf deren Basis Sie die Analyse durchführen
möchten
. Außerdem haben Sie den Grenzwert festgelegt, der die Berechnung des Ausmaßes einer Schwachstelle bestimmt.
Die Personen, die die Schwachstellenanalyse durchführen sollen, haben die Berechtigung für eine der folgenden Aufgaben:
Schwachstellenanalyse auf Konzernebene durchführen (PERF-DFACP)
Schwachstellenanalyse auf Organisationseinheitsebene durchführen (PERF-DFAOU)
Die Person, die die Berechtigung für die Aufgabe
Schwachstellenanalyse auf Organisationseinheitsebene durchführen (PERF-DFAOU)
auf der untersten Ebene hat, die in der Organisationshierarchie gekennzeichnet ist, beginnt mit der Schwachstellenanalyse. Von dort ab erfolgt die Analyse bottom-up auf den in der Organisationshierarchie gekennzeichneten Ebenen.
Die Schwachstellenanalyse umfasst die Liste der im Customizing kopierten Schwachstellen. Zu jeder Schwachstelle gibt es folgende Eingabefelder:
Kontengruppe
Geben Sie die Kontengruppe an, auf die die Schwachstelle Auswirkungen haben kann. Wenn eine Schwachstelle auf mehrere Kontengruppen Auswirkung hat, dann können Sie einen weiteren Eintrag für die Schwachstelle einfügen und eine zusätzliche Kontengruppe auswählen.
Art des Mangels
Sie können drei Mangelarten auswählen. Die Bezeichnungen dieser Mangelarten legen Sie im Customizing fest. Ebenfalls im Customizing definieren Sie, für welche dieser Mangelarten das Ausmaß der Schwachstelle vom System berechnet werden soll. Nur für die Mangelarten mit automatischer Berechnung sind die Felder
Potenzieller Schaden
und
Wahrscheinlichkeit
eingabebereit.
Potenzieller Schaden
Geben Sie an, welcher finanzielle Schaden durch die Schwachstelle entstehen kann.
Wahrscheinlichkeit
Geben Sie an, wie wahrscheinlich es ist, dass der Schaden eintritt.
Minderung
Geben Sie an, ob es Faktoren gibt, die den Mangel mindern könnten. Das Feld ist für alle Schwachstellen eingabebereit, die Eingabe wirkt sich aber nur auf die Mangelarten mit automatischer Berechnung aus.
Ausmaß
Geben Sie für Mangelarten, bei denen keine automatische Berechnung möglich ist, manuell das Ausmaß an.
Aggregationsart
Wählen Sie eine der Aggregationsarten aus, die im Customizing angelegt wurden. Sie können die Liste der Schwachstellen nach der Aggregationsart sortieren und erhalten in der Zwischensummenzeile die Summe aller Werte einer Aggregationsart.
Kommentar pro Zeile
Pro Zeile können Sie einen Kommentar hinterlegen. Nach dem
Sichern und absenden
kann ein Kommentar nicht mehr geändert werden, auch nicht auf der höheren Ebene.
Aus den Eingaben ermittelt das System die Werte für folgende Felder:
Ausmaß
Bei Mangelarten mit automatischer Berechnung berechnet das System das Ausmaß aus dem im Customizing hinterlegten Grenzwert und dem potenziellen Schaden.
Klassifizierung
Das System berechnet die Klassifizierung aus dem (automatisch berechneten oder manuell erfassten Ausmaß) und der Wahrscheinlichkeit.
Folgende Grafik stellt die beschriebenen Zusammenhänge dar:

Die Klassifizierung wird folgendermaßen vom System berechnet:
Wahrscheinlichkeit |
Verknüpfung |
Ausmaß |
Klassifizierung |
|---|---|---|---|
Gering |
ODER |
Vernachlässigbar |
Mangel |
Nicht gering |
UND |
Nicht zu vernachlässigen |
Signifikanter Mangel |
Nicht gering |
UND |
Schwerwiegend |
Schwerwiegender Mangel |
Wenn Sie eine Minderung erfasst haben, ändert sich die Qualifizierung folgendermaßen:
Minderung |
Verbesserung eines Mangels |
Verbesserung eines signifikanten Mangels |
Verbesserung eines schwerwiegenden Mangels |
|---|---|---|---|
Ja |
Keine Verbesserung |
Signifikanter Mangel wird zum Mangel |
Schwerwiegender Mangel wird zum Mangel |
Teilweise |
Keine Verbesserung |
Signifikanter Mangel wird zum Mangel |
Schwerwiegender Mangel wird zum signifikanten Mangel |
Nein |
Keine Verbesserung |
Keine Verbesserung |
Keine Verbesserung |
Sie können die erfassten Daten als Entwurf sichern. Erst wenn Sie
Sichern und absenden
wählen, dann
sendet der
Workflow eine Aufgabe an die nächsthöhere Ebene. Dort können die Daten ‑ mit Ausnahme der Kommentare ‑ überschrieben werden. Auf den unteren Ebenen erfasste Werte zum potenziellen Schaden können Sie unter
Bereits erfasster potenzieller Schaden
anzeigen.