FunktionsdokumentationSegmentierung: Erweiterungen des Materialstamms

 

Bei der Segmentierung werden Materialien basierend auf bestimmten Kriterien oder Merkmalen des Materials logisch kategorisiert. Ab SAP ERP 6 EHP 7 SP 04 gibt es die neue Business Function LOG_SEGMENTATION, mit der das Konzept der Segmentierung in ERP-Kernprozessen angewendet werden kann. Diese Erweiterungen des Materialstamms können grob in Änderungen an den Mandantendaten und Änderungen an den Werksdaten unterteilt werden.

Funktionsumfang

Mandantendaten

In Mandantendaten müssen Sie ein Material als für die Segmentierung relevant vormerken, bevor Sie Segmentierungsmerkmale und -funktionen dem Material zuordnen können.

Im Materialstamm können Sie angeben, ob ein Material für die Segmentierung relevant ist oder nicht, indem Sie das Ankreuzfeld Segmentierungsrelevant markieren. Wenn Sie ein Material für die Segmentierung relevant machen, müssen Sie die Segmentierungsstruktur und die Strategie für dieses Material pflegen. Die Felder Segmentierungsstruktur und Segmentierungsstrategie werden nur für segmentierungsrelevante Materialien angezeigt.

Sie können festlegen, ob die Felder Segmentierungsstruktur und Segmentierungsstrategie Mussfelder oder optionale Felder sein sollen, indem Sie die Customizing-Aktivität Eigenschaften für Systemmeldungen festlegen unter Anfang des Navigationspfads Logistik Allgemein Navigationsschritt Materialstamm Navigationsschritt Grundeinstellungen Ende des Navigationspfads wählen.

Nachdem Sie die Segmentierungsstruktur und die Segmentierungsstrategie festgelegt haben, wird der für die Segmentierungsstrategie gepflegte Umfang Segmentierungsstrategie im Materialstamm angezeigt.

Wenn Sie ein neues Material als Kopie eines vorhandenen Materials anlegen, sind die Segmentierungsrelevanz, die Segmentierungsstruktur und die Segmentierungsstrategie des neu angelegten Materials identisch mit der des vorhandenen Referenzmaterials.

Die Segmentierungsstruktur und die Segmentierungsstrategie können im Änderungsmodus geändert werden, sofern die Segmentierung nicht auf der Werksebene festgelegt ist. Wenn die Segmentierung auch nur für ein Werk festgelegt ist, können die Segmentierungsstruktur und die Segmentierungsstrategie nicht geändert werden.

Werksdaten

Segmentierungsstruktur, Segmentierungsstrategie, Umfang Segmentierungsstrategie und Feste Segmentierung

Sie können die Segmentierungsstrategie für Werksdaten basierend auf folgenden Kriterien ändern:

  • Wenn das Material in den Mandantendaten als für die Segmentierung relevant vorgemerkt ist

  • Die Felder Segmentierungsstruktur und Segmentierungsstrategie werden in den Mandantendaten gepflegt und die Segmentierungsstrategie ist in den Werksdaten nicht festgelegt

Sie können anschließend die Drucktaste Feste Segmentierung wählen, um Segmentierungswerte für Werke festzulegen.

In einigen Szenarios können Sie die Segmentierungszuordnung und die Festlegung von Segmentierungsstrategien auf ein Material mit dem Report Konvertierung von Material ändern. Um auf diesen Report zuzugreifen, wählen Sie im Menü SAP Easy Access Anfang des Navigationspfads Logistik Navigationsschritt Materialwirtschaft Navigationsschritt Materialstamm Navigationsschritt Material Navigationsschritt Konvertierung von Material Ende des Navigationspfads. Sie können zum Ausführen des Reports auch die Transaktion SGT_CONVERT_MATERIAL verwenden.

Hinweis Hinweis

Sie können diesen Report zur Änderung der Segmentierung auf Werksebene nur verwenden, wenn keine Folgebelege, z.B. Kundenaufträge, Bestellungen, für das Material vorhanden sind.

Ende des Hinweises

Wenn Sie ein neues Material als Kopie eines vorhandenen Materials anlegen, wird die Segmentierungsstrategie des neu angelegten Materials nicht aus dem Referenzmaterial kopiert. So können Sie die Relevanz der Segmentierungsstrategie auf Werksebene flexibel festlegen.

Verrechnungspriorität

Die Verrechnungspriorität wird verwendet, je nach dem, ob geplante Planprimärbedarfe (PIRs) zuerst basierend auf den Segmenten und dann auf dem Verrechnungsmodus verrechnet werden oder anders herum. Mit Segmentierung haben Sie eine zusätzliche Option für die Verrechnungspriorität, d.h. nur, wenn die Bedarfssegmente übereinstimmen. Sie können die Verrechnungspriorität nur pflegen, wenn Sie die Segmentierungsstrategie für ein Material gepflegt haben. Der Wert für Umfng Segmtstrategie kann 1 oder 2 sein.

Bestandsschutzkennzeichen

Bestandsschutz wird in Bedarf-Bestand-Abgleichsprozessen verwendet, die den Bestand für Bedarfe aus Bedarfssegmenten mit hoher Priorität schützen, auch wenn der tatsächliche Bedarf noch nicht im System verfügbar ist. Bestandsschutz ermöglicht Unternehmen, die einen gemeinsamen Bestandspool zum Erfüllen von Bedarfen mit verschiedenen Prioritäten verwenden, Bestand für Bedarfe mit höherer Priorität gegenüber Bedarfen mit niedrigerer Priorität, die früher kommen, zu reservieren. Sie können das Bestandsschutzkennzeichen nur pflegen, wenn Sie die Segmentierungsstrategie für ein Material gepflegt haben. Der Wert für Umfng Segmtstrategie kann 1 oder 2 sein.

Diskrete Chargennummer

Die Chargenverwaltung ist auch obligatorisch, wenn eine Segmentierungsstrategie für ein Material gepflegt wurde und der Umfng Segmtstrategie dem Wert 1 entspricht.

Die Chargenverwaltung resultiert auch in der Generierung von Chargennummern in Verkaufs- und Einkaufsbelegen. Wenn Sie bei der Chargenverwaltung eindeutige Chargennummern generieren möchten, markieren Sie das Ankreuzfeld Diskrete Chargennummer. Dieses Ankreuzfeld kann nicht alleine für sich genommen verwendet werden. Es kann nur in Kombination mit dem Ankreuzfeld Chargenverwaltung und dem Umfang verwendet werden, wenn die Segmentierungsstrategie 1 ist.

Weitere Informationen

Segmentierung (LO-SGT)