Preisfindung für die Vorablieferung Bei der Vorablieferung werden Standardpositionstypen verwendet. Um den Einkauf neuer Teile bei der Preisfindung abzugrenzen, müssen Sie ein eigenes Preisfindungsverfahren definieren.
Für die Preisfindung in der Vorablieferung empfehlen wir, dass Sie folgende Szenarios beachten:
Positionen, die im Instandhaltungsauftrag nicht kontiert sind
Positionen, die im Instandhaltungsauftrag kontiert sind
Weitere Informationen über die Konfiguration dieser Szenarios finden Sie inSAP-Hinweis 964543.
Sie müssen Konditionen definieren.
Sie müssen die Logik für die Preisfindung anpassen.
Weitere Informationen über diese Voraussetzungen finden Sie inSAP-Hinweis 964543.
Bei den Retourenpositionen, die in der Vorablieferung verwendet werden, muss die Verknüpfung zum Instandhaltungsauftrag entfernt werden, damit der Bestand aktualisiert werden kann. Infolge dessen können Kosten nicht berücksichtigt werden, da die Preisinformationen ohne diese Verknüpfung nicht in den Instandhaltungsauftrag übernommen werden können.

Kunden, die Sonderbestand verwenden, müssen dieses Preisfindungsverfahren nicht verwenden.
Um sicherzustellen, dass die Kontierung für den Instandhaltungsauftrag korrekt durchgeführt wird, müssen die Preise auf folgende Weise bestimmt werden:
Preis der Retourenposition = Materialpreis
Preis der Wareneingangsposition = ∑ Retourenpositionen + Aufarbeitungspreis/Vorablieferungsgebühr aus dem Lohnbearbeitungsinfosatz.
Wenn sich die Materialpreise (in MM03) nach der Preisfindung in der Bestellung ändern, werden die Preise in der Bestellung nicht aktualisiert.

Nachfolgende Tabelle zeigt eine Beispiel-Bestellposition für den Wareneingang (013) und zwei Retourenpositionen (011 als vorherige Hauptkomponente und 012 als Verbrauchsmaterial). Die Hauptkomponente kann entweder das gleiche Material wie 013 oder ein anderes Material haben.
Pos./ Kontierung |
Mat./Menge |
Preis Material |
Preis Aufarbeitung |
Preis Position |
Retoure? |
|---|---|---|---|---|---|
011 |
B/1 |
60 |
60 |
X |
|
012 |
C/1 |
25 |
25 |
X |
|
013 /F/Auftrag 1 |
A/1 |
100 |
32 |
117 |
Mit jeder der nachfolgend genannten Warenbewegungen erfolgen Buchungen:
Warenbewegung 101 findet statt. Kontierungsinformationen zu Position 011 werden in den Instandhaltungsauftrag übertragen. Der Bestand bleibt unverändert.
Warenbewegung: 101 (Wareneingang)
Bestand A = +/-0
Auftrag Kosten/Belastung: 117 (Materialpreise A (60)+ B (25) + Gebühr(32))
Beim Wareneingang erfolgt Warenbewegung 262 im Hintergrund. Das Teil vom Lohnbearbeiter wird dem Bestand hinzugefügt, und die Kosten des Instandhaltungsauftrags werden um € 100,- gesenkt (um den Wert des Teils, das sich nun wieder im Bestand befindet)
Warenbewegung: 262 (Rücklieferung zum Auftrag)
Bestand A = +1
Auftrag wird belastet +100
Retourenposition mit Material B wird an den Lohnbearbeiter gesendet, d. h., der Bestand wird um 1 Stück vermindert und der Bestandswert um € 60,- reduziert.
Warenbewegung: 161 (Rücklieferung)
Bestand B = -1
Materialwert B = -60
Retourenposition mit Material C wird an den Lohnbearbeiter gesendet, d. h., der Bestand wird um 1 Stück vermindert und der Bestandswert um € 25,- verringert.
Warenbewegung: 161 (Rücklieferung)
Bestand C = -1
Materialwert C = -25
Bestandssituation:
Bestand Material B = -1
Bestand Material C = -1
Bestand Material A = +1
Materialwert +15 (da das Teil durch die Reparatur eine Wertsteigerung erfahren hat)
Auftrag wird belastet = 17