Normale Reparatur – vollständige Lohnbearbeitung mit Aufarbeitungsaufträgen In diesem Fall werden die Reparaturarbeiten extern und ausschließlich durch einen Lohnbearbeiter ausgeführt. Der Aufarbeitungsauftrag wird zur Erzeugung der Lohnbearbeitungsbestellanforderung verwendet, so wie dies auch in einem normalen IH-Auftragsszenario der Fall ist. Bezüglich des Aufarbeitungsauftrags werden keine Warenbewegungen durchgeführt (z.B. 261/101), alle Warenbewegungen werden aus dem Lohnbearbeitungsprozess angestoßen.
Wenn der erste Vorgang einen externen Steuerschlüssel hat (z.B. PM02) und das Kennzeichen
Lohnbearbeitung
gesetzt ist, wird der Lohnbearbeitungsprozess angestoßen.
Der Benutzer muss den Wert des Beistellteilkennzeichens für die Hauptkomponente auf
Aufarbeitungsmaterial an LB
(Wert S) einstellen. Diese Komponente hat die Bewegungsart 543, und eine Bestellanforderung wird angelegt. Dies ist abhängig von der Reservierungsrelevanz.
Der Wareneingang für die Lohnbearbeitungsbestellung wird im Lohnbearbeitungsmonitor (Transaktion ADSUBCON ) oder in den Transaktionen MB xx gebucht, einschließlich der Warenbewegungstransaktion MIGO (allgemeine Regel, wenn der letzte Vorgang ein Fremdvorgang ist). Die abschließende Bewegung zur Aktualisierung des Bestands ist davon abhängig, ob Sonderbestand im Lohnbearbeitungsszenario beteiligt ist.
Wenn die Lohnbearbeitungsbestellung in diesem Szenario eine Sonderbestandszuordnung hat, wird die Bestandshöhe bereits durch den Wareneingangsprozess aktualisiert. Aus diesem Grund wird einzig und allein eine Wareneingangsbuchung (101) für die Lohnbearbeitungsbestellung genötigt, nicht jedoch eine Korrekturbuchung. Mit der Wareneingangsbuchung wird automatisch der Aufarbeitungsauftragskopf aktualisiert (Simulation eines Eingangs mit
IW8W
101), das Kennzeichen
Endgeliefert
gesetzt, die gelieferte Menge berichtigt sowie der Auftragsstatus in ‘Geliefert’ oder ‘Wareneingang erfolgt’ aktualisiert.
Wenn die Lohnbearbeitungsbestellung in diesem Szenario keine Sonderbestandszuordnung hat, ist der Wareneingang (101) für die Lohnbearbeitungsbestellung nur eine Verbrauchsbewegung, und es erfolgt keine Bestandsaktualisierung. Daher ist eine separate Bestandsaktualisierung erforderlich. Ein automatischer Wareneingang (101) mit Bezug zum Aufarbeitungsauftrag wird im Hintergrund direkt im Anschluss an den Wareneingang für die Lohnbearbeitungsbestellung angestoßen. Aus diesem Grund muss der Benutzer den abschließenden Eingang für den Aufarbeitungsauftrag in IW8W nicht buchen; dies wird automatisch in einem Schritt mit dem Lohnbearbeitungswareneingang erledigt.
Ungeachtet der Warenbewegungen und des Endlieferungskennzeichens muss der Benutzer allerdings den Aufarbeitungsauftrag manuell abschließen. Dies (sofern nötig) löscht alle ausstehenden Auftragsreservierungen und geplante Zugänge.
Die Lohnbearbeitungsbestellung ist im Belegfluss des Aufarbeitungsauftrags als Folgebeleg sichtbar.